Mit Lasse Andersson haben die Füchse Berlin einen ihrer Leistungsträger der vergangenen Jahre an den dänischen Zweitligisten HÖJ Elite verloren. Als Ersatz war eigentlich Simon Pytlick vorgesehen, der allerdings erst 2027 die Freigabe der SG Flensburg-Handewitt erhält. Nun zeichnet sich ab, dass der HBL-Klub aus der Hauptstadt ohne Nachfolger in die neue Bundesliga-Saison geht.

Lasse Andersson verließ die Füchse Berlin nach sechs Jahren in der Handball-Bundesliga
Foto: © IMAGO/Michael Taeger
22. Juli 2026, 08:39

sport.de
Mit Lasse Andersson haben die Füchse Berlin einen ihrer Leistungsträger der vergangenen Jahre an den dänischen Zweitligisten HÖJ Elite verloren. Als Ersatz war eigentlich Simon Pytlick vorgesehen, der allerdings erst 2027 die Freigabe der SG Flensburg-Handewitt erhält. Nun zeichnet sich ab, dass der HBL-Klub aus der Hauptstadt ohne Nachfolger in die neue Bundesliga-Saison geht.
Wie Bob Hanning und Nicolej Krickau am Dienstag in einer Medienrunde mitteilten, werden die Füchse Berlin die Lücke, die Lasse Andersson mit seiner Rückkehr in die dänische Heimat hinterlassen hat, intern auffangen. Der deutsche U23-Weltmeister Matthes Langhoff, der bisher vermehrt in der Abwehr zum Einsatz kam, soll den Rückraummann ersetzen.
"Wir erwarten, dass er nicht nur einer der besten Abwehrspieler der Welt ist, sondern auch ein starker Rückraumlinker wird", betonte Geschäftsführer Hanning und legte nach: "Die Saison für Matthes ist die Saison seines Lebens." Dass der HBL-Meister von 2025 noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlägt, wenn sich die Chance dafür bietet, wollte Cheftrainer Krickau aber nicht ausschließen.
HBL: Füchse "schauen weiter auf den Markt"Man schaue "natürlich weiter auf den Markt", antwortete der Däne auf die Nachfrage, ob doch nicht noch ein Neuzugang als Andersson-Erbe den Weg an die Spree finden wird, schob aber hinterher: "Aber wir handeln nur, wenn wir einen Spieler finden, der auch für die Füchse eine Verbesserung ist." Eine solche Lösung scheint für den Hauptstadt-Klub aber bislang nicht in Sicht.
Sowieso vertraue man dem vorhandenen Personal voll und ganz. "Wir glauben an den Prozess. Wir haben schon letzte Saison gezeigt, dass wir uns weiterentwickeln können. Andere Spieler sollen eine größere Rolle bekommen", erklärte Krickau und verwies darauf, dass auch Sommer-Neuzugang Frederik Simak vom TBV Lemgo in die Andersson-Rolle hineinwachsen könnte.
Andersson entschied sich nach sechs Jahren im Trikot der Berliner aus familiären Gründen für eine Rückkehr in die Heimat, die der Welt- und Europameister 2016 für einen Wechsel zum FC Barcelona verlassen hatte.
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