Nach einer Katastrophen-Saison ohne Qualifizierung für das internationale Geschäft zog der deutsche Handball-Rekordmeister die Reißleine und ersetzte Cheftrainer Filip Jicha durch Börge Lund, der einst als Profi noch selber die Schuhe für die Zebras in der HBL schnürte. In einem Interview hat Geschäftsführer Viktor Szilagyi nun verraten, warum die Wahl auf den Norweger gefallen ist.

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Nach einer Katastrophen-Saison ohne Qualifizierung für das internationale Geschäft zog der deutsche Handball-Rekordmeister die Reißleine und ersetzte Cheftrainer Filip Jicha durch Börge Lund, der einst als Profi noch selber die Schuhe für die Zebras in der HBL schnürte. In einem Interview hat Geschäftsführer Viktor Szilagyi nun verraten, warum die Wahl auf den Norweger gefallen ist.
"Ich hatte einige Kandidaten im Kopf, einer davon war Börge. Ich habe immer beobachtet, wie er arbeitet. Er spricht Deutsch und kennt den THW Kiel, war aber auch lange genug weg, so dass sich in der Zwischenzeit Sachen verändert haben", gab THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi im Gespräch mit den "Kieler Nachrichten" erstmals nach der Einstellung des 47-Jährigen spannende Hintergründe zu der Entscheidung preis.
Lund hatte in seiner aktiven Zeit zwischen 2007 und 2010 das Trikot des THW Kiel getragen. Mit den Zebras wurde er dreimal deutscher Meister, zweimal Pokalsieger und gewann außerdem die Champions League. Einen Namen als Übungsleiter machte sich der ehemalige norwegische Handball-Nationalspieler zuletzt beim Spitzenteam Elverum in seinem Heimatland. Das beeindruckte auch Szilagy.
Handball: Lund die "perfekte Lösung" für den THW KielDer ehemalige Weltklasse-Handballer hatte Lund dann rund eine Woche vor Bekanntgabe der Zusammenarbeit erstmals getroffen. "In den intensiven Gesprächen wuchs immer mehr die Überzeugung, dass seine Arbeitsweise und seine Werte zu uns passen. Er war sehr gut informiert über den Kader und die Situation, in der wir sind. Dann haben wir innerhalb kürzester Zeit Nägel mit Köpfen gemacht", verriet er.
Von den alten Erfolgen war der THW Kiel zuletzt weit entfernt. Nachdem man in der abgelaufenen Saison nur den sechsten Platz belegt und damit erstmals seit 33 Jahren den Europapokal verpasst hatte, wurde Trainer Filip Jicha nach Saisonende von seinen Aufgaben entbunden. Mit Lund, so glaubt man an der Förde, hat man nun den idealen Nachfolger für den Tschechen gefunden.
"Börge hat sich als Typ über die Jahre – wie wir alle – weiterentwickelt. Er ist ein sehr ruhiger, aber trotzdem kommunikativer Typ – eine seiner großen Stärken. Er schafft es, die Leute mitzunehmen. Er hat einen klaren Plan und trifft seine Entscheidungen mit Überzeugung", so Szilagy, der seinen ehemaligen Mitspieler daher als "perfekte Lösung" für den Trainerposten bezeichnete.
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