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Hohes Defizit trotz Rekordeinnahmen: Oytens Finanzdilemma

Дата публикации: 14-11-2025 11:52:52

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer steigen und steigen – dennoch wird im Oytener Rathaus fürs nächste Jahr mit einem dicken Minus kalkuliert. Wie es dazu kommt und in welche Projekte Millionenbeträge fließen.

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Haushaltsplan für 2026 Hohes Defizit trotz Rekordeinnahmen: Oytens Finanzdilemma

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer steigen und steigen – dennoch wird im Oytener Rathaus fürs nächste Jahr mit einem dicken Minus kalkuliert. Wie es dazu kommt und in welche Projekte Millionenbeträge fließen.

Auch 2026 nimmt die Gemeinde Oyten wieder viel Geld für Investitionen in die Hand.

Auch 2026 nimmt die Gemeinde Oyten wieder viel Geld für Investitionen in die Hand. Karl-Josef Hildenbrand/DPA

Rund 6 Millionen Euro – so hoch ist das von der Oytener Verwaltung prognostizierte Defizit im ordentlichen Ergebnis für das Haushaltsjahr 2026. Nur dank zahlreicher außerordentlicher Erträge durch Grundstücksverkäufe kann das negative Jahresergebnis auf immerhin nur etwa 2 Millionen Euro gedrückt werden. Dennoch findet Kämmerin Cordula Schröder, dass dieser Fehlbetrag ein "ziemliches Brett" ist. Zumal es im Finanzhaushaltsplan nicht besser aussieht. Bei der Prognose für den Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit müsste eigentlich ein positiver Betrag in mindestens der Höhe stehen, wie Kredite abbezahlt werden. Tut er aber nicht. Stattdessen rechnet die Gemeinde mit einer roten Zahl von mehr als 4 Millionen Euro.

Die Gemeinde Oyten gilt als finanzstark – wieso geht die Verwaltung von diesen hohen Fehlbeträgen aus?

Ein Stück weit wird ihr die eigene Wirtschaftskraft zum Verhängnis. Die kalkulierten Einnahmen aus der Gewerbesteuer erreichen einen neuen Höchstwert. Einnahmen von etwa 16,4 Millionen Euro sind eingeplant, was fast 40 Prozent der gesamten Erträge entspricht. "Das ist phänomenal", findet Schröder. Eine direkte Folge dieser Entwicklung ist jedoch, dass die Gemeinde keine Schlüsselzuweisungen mehr erhält. Im Gegenteil: Es droht sogar als finanzstarke Kommune die Zahlung einer Finanzausgleichsumlage. In jedem Fall steigen im Vergleich zu 2025 die Abgaben bei der Gewerbesteuerumlage und der Kreisumlage – letztere allein um 2 Millionen Euro. "Und schon bleibt da nichts mehr über", erklärt Schröder.

Wofür gibt die Gemeinde außerdem besonders viel Geld aus?

Ein großer Posten ist die Ausgabe für das Personal. Im Jahr 2026 werden die Aufwendungen dafür wieder einmal deutlich ansteigen: von 14,9 Millionen Euro in diesem Jahr auf dann 16,4 Millionen Euro. Ursächlich dafür sind tarifliche Erhöhungen. Und dann plant die Gemeinde auch im kommenden Jahr Investitionen in Höhe mehrerer Millionen Euro.

In welche Projekte fließt 2026 besonders viel Geld?

Allein für den "Stadtumbau" West, dahinter verbirgt sich insbesondere die Gestaltung der "Neuen Ortsmitte", ist mit 3,56 Millionen Euro verbucht. Für den Erwerb von Immobilien, Grund und Boden will die Gemeinde 3 Millionen Euro ausgeben, der Straßenausbau Thünen schlägt mit fast derselben Summe zu Buche. 2 Millionen Euro sollen in die Eigenkapitalerhöhung der Netzgesellschaft Oyten GmbH fließen, eine Million muss für den Anbau einer Mensa an die Grundschule Sagehorn berappt werden. Ausgaben im mittleren sechsstelligen Bereich werden beispielsweise für die Erweiterung der Kita Am Berg sowie den Kauf von Fahrzeugen und Maschinen für den Bauhof fällig.

Muss die Gemeinde dafür neue Kredite aufnehmen?

Ja, und das nicht zu knapp. Am Finanzmarkt und bei der Kreisschulbaukasse werden Kredite in Höhe von mehr als 10 Millionen Euro aufgenommen. Zuletzt war es der Gemeinde gelungen, langsam, aber sicher ihren Schuldenstand zu minimieren, durch die neuen Kredite steigt dieser dann aber rasant an: Kalkuliert wird Ende 2026 mit einem Schuldenstand von rund 14,4 Millionen Euro.

Was ist die Konsequenz aus all dem?

"Sparen ist angesagt", machte Schröder deutlich. Die Politik müsse sich bei künftigen Projekten die Frage stellen: "Ist das wirklich erforderlich?"

Gibt es denn auch Grund zur Hoffnung, dass das Haushaltsjahr 2026 gar nicht so schlecht ausfallen wird wie prognostiziert?

Hoffnung macht ein Vergleich mit dem noch laufenden Haushaltsjahr. Für dieses war mit 5,6 Millionen Euro auch ein dicker Minusbetrag im ordentlichen Ergebnis eingeplant, aktuell geht Schröder davon aus, dass unterm Strich doch eine positive Zahl stehen wird. Das liegt einerseits an 2 Millionen Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer und andererseits daran, dass nicht alle eingestellten Investitionsmittel auch abgerufen wurden. Diese Kosten entfallen jedoch nicht, sondern wandern einfach nur weiter.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 8.95. Источник: www.weser-kurier.de.