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Wachstum in unsicheren Zeiten: Volksbank Osterholz-Bremervörde legt zu

Дата публикации: 13-03-2026 11:02:00

Von "Stabilisierungstendenzen in unsicherer Lage" spricht der Vorstand der Volksbank Osterholz-Bremervörde mit Blick auf das vergangene Geschäftsjahr. Die Zahl der Mitglieder sei erstmals über 30.000 gestiegen.

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Der Vorstand der Volksbank Osterholz-Bremervörde legte die Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2025 vor. Das Foto zeigt (von links) Michael Kersting, Jan Mackenberg und Stefanie Kase.

Der Vorstand der Volksbank Osterholz-Bremervörde legte die Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2025 vor. Das Foto zeigt (von links) Michael Kersting, Jan Mackenberg und Stefanie Kase. Volksbank

"2025 war ein starkes Jahr für uns." Jan Mackenberg, Vorstandssprecher der Volksbank Osterholz-Bremervörde, zog bei der obligatorischen Bilanz-Pressekonferenz ein positives Fazit. Ein mehr als dreiprozentiges Wachstum ließ die Bilanzsumme auf fast 1,84 Milliarden Euro anwachsen. Für Mackenberg spricht daraus das Vertrauen von 65.700 Privat- und Geschäftskunden, deren Gesamtzahl sich 2025 unterm Strich kaum verändert habe.

Was waren die Wachstumstreiber?

Überdurchschnittlich liefen die Geschäfte vor allem dank der Verbundpartner aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe (Union Investment, Schwäbisch Hall, R+V-Versicherungen und andere). Anleger schichteten Sparguthaben in Tagesgeld, Fonds und Anleihen um. Auf dem Bausektor wie auch in der gesamten Konjunktur seien trotz unsicherer Lage erste "zarte Stabilisierungstendenzen" zu spüren, so Mackenbergs Stellvertreter Michael Kersting.

In der hauseigenen Bilanz steht einem Anlagevolumen von fast 1,33 Milliarden Euro (plus 2,07 Prozent) nun ein Kreditvolumen von gut 1,37 Milliarden Euro (plus 9,32 Prozent) gegenüber. Vorstandsmitglied Stefanie Kase sagte, beim Anlegen, Versichern und Finanzieren setze ihr Haus auf eine gründliche, nachhaltige Kundenberatung. Die Gesamtzahl aller Kreditzusagen sei im Vorjahr auf 4246 kräftig angestiegen. Dabei müsse die Bank wegen aufsichtsrechtlicher Vorgaben der sogenannten CRR-Richtlinie die Bonität der Darlehensnehmer inzwischen strenger prüfen als früher. "Wir werden auf unsere Kunden zugehen und Unterlagen anfordern, um die vorgelegten Sicherheiten neu zu bewerten", erklärte Kase.

Wie entwickeln sich die Mitgliederzahlen?

Erstmalig zählt das genossenschaftlich organisierte Geldinstitut seit dem Vorjahr mehr als 30.000 Mitglieder. Das Bonus-Programm für die Anteilseigner soll passend dazu aktuell um weitere Vorteile ausgebaut werden: Stefanie Kase zufolge sorgen Regionalpartner wie Feinkost Ilchmann, der Kluster Hof oder das Delphino Bremervörde dafür, dass registrierte Mitglieder über das Cashback-Verfahren "Mein Plus" bei Zahlung per Karte oder Handy automatisch ein paar Prozente zurückerhalten; deren Höhe legen die jeweiligen Geschäftspartner fest.

Wie hoch ist der Gewinn?

Außerdem können sich die 30.126 Mitglieder bei der Vertreterversammlung am 9. Juni wieder auf eine solide Dividende ihrer Geschäftsanteile freuen. Im Vorjahr wurden, wie berichtet, bei einem Gewinn von 2,1 Millionen Euro immerhin 4,25 Prozent Dividende ausgeschüttet. Ungefähre Angaben zum diesjährigen Bilanzüberschuss waren dem Vorstand jetzt nicht zu entlocken; die Gesamtentwicklung sei aber positiv, hieß es auf Nachfrage.

Wo wurde zuletzt besonders investiert?

Die Volksbank ist nicht nur regionaler Förderer und Sponsor von fast 300 Empfängern, an die zuletzt 276.000 Euro ausgeschüttet wurden. Eine siebenstellige Summe wurde zudem allein in die Modernisierung der Lilienthaler Geschäftsstelle investiert. Diese öffnete mit knapp dreimonatiger Verspätung erstmalig am vergangenen Montag für die Kunden, bevor sie im kleinen Kreis offiziell am Dienstag, 17. März, eingeweiht wird. Ein Tag der offenen Tür für die ganze Familie ist an der Hauptstraße 77 für Sonntag, 31. Mai, geplant.

Die Erhöhung der Schutz- und Sicherheitsstandards an allen Standorten lasse man sich einiges kosten, betonte Michael Kersting und verwies dabei explizit auch auf die Schließfachbereiche. Die nächste große Renovierung werde spätestens 2027 die Filialen Bremervörde oder Gnarrenburg betreffen.

Wie entwickelt sich das Online-Banking?

Obwohl sich Bargeld und Papierüberweisungen weiter auf dem Rückzug befinden, bleibt die Volksbank auf absehbare Zeit mit elf Geschäftsstellen und vier SB-Standorten in der Fläche präsent. Ein Abbau von Bargeldautomaten sei nicht geplant, so Michael Kersting. Man habe im Vorjahr 628.821 Abhebungen gezählt – ein Rückgang von fast sieben Prozent. Neben den 1,25 Millionen bargeldlosen Überweisungen – fast sieben Prozent mehr als im Vorjahr – nehmen sich die 35.601 "beleghaften" Überweisungen fast schon bescheiden aus.

Kersting betonte, die Nutzung der Terminals, des Online-Bankings und vor allem der bankeigenen App seien allemal sicherer und auch komfortabler als die Nutzung von Überweisungsträgern. Besonders werbe er für die Sicherheitsvorteile des Zahlungsdiensts Wero, der seit 2024 auf mobilen Endgeräten verfügbar ist und der nun auf gewerbliche Anbieter ausgeweitet wird. Die europäische Paypal-Alternative hat in Deutschland bislang rund drei Millionen Nutzer – der kalifornische Online-Bezahldienst hat hierzulande zehn- bis zwölfmal so viele aktive Konten.

Wie steht es um neue Geschäftsfelder?

Mit der Ende 2025 gegründeten "VB Bauland GmbH & Co. KG" will die Volksbank ihre Aktivitäten bei der Entwicklung und Erschließung von Baugrundstücken bündeln und erweitern. "Der Wohnraumbedarf ist groß", erklärte Mackenberg; allein in der Kreisstadt fehle eine dreistellige Zahl an Wohnungen, wobei der Mietwohnungsbau – weil wirtschaftlich uninteressant – praktisch zum Erliegen gekommen sei. Und geeignete und bezahlbare Bauplätze seien knapp. Am Windhornsfeld in Hambergen sei bereits die Hälfte aller Grundstücke reserviert oder verkauft; in Buschhausen sei drei Jahre nach Erschließungsbeginn inzwischen gar nichts mehr zu haben. Da die Volksbank in der Kreisstadt und in Lilienthal bereits Mitgesellschafterin kommunaler Entwicklungsfirmen sei, richte die neue Bauland-Tochter den Fokus vor allem auf den nördlicheren Teil des Geschäftsgebiets. Die Überlegung dabei: Nachdem Immobilienkredite zuletzt eher in den Kauf von Bestandsimmobilien gingen, deuten die Zeichen auf einen gewachsenen Nachholbedarf bei den Neubauten hin.

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