Auf dem Flugplatz Ganderkesee ist es erneut zu einem Unfall gekommen. Ein Hubschrauber stürzte ab, die beiden Insassen erlitten leichte Verletzungen. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort.
Auf dem Flugplatz Ganderkesee ist es erneut zu einem Unfall gekommen. Ein Hubschrauber stürzte ab, die beiden Insassen erlitten leichte Verletzungen. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort.
Bei dem Unfall wurden zwei Personen leicht verletzt. Nonstop News
Zwei Wochen nach einem tragischen Flugzeugabsturz ist es auf dem Flugplatz Ganderkesee erneut zu einem Absturz gekommen. Dieses Mal traf es einen kleinen Hubschrauber, dessen Insassen Glück im Unglück hatten. Sie erlitten nur leichte Verletzungen. Am 25. Juli waren hingegen zwei Menschen ums Leben gekommen.
Wie die Feuerwehr mitteilt, stürzte gegen 11 Uhr ein Hubschrauber auf den Grünstreifen neben der Landebahn. "Nach ersten Erkenntnissen stürzte die Maschine aus einer Höhe von etwa zwei Metern ab, schlug mit der Seite auf dem Boden auf und blieb anschließend auf der Seite liegen", hieß es in dem Einsatzbericht.
Die Rotorblätter brachen ab und wurden mehrere Meter durch die Luft geschleudert.
Foto: Nonstop News
Bei dem Aufprall rissen die Rotorblätter ab und wurden mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Die beiden Insassen erlitten dabei glücklicherweise nur leichte Verletzungen. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot von insgesamt 40 Einsatzkräften vor Ort. Die Feuerwehr sicherte die Maschine, um weitere Gefahren auszuschließen. Die Einsatzkräfte streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und klemmten die Batterie ab.
Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Verletzten um den 68-jährigen Piloten und einen 80-jährigen Fluggast. Nach Flugmanövern in sehr niedriger Höhe habe der Pilot aus dem Schwebeflug wieder durchstarten wollen. "Dabei reagierte nach Angaben des 68-jährigen Piloten die Maschine nicht entsprechend der Bedienung und kam mit den Rotorblättern auf dem Boden auf", hieß es im Bericht der Polizei.
Sowohl der Pilot als auch der Fluggast konnten sich nach dem Absturz aus eigener Kraft aus dem Helikopter befreien. Den 80-Jährigen brachten Rettungskräfte vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Bei der Maschine handelt es sich um einen Ultraleichthubschrauber mit zwei Sitzplätzen, der erheblich beschädigt wurde.
"Bei einem solchen Unfall geht der erste Blick immer in Richtung der schlimmsten Szenarien. Umso erleichterter sind wir, dass die beiden Personen nur leicht verletzt wurden. Dass es nun, nur zwei Wochen nach dem vergangenen Unfall, erneut zu einem solchen Ereignis gekommen ist, ist ein unglücklicher Zufall", erklärte Jannik Stiller, Sprecher der Kreisfeuerwehr Oldenburg.
Dass es erneut zu einem solchen Ereignis gekommen ist, ist ein unglücklicher Zufall.
Jannik Stiller, Kreisfeuerwehr Oldenburg
Nach rund einer Stunde konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen. Die Sicherung der Unfallstelle übernahmen die zuständigen Behörden. Am Nachmittag war der beschädigte Hubschrauber bereits beseitigt, sodass der Flugbetrieb wie gewohnt weitergehen konnte. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Bereits am 25. Juli war es nahe des Flugplatzes zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Eine Kleinmaschine stürzte beim Landeanflug in ein Wohnhaus, die beiden Insassen starben. Die genaue Ursache dieses Absturzes ist unklar; einen technischen Defekt oder einen medizinischen Notfall schließen die Ermittler allerdings aus.
Das einmotorige Kleinflugzeug des Typs Tecnam P2010 war nach Angaben der Polizei am 25. Juli zunächst in Bremen gestartet und anschließend in Ganderkesee zum Tanken gelandet. Nach dem erneuten Start stürzte die Maschine gegen 11 Uhr in ein Wohnhaus am Stettiner Weg. Die beiden Insassen, ein 65- und ein 77-jähriger Mann aus Bremen, kamen dabei ums Leben.
Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wird zunächst ein Zwischenbericht im Herbst erwartet. Dabei untersuchen die Experten das Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Umwelt. Unter anderem wird geprüft, ob der Pilot korrekt gehandelt hat, ob das Flugzeug technisch ordnungsgemäß gewartet wurde und ob äußere Einflüsse wie Wetter oder Wind eine Rolle gespielt haben. Der Abschlussbericht soll voraussichtlich innerhalb eines Jahres vorliegen.
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