Die sogenannten „Transfer-Insider” Florian Plettenberg und Fabrizio Romano zoffen auf Twitter über einen Spielerwechsel. Vorwürfe von Fake News und respektlosem Reporting stehen im Raum.
Die sogenannten „Transfer-Insider” Florian Plettenberg und Fabrizio Romano zoffen auf Twitter über einen Spielerwechsel. Vorwürfe von Fake News und respektlosem Reporting stehen im Raum.
In der Welt des Sportjournalismus ist es nicht ungewöhnlich, dass Reporter auf Twitter ihre Meinungen und Informationen austauschen. Wenn solche Diskussionen in einen öffentlichen Streit umschlagen, steigt die Aufmerksamkeit.
Plettenberg, bei Sky angestellt, begann den Schlagabtausch mit einer kritischen Anmerkung zur Situation um Elfenbeinküste-Star Diomande. Er wunderte sich, dass es trotz der Berichte über eine angebliche Einigung zwischen RB Leipzig und Real Madrid keinen benannten Transferbetrag gebe.
„Wenn es bereits eine vollständige Vereinbarung gäbe, wäre es doch möglich, die genaue Ablösesumme zu berichten“, schrieb Plettenberg. Zudem äußerte er die Vermutung, dass ein angeblich abgelehntes Angebot in Höhe von 100 Millionen Euro darauf hindeutet, dass der endgültige Betrag deutlich darüber liegen dürfte.
Romano reagierte prompt und mit scharfen Worten. Der Italiener warf Plettenberg vor, in der Debatte um Diomande von den Tatsachen abzulenken und sich auf „Fake News“ zu stützen. Insbesondere verwies er auf Berichte über ein angebliches Angebot von Manchester City, das in den letzten Tagen kursierte, und stellte klar, dass diese Informationen nicht stimmen würden.
„Wir wissen alle, dass Madrid die Verhandlungen vorantreibt“, schrieb Romano. Sein Ton war provokant, als er Plettenberg aufforderte, sich erst um dessen eigene Informationen zu kümmern, bevor er andere kritisiere.
Plettenberg konterte. Der Sky-Reporter erklärte, dass Romanos Vorwurf der „Fake News“ eine Grenze überschreite. Er erinnerte ihn daran, dass dessen Verkündung über Jürgen Klopp als neuen deutschen Nationaltrainer respektlos gewesen sei. Tatsächlich hatte Romano kurz nach Bekanntgabe des DFB, mit Klopp zu reden, seinen berühmten „Here we go“-Spruch veröffentlicht, der nahelegt, dass eine Einigung erfolgt sei – dies war zu dem frühen Zeitpunkt aber noch nicht der Fall gewesen.
Zudem kritisierte Plettenberg, dass Romano sich auf Wahrscheinlichkeiten statt auf tatsächliche Vereinbarungen stütze und dass seine Berichterstattung oft auf die Schnelligkeit der Veröffentlichung ausgerichtet sei, nur um die Konkurrenz zu überholen.
Romano konterte mit einem weiteren persönlichen Angriff und brachte ein früheres Gespräch zur Sprache, in dem Plettenberg um Ratschläge zur Steigerung seiner Follower-Zahl gebeten hatte. „Es ist ironisch, dass du jetzt anderen das Reporting beibringen willst“, bemerkte Romano.
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Plettenberg ließ das nicht auf sich sitzen: „Dein größtes Problem ist bis heute, dass alles, was du nicht weißt oder nicht hast, automatisch falsch ist oder nie passiert ist. Zum Glück weißt du nicht alles“, schrieb er. Und weiter: „Du warst früher ein Vorbild für viele. Auch für mich. Leider gilt das für mich nicht mehr.“
Der öffentliche Austausch zwischen den beiden Journalisten wirft nicht nur Fragen zur Glaubwürdigkeit ihrer Berichterstattung auf, sondern zeigt auch, wie der Druck, schnell zu berichten und im Wettlauf um die besten Nachrichten vorne zu sein, zu Spannungen und Konflikten führen kann.
In einer Branche, in der Vertrauen und Integrität entscheidend sind, könnte dieser Vorfall langfristige Auswirkungen auf die Reputation der Reporter haben und das Vertrauen der Leser beeinträchtigen.
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