Derzeit wird in Köln eine Wohnung angeboten, die "ideal für Singles oder Wochenendheimfahrer" sei. Sie kostet bei rund 10 Quadratmetern 500 Euro kalt.
Derzeit wird in Köln eine Wohnung angeboten, die "ideal für Singles oder Wochenendheimfahrer" sei. Sie kostet bei rund 10 Quadratmetern 500 Euro kalt.
Leben auf engstem Raum – das ist für einige Menschen Alltag. In Köln wird derzeit eine Wohnung angeboten, die Ähnliches zeigt. Man bekommt rund 10 Quadratmeter Wohnfläche und soll dafür 500 Euro kalt im Monat zahlen – also 50 Euro pro Quadratmeter. Angeboten wird dies im Kölner Veedel Eigelstein.
Die Wohnung sei im "modernen Micro-Loft-Stil" gehalten, wie in der Anzeige auf Immoscout24 beschrieben wird. Ein Highlight sei das Bad, welches "offen in den Raum integriert und nicht durch eine Tür abgetrennt" ist. Das unterstreiche den Loft-Charakter der Wohnung.
Hans Jörg Depel, Geschäftsführer des Kölner Mietervereins, spricht gegenüber "T-Online" von "Wahnsinn, der momentan in Metropolen wie Köln, Bonn, München, Berlin, Frankfurt und Stuttgart" stattfinde.
Eine solche Anzeige habe Depel noch nicht in Deutschland gesehen, nur im "teuren Tokio", berichtet er gegenüber "T-Online". Dort habe er sich bereits gewundert, "was es alles gibt und dass die Leute das akzeptieren".
Trotz des Preises geht Depel davon aus, dass die Wohnung im Eigelstein "bald vermietet sein wird", wie das Portal berichtet.
Wie die rechtliche Bewertung der angegebenen Wohnung aussieht, kann man anhand der öffentlichen Informationen nicht beurteilen. Dazu fehle beispielsweise das Baujahr des Objektes, wie "T-Online" schreibt. Dadurch sei unklar, ob die Mietpreisbremse greife.
Aber da die Wohnung möbliert angeboten wird, komme auch die Schwierigkeit hinzu, die Möbel aus der "Vergleichsmiete herauszurechnen", so das Portal weiter. Für möblierte Wohnungen können Vermieter einen Zuschlag auf die übliche Miete verlangen – einheitliche gesetzliche Berechnungsmethoden gebe es da nicht, berichtet die "Rechtsanwaltskanzlei KGK".
Beispielsweise gebe es Modelle, in denen Möbel nach sieben beziehungsweise zehn Jahren abgeschrieben sind. Aber auch danach sei es möglich, dass rund 30 Prozent des "ursprünglichen Anschaffungspreises" monatlich auf den Mieter umgelegt werden. Dies sei im Rahmen des Hamburger Modells möglich, wie die Kanzlei weiter berichtet.
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Immer wieder gibt es da allerdings Ausreißer – beispielsweise wurde in München kürzlich eine 60-Quadratmeter-Wohnung für 2550 Euro angeboten. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 42,89 Euro.