Algen und Moose auf Fassaden sind ein häufiges Ärgernis, das zu unansehnlichen grünen oder grauen Streifen führen kann.
Algen und Moose auf Fassaden sind ein häufiges Ärgernis, das zu unansehnlichen grünen oder grauen Streifen führen kann.
Wenn sich Algen oder Moose auf einer Fassade ausbreiten, entstehen oft in kurzer Zeit grüne oder graue Streifen, die sogar großflächig auftreten und sehr unattraktiv wirken. Woher kommen diese Ablagerungen und welche Gegenmaßnahmen sind sinnvoll?
Luca Arenz ist Ingenieur mit Schwerpunkt auf der nachhaltigen Bauplanung. Er ist Teil unseres Netzwerks EXPERTS Circles.
Zusätzlich sind Nordseiten anfälliger, weil hier keine direkte Sonneneinstrahlung stattfindet, wodurch die Fassade schwerer abtrocknet. Auch Westfassaden, die vermehrt Regen ausgesetzt sind, können stärker betroffen sein und bieten Algen und Moosen ideale Wachstumsbedingungen.
Bäume oder andere hohe Pflanzen in der Nähe der Hauswand können das Problem zusätzlich verschärfen. Einerseits werfen sie Schatten auf die Fassade, sodass Feuchtigkeit zum Beispiel durch Tauwasser schlechter verdunstet. Andererseits begünstigt ihre Nähe den direkten Übertrag von Sporen auf die Wand.
Südseiten hingegen sind häufig weniger betroffen, da sie in der Regel mehr Wärme abbekommen und schneller trocknen. Sind Gebäude jedoch so angeordnet, dass Sonne und Wind nur eingeschränkt am Mauerwerk ankommen, erhöht sich das Risiko für Algen- und Moosbefall.
Hausfassaden, die gedämmt sind, zeigen häufiger unerwünschtes Wachstum, weil von innen weniger Wärme nach außen dringt und die Außenwand dadurch kälter bleibt. Kältere Luft nimmt insgesamt weniger Feuchtigkeit auf, was die Kondensatbildung an der Fassade begünstigt. Infolgedessen kann die Wand länger feucht bleiben und bietet so einen geeigneten Nährboden für Moose und Algen.
Auch auf dauerhaft gekippten Fenstern kann erhöhte Feuchtigkeit auf die Oberkante der Fensterlaibung einwirken. Vor allem Bäder, Küchen und Schlafzimmer sind hiervon betroffen, da in diesen Räumen mehr Wasserdampf entsteht. Regelmäßiges Stoßlüften anstelle von andauernder Kipplüftung kann hier helfen, um die Luftfeuchte zu reduzieren.
Eine weitere Möglichkeit, den Bewuchs zu verhindern, besteht darin, Bepflanzung nicht unmittelbar an die Fassade zu setzen. So kann die Sonnenwärme wirkungsvoller einwirken und durch Wind eine bessere Hinterlüftung stattfinden. Zusätzlich kann ein Edelkratzputz eingesetzt werden, dessen Struktur minimal absandet und so angesiedelte Sporen wieder abfallen lässt. Auch spezielle Putzfarben mit hohem Kunststoffanteil erschweren die Ansiedlung von Moosen und Algen.
Welche Methoden haben Sie bereits ausprobiert, um eine übermäßige Moos- oder Algenbildung an Ihrer Fassade zu vermeiden? Vielleicht haben Sie Tipps, die Sie weitergeben möchten. Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen und freuen uns, von Ihren Lösungen zu hören.
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