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Heimische Schlangen bestimmen: Schlangenarten in Deutschland

Дата публикации: 29-04-2026 08:35:00

Heimische Schlangen zu bestimmen, ist nicht nur spannend, sondern hilft auch dabei, giftige von ungiftigen Tieren zu unterscheiden. Die meisten sind harmlos.

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Heimische Schlangen zu bestimmen, ist nicht nur spannend, sondern hilft auch dabei, giftige von ungiftigen Tieren zu unterscheiden. Die meisten sind harmlos.

Heimische Schlangen bestimmen - So erkennen Sie eine Ringelnatter

Eine der bei uns am häufigsten vorkommende Schlangen ist die Ringelnatter (Natrix natrix). Sie ist in fast ganz Deutschland zu finden. Diese vollkommen ungiftige Schlange hat einen olivgrünen Körper und zwei gelbe Flecken hinter dem Kopf, die beinahe wie ein Halsring aussehen. Diesen verdankt die Ringelnatter ihren Namen. Ringelnattern halten sich gerne in der Nähe von Gewässern auf. Die Tiere können auch ausgezeichnet schwimmen. Amphibien gehören zur Leibspeise der Ringelnatter. Männliche Tiere werden rund 70 Zentimeter lang, die Weibchen können doppelt so lang werden.

Ringelnatter, natrix natrix, Wasser, Schlange Copyright: xSIMIx ALLWS622439

Eine Ringelnatter ist vollkommen ungiftig. imago images / allOver

Die Schlingnatter ist die kleinste Schlangenart in Deutschland

Auch die Schlingnatter (Coronella austriaca) ist fast überall in Deutschland heimisch und entsprechend häufig zu entdecken. Sowohl die Männchen, als auch die Weibchen werden nur selten länger, als 80 Zentimeter. Während die Männchen eine rotbraune Färbung aufweisen, sind die Weibchen eher grau gefärbt. Beide Geschlechter tragen ein gleichmäßiges Fleckenmuster sowie einen halbmondförmigen Fleck am Hinterkopf. Auf den ersten Blick sieht die Schlingnatter der giftigen Kreuzotter ähnlich. Im Gegensatz zu dieser ist die Schlingnatter aber vollkommen harmlos

Schlingnatter (Coronella austriaca), Kärnten, Österreich, Europa *** Smooth snake Coronella austriaca , Carinthia, Austria, Europe Copyright: imageBROKER K.xHinze iblhik05169286.jpg

Die Schlingnatter ist harmlos. imago images / imagebroker

Die Würfelnatter ist ein seltener Anblick

Bei der Würfelnatter (Natrix tessellata) handelt es sich um eine ebenfalls ungiftige Schlange, vor der Menschen sich nicht fürchten müssen. Die Chance ihr zu begegnen ist allerdings verschwindend gering. Denn die hübsche Schlange ist von dem Aussterben bedroht und in Deutschland mittlerweile nur noch als drei isolierte Populationen in Rheinland Pfalz. Die Färbung kann von grau und braun bis zu oliv variieren. Den Name Würfelnatter trägt die Schlange, da ihr Schuppenkleid mit quadtratischen Flecken bedeckt ist. Während die Männchen nur etwa 70 cm Zentimeter lang werden, ist eine Länge von 1,20 Meter bei den Weibchen nicht ungewöhnlich.

Würfelnatter (Natrix tessellata) sonnt sich auf Stein, Ungarn, Europa Copyright: imageBROKER JustusxdexCuveland ibxuve04148797.jpg

Die Würfelnatter ist vor dem Aussterben bedroht. imago images / imagebroker

Die Äskulapnatter ist das Symboltier der Apotheker

Wohl die meisten Menschen sind der Äskulapnatter (Zamenis longissimus) schon einmal begegnet. Denn diese Schlange ringelt sich an fast jeder Apothekentür um den Äskulapstab. In der freien Wildbahn hingegen kann man diesem Tier in Deutschland nur noch selten begegnen. Denn die Äskulapnatter kommt bei uns nur noch in sehr kleinen und isolierten Gebieten im Süden Hessens, im südlichen Rheingau und an den Donauhängen bei Passau vor. Die Äskulapnatter wird durchschnittlich etwa 1,5 Meter lang, männliche Tiere können aber auch die 2 Meter Marke knacken. Erwachsene Tiere sind glänzend olivgrün, graubraun oder grauschwarz gefärbt. Die einzelnen Schuppen sind teilweise hell umrandet. Der Bauch der Tiere ist heller gefärbt.

Äskulapnatter (Elaphe longissima)

Äskulapnattern ringelt sich an fast jeder Apothekentür um den Äskulapstab. imago images / McPHOTO/Helwig

Eine giftige Schönheit - Die Apsisviper

Nicht nur harmlose Schlangenarten leben in Deutschland. Auch Giftschlangen kann man hier begegnen. Eine davon ist die Aspisviper (Vipera aspis). Die Weibchen sind mit etwa 70 Zentimeter Körperlänge eher klein, während es die Männchen auf bis zu 90 Zentimeter bringen. Aspisvipern sind graubraun, ockerfarben oder rostrot gefärbt und tragen eine markante, zackenartige Rückenzeichnung. Es gibt aber auch vollkommen schwarze Exemplare. In Deutschland kommt die Aspisviper nur noch im Süden des Schwarzwalds vor. Obwohl das Gift der Apsisviper weniger gefährlich ist, als das der Kreuzotter, kann ein Biss dieser Tiere für den Menschen im schlimmsten Fall tödlich sein.

Aspisviper (vipera aspis), Giftige Schlange in Frankreich *** Asp viper vipera aspis , Poisonous snake in France Copyright: imageBROKER G.xLacz ibllag05286494.jpg

Aspisvipern kommen nur noch im Süden des Schwarzwalds vor. imago images / imagebroker

Die Kreuzotter ist die gefährlichste Schlangenart Deutschlands

Von allen Vipern besitzt die Kreuzotter (Vipera berus) das größte Verbeitungsgebiet. Sie ist die einzige Schlangenart, die auch nördlich des nördlichen Polarkreises zu finden ist. In Deutschland lebt sie vor allem in den Heidegebieten Norddeutschlands, im östlichen Mittelgebirge und auf der Schwäbischen Alb, sowie im Schwarzwald. Mit maximal 90 Zetimetern Länge ist die Kreuzotter nicht besonders groß. Ihre Färbung ist meist gräulich silber. Aber auch rötliche oder sogar rein schwarze Tiere kommen vor. Diese komplett dunkel gefärbten Tiere werden auch Höllenottern genannt. Normal gefärbte Kreuzottern tragen ein dunkles Zickzack- oder Rautenmuster auf dem Rücken. Das Gift kann für den Menschen tödlich sein, ist aber vor allem für Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich. Kreuzottern sind nicht aggressiv, sondern eher scheu und beißen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.

Kreuzotter im Wildpark - Schwarze Berge - in Hamburg

Die Kreuzotter ist die gefährlichste Schlangenart Deutschlands imago images / Strussfoto

Auch wenn eine bestimmte Schlangenart als ungefährlich gilt, sollte stets Vorsicht geboten sein. Wildtiere können unberechenbar reagieren und sich verteidigen, wenn sie sich bedroht fühlen. Ein zu geringer Abstand oder unbedachtes Verhalten kann daher zu Verletzungen führen. Grundsätzlich gilt: Wildtiere sollten nicht angefasst, bedrängt oder provoziert werden.

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