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Hornissen töten: Warum Sie das nicht tun sollten

Дата публикации: 30-04-2026 15:44:00

Hornissen sollten Sie nicht töten, auch wenn sie aufgrund ihrer Größe furchteinflößend wirken können. Sie sind wichtig für die Natur und schützenswert.

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Besonders geschützte Art

Hornissen töten: Warum Sie das nicht tun sollten

Eine Hornisse an einer Pflanze.

Hornissen greifen in der Regel nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. IMAGO / imagebroker

Donnerstag, 30.04.2026, 17:44

Hornissen sollten Sie nicht töten, auch wenn sie aufgrund ihrer Größe furchteinflößend wirken können. Sie sind wichtig für die Natur und somit schützenswert.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Hornissen töten? Lieber nicht!
  2. Das müssen Sie über Hornissen wissen
  3. So verhalten Sie sich bei Hornissen richtig
Hornissen töten? Lieber nicht!

Hornissen sind nicht gerade die beliebtesten Tiere. Dabei ist ihr Ruf – aggressiv, tödliches Gift etc. – schlechter als ihr tatsächliches Wesen. Die Insekten gehören zu den Faltenwespen und sind die größten ihrer Art. Zwischen 2,5 und 3,5 Zentimeter lang können die Tiere werden.

  • Dass der Stich einer Hornisse schmerzhafter und das Gift tödlicher ist als das einer normalen Wespe, stimmt aber nicht. Gefährlich wird es nur, wenn Sie allergisch auf das Gift reagieren. In diesem Fall zeigen Sie aber auch bei Wespen- oder Bienenstichen eine allergische Reaktion.
  • Auch wenn Sie Hornissen nicht mögen – Sie sollten davon absehen, eines der Tiere zu töten. Die Wespenart zählt laut Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) zu den besonders geschützten Arten. Das heißt: Hornissen stehen wie Bienen und Wespen auch unter Naturschutz.
  • Der Grund: Hornissen gelten als natürliche Schädlingsbekämpfer. Sie füttern ihre Larven nämlich mit anderen Insekten, darunter Wespen, Raupen, Fliegen und Heuschrecken.
  • Sollten Sie dennoch eine Hornisse fangen, verletzen oder töten beziehungsweise ein Nest zerstören oder von selbst umsiedeln, können Bußgelder von bis zu 65.000 Euro verhängt werden. Die Höhe der Strafe variiert von Bundesland zu Bundesland. Während Sie bei einem Vergehen im Saarland "nur" 10.000 Euro Strafe zahlen müssen, sind es in Brandenburg 65.000 Euro.
  • Wenn Sie Hornissen vorsätzlich oder fahrlässig anlocken und anschließend beseitigen, kann sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren drohen.
Das müssen Sie über Hornissen wissen

Hornissen sind nach den Vorschriften des allgemeinen Artenschutzes geschützt. Laut der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) dürfen Sie die Tiere nicht mutwillig beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund fangen, verletzen oder töten. Hornissen stehen unter besonderem Schutz, der sich mit einer unersetzlichen Funktion im Naturhaushalt begründet. 

  • Hornissen sind friedfertige Insekten. Sie stechen nur, wenn sie gestört oder verfolgt werden. Sollte Ihnen die Hornisse dennoch zu nahe kommen, können Sie Zitronenscheiben mit Gewürznelken oder Nelkenöl als sanfte Abwehr einsetzen.
So verhalten Sie sich bei Hornissen richtig

Wenn Sie ein Hornissennest im Garten haben, wo es nicht weiter stört – zum Beispiel in einem Baumstamm oder Vogelnistkasten –, lassen Sie die Tiere einfach in Ruhe. Mitunter werden Sie sogar einen positiven Effekt feststellen, weil Ihnen beim Essen im Garten keine Wespen mehr die Mahlzeit verderben.

  • Sollte sich doch mal eine Hornisse in Ihre Nähe verirren, verhalten Sie sich ruhig. Vermeiden Sie hektische Bewegungen wie das Wedeln mit den Armen. Und: Schlagen Sie weder mit der Hand noch mit einer Zeitung oder einem Schuh nach dem Tier. Das macht auch die friedfertigste Hornisse irgendwann wuschig.  
  • Halten Sie sich – soweit möglich – von dem Hornissennest fern. Fassen Sie es nicht an, verschließen oder verändern Sie nicht den Eingang. Jegliche Manipulation am Nest könnte die Hornissen verunsichern und aggressiv machen.
  • Sollte sich das Hornissennest an einem ungünstigen Ort befinden, zum Beispiel in einem Rollladenkasten oder unter einem Dachgiebel, müssen Sie einen Fachmann oder eine Fachfrau kontaktieren. Alleine dürfen Sie es nicht umsetzen. Die Hornissen bekämpfen dürfen Sie ebenso wenig.
  • Zuständig ist in diesem Fall die Naturschutzbehörde der Stadt- oder Landkreisverwaltung. Diese wird Ihnen einen Experten oder eine Expertin vorbeischicken, um das Nest fachmännisch umzusiedeln.

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