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DEL: Das sagt Peer Schopp zum Etat der Krefeld Pinguine

Дата публикации: 23-06-2026 14:16:13




Peer Schopp, der Geschäftsführer der Krefeld Pinguine, spricht über die Herausforderung DEL, den höheren Etat und die Kaderplanung.



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Interview · Peer Schopp, der Geschäftsführer der Krefeld Pinguine, spricht über die Herausforderung DEL, den höheren Etat und die Kaderplanung.

Die Krefeld Pinguine sind mitten in den Vorbereitungen für die neue Saison in der DEL. Nach dem Aufstieg in Folge der erteilten Lizenz spricht Geschäftsführer Peer Schopp im exklusiven Interview über die Herausforderung DEL, den deutlich erhöhten Etat und die Kaderplanung der Pinguine.

Herr Schopp, die Pinguine haben vor drei Wochen die Lizenz für die DEL erhalten. Wie viel Druck ist von Ihnen abgefallen?

Peer Schopp: Es war natürlich eine große Erleichterung für uns alle. Als wir in Kassel die Meisterschaft gewonnen haben, kam jeder zu uns und sagte: ,Ihr steigt auf, oder?‘. Zu dem Zeitpunkt stand dies aber keinesfalls fest. Der Aufstieg hat sich erst in den zweieinhalb Wochen bis zur DEL-Deadline positiv entwickelt.

Es wurde also Tag und Nacht für das Ziel DEL gearbeitet?

Schopp: Das kann man so sagen. Alle Beteiligten haben einen super Job gemacht, denn wir mussten sehr viele Sponsorenverträge nachweisen. Unsere Partner haben uns nicht im Stich gelassen, im Gegenteil, die Sponsoren haben ihr Volumen noch einmal erhöht, sodass wir das Ziel erreichen konnten.

Wie wichtig war der Meister-Sweep für die DEL-Deadline, die ja knapp drei Wochen später anstand?

Schopp: Im Nachhinein war es ein riesiger Vorteil für uns. Ich habe vorher immer gesagt, dass ein Extra-Heimspiel für die Kasse, die Euphorie und die Stimmung richtig gut gewesen wäre, aber diese drei Sweeps haben die Fans und Sponsoren noch heißer auf die DEL gemacht. Wir sind nicht einfach in die DEL gestolpert, sondern haben uns den Aufstieg absolut verdient.

Wann stand fest, dass die Pinguine die Unterlagen bei der DEL einreichen werden?

Schopp (lacht): In der Woche der Abgabe war mit Christi-Himmelfahrt noch ein Feiertag und da habe ich zu den Kollegen gesagt, dass es sehr knapp werden wird, da wir das Geld noch nicht hatten. Das Sponsoring war zwar auf dem Weg, aber die Zusagen fehlten. Zehn Stunden später war dann auf einmal alles da, Zusagen: Geld und auf einmal waren wir bereit, die Unterlagen einzureichen.

Wie schwer war es, die Sponsoren davon zu überzeugen, ihr Engagement weiter auszubauen?

Schopp: Die Gespräche haben wir schon im Januar angefangen und es war direkt viel Bereitschaft vorhanden. Nach dem Meister-Sweep waren viele direkt dabei und haben gesagt, dass sie den Weg auf jeden Fall mitgehen werden. Der Business-Bereich ist schon jetzt fast komplett ausverkauft.

Mit dem Antrag für die DEL-Lizenz haben die Pinguine auch neue Gesellschafter hinzubekommen. Wie kam es dazu?

Schopp: Dies kam ein wenig durch Mund-Propaganda. Wir Gesellschafter haben natürlich viele Gespräche geführt und dann führt eins zum anderen. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns noch breiter aufstellen konnten.

Waren Sie überrascht, dass die Lizenz dann so schnell kam?

Schopp: Nein, für uns war immer klar: Wenn wir die Unterlagen einreichen, dann bekommen wir auch die Lizenz. Der Haushaltsplan ist solide durchfinanziert mit einem vernünftigen Backup. Wir bekommen keine Probleme, wenn uns ab und an mal Zuschauereinnahmen fehlen.

Wie viel höher ist der Etat im Vergleich zur DEL 2?

Schopp: Also beim Ausgangsetat, immer ohne Play-offs gerechnet, sind wir schon bei 35 bis 40 Prozent mehr. Das brauchst du auch für die DEL, sonst kann man keinen vernünftigen Kader zusammenstellen. In der Vorsaison haben wir etwas mehr Geld für den Kader ausgegeben, was aber auch daran lag, dass wir uns Philip Gogulla nicht entgehen lassen konnten und am Ende der Saison mit C.J. Suess noch einmal Qualität in den Kader integriert haben.

Mit wie vielen Zuschauern kalkulieren Sie für die kommende Saison?

Schopp: Wir haben vorsichtig mit 5500 Zuschauern kalkuliert. Wir sind im Bereich der Dauerkarten auf einem sehr guten Weg. Wir wollen die 2500 Dauerkarten aus der Vorsaison wieder erreichen.

Für die DEL wurden die Preise auch angehoben.

Schopp: Genau. Wir mussten die Preise im gesamten Bereich anheben, da wir einen höheren Etat in der DEL brauchen. Wir gehen nicht in die DEL, um irgendwie mitzuspielen. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Wir wollen erfolgreiches Eishockey auf höchstem Niveau spielen.

Das Thema TV-Gelder ist ja besonders im ersten Jahr für die Pinguine auch ein großes.

Schopp: Wir bekommen knapp 500 000 Euro weniger TV-Gelder, da der Absteiger diese Summe als eine Art Start-Kapital mitbekommt. Diese Einnahmen müssen kompensiert werden. Allerdings bekommen die Zuschauer nun auch wieder ein Premiumprodukt angeboten. Wir spielen in der höchsten Liga gegen die besten Mannschaften des Landes.

Wie laufen die Pinguine-Mitgliedschaften an?

Schopp: Wir sind absolut überwältigt. Wir haben schon 2650 Mitglieder gewonnen und die Tendenz ist steigend.

Haben Sie sich schon ein Saisonziel gesetzt?

Schopp: Der Klassenerhalt ist für das erste Jahr das primäre Ziel. Es spielt keine Rolle, ob wir Elfter oder Dreizehnter werden, wir dürften nur nicht Letzter werden. Platz zehn wäre natürlich ein Traum, da wir uns dann noch für die Pre-Play-offs qualifizieren würden. Danach wollen wir die Mannschaft noch DEL-tauglicher machen.

DEL und DEL 2 sind ja auch zwei unterschiedliche Pflaster.

Schopp: Genau. In der DEL 2 braucht man viel Erfahrung, um den Sprung zurück in die DEL zu schaffen und in der DEL steht Geschwindigkeit und Technik ganz oben. Diesen Spagat müssen wir in der neuen Saison schaffen.

Sie haben Dresden oft als mahnendes Beispiel genannt. Wieso steigen die Krefeld Pinguine – anders als die Eislöwen – nicht direkt wieder ab?

Schopp: Wir haben eine andere Mannschaft und sind besser aufgestellt. Dresden gewann gegen Ravensburg im siebten Spiel in Overtime. Danny aus den Birken hat den Unterschied gemacht. Beide Teams waren auf demselben Niveau. Dresden bestand nur aus Erfahrung und konnte das DEL-Tempo nicht mitgehen. Einige Transfers sind nicht aufgegangen und dann bewegst du dich in dieser Abwärtsspirale.

Die Transfers der Pinguine dauern noch ein paar Tage und Wochen. Können Sie schon etwas zum Kader sagen?

Schopp: Unsere erste Reihe muss Tempo und Qualität bringen, dazu brauchen wir einen Top-Torhüter. Die zweite Reihe war in der DEL 2 die überragende Reihe und wird nun auch performen. Darüber hinaus haben wir genug junge und erfahrene Spieler, die dahinter ihre Rollen kennen.

Wie schwer ist es, aktuell Spieler zu verpflichten?

Schopp: Ich hätte es mir ehrlicherweise schwerer vorgestellt. Es sind genügend Spieler auf dem Markt, die Kunst ist nun, die richtigen für unser Spiel herauszupicken. Wir haben natürlich den großen Vorteil, dass wir den Import-Spielern die erste Reihe anbieten können. Viele Top-Vereine können dies nicht. Am Ende spielt aber auch der Preis eine Rolle. Wir können sicherlich nicht die Gehälter von Teams aus Tschechien oder den Top-Teams der DEL bezahlen.

Wollen Sie mit neun Imports in die Saison gehen?

Schopp: Das ist der Plan, der hängt aber auch von der Entwicklung ab. Wir haben eine klare Budgetvorgabe, die wir nicht überschreiten werden. Vielleicht gehen wir auch vorerst nur mit acht Importspielern. Das muss ja nicht zwingend ein Nachteil sein. Gegebenenfalls können wir im Dezember noch einmal nachlegen.

Ein Torhüter, zwei Verteidiger und zwei Stürmer sollen also noch aus dem Ausland kommen?

Schopp: Das ist die Überlegung. Wir haben mit Felix Bick eine Top Nummer zwei. Davor brauchst du in der DEL einen Top-Torhüter, der dir auch Spiele alleine gewinnen kann.

Bei Oliver Mebus hörte man nach der Meisterschaft, dass er sich mit einem möglichen Karriereende beschäftigt. Wie sieht es hier aus?

Schopp: Er hat vielleicht kurz darüber nachgedacht, aber er ist ein wichtiger Bestandteil der Kabine. Oli und Alex Weiß halten das Team zusammen und haben großen Anteil an der überragenden Teamchemie.

Worauf freuen Sie sich in der DEL am meisten?

Schopp: Auf das erste Heimspiel und dann natürlich auf die Auswärtsspiele. Es sind Top-Mannschaften in der Liga, die auch spektakuläre Hallen haben. München, Berlin, Köln, Mannheim, das sind Spiele, darauf freuen sich nicht nur die Fans, auch ich als Geschäftsführer fiebere dem entgegen.

Wissen Sie schon mehr zum Spielplan?

Schopp: Ja, aber das darf ich noch nicht verraten. Abwarten lohnt sich. (lacht)

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