Dormagens Schüler können aufatmen: Wer in Dormagen zu Schule geht, erhält auch im Schuljahr 26/27 das Ticket für maximal 14 Euro. Bislang ausgenommen sind Dormagener Kinder, die in anderen Städten zur Schule gehen – die Stadt will prüfen, was auch für sie möglich ist.
Auch Schüler, die aus Worringen oder Pulheim nach Dormagen pendeln, profitieren von dem günstigen Deutschlandticket.
Foto: dpa/Franziska KraufmannDormagen · Dormagens Schüler können aufatmen: Wer in Dormagen zu Schule geht, erhält auch im Schuljahr 26/27 das Ticket für maximal 14 Euro. Bislang ausgenommen sind Dormagener Kinder, die in anderen Städten zur Schule gehen – die Stadt will prüfen, was auch für sie möglich ist.
Dormagens Schüler können auch nach den Sommerferien mit einem vergünstigten Deutschlandticket mit dem Bus zur Schule fahren. Dafür stimmte der Rat einstimmig in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause.
Mit dem Beschluss wird das bereits seit 2023 laufende ÖPNV-Modell für Dormagener Kinder und Jugendliche auch im Schuljahr 2026/27 fortgeführt.
Somit erhalten alle Schüler, die in Dormagen zur Schule gehen, das Deutschlandticket zu einem vergünstigten Preis. Das erste Kind zahlt monatlich 14 Euro. Benötigen mehrere Kinder in einer Familie das Ticket, wird es pro Geschwisterkind günstiger: Das zweite Kind muss monatlich dann nur sieben Euro zahlen, ab dem dritten Geschwisterkind ist das Deutschlandticket umsonst.
Der Anspruch auf das vergünstigte Ticket orientiert sich dabei nicht daran, ob ein Schüler in Dormagen wohnt. Ausschlaggebend ist, dass das Kind eine Grundschule oder weiterführende Schule im Dormagener Stadtgebiet besucht. Damit profitieren auch Schüler, die beispielsweise aus Worringen oder Pulheim täglich mit dem Bus nach Dormagen pendeln, von dem Modell.
Die CDU-Fraktion machte sich in der Ratssitzung dafür stark, dass auch Dormagener Kinder, die aber nicht im Stadtgebiet zur Schule gehen, ebenfalls ein vergünstigtes Ticket erhalten sollen. „Das sind Kinder von Steuerzahlern, die das Deutschlandticket mitfinanzieren“, so Anissa Saysay. Sie forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, wie viele Dormagener Kinder aufgrund ihres Schulorts bislang keinen Anspruch auf das Deutschlandticket haben, und ob auch sie von diesem Modell profitieren könnten. Bürgermeister Erik Lierenfeld kündigte an, die Zahlen eruieren zu wollen.
Damit die Schüler an Dormagens Schulen und ihre Familien finanziell entlastet werden, greift die Stadt in die Haushaltskasse. Die Kosten, die die Stadt aus eigener Tasche an Subventionierung zuschießt, betragen laut Verwaltung jährlich rund 2 Millionen Euro.