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Aalener Bäder vor ungewisser Zukunft: Förderverein Bädle schlägt Alarm

Дата публикации: 27-07-2026 06:45:00

Seit 1936 ein Ort der Begegnung – das Bädle in Unterrombach. Doch wie lange noch? Die Zukunft des familiären Freibads steht auf der Kippe. Der Förderverein meldet sich zu Wort.

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Stand: 27.07.2026, 08:45 Uhr

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Für Jochen Wörner, Dr. Norbert Schinko, Maren Brezger und Eva Gschwinder ist das Bädle in Unterrombach mehr als nur ein Freibad. Der Vorstand des neu gegründeten Fördervereins setzt sich für den langfristigen Erhalt der Anlage ein.

Für Jochen Wörner, Dr. Norbert Schinko, Maren Brezger und Eva Gschwinder ist das Bädle in Unterrombach mehr als nur ein Freibad. Der Vorstand des neu gegründeten Fördervereins setzt sich für den langfristigen Erhalt der Anlage ein. © Oliver Giers

Seit 1936 ein Ort der Begegnung – das Bädle in Unterrombach. Doch wie lange noch? Die Zukunft des familiären Freibads steht auf der Kippe. Der Förderverein meldet sich zu Wort.

Aalen-Unterrombach. Der Vorstand des neu gegründeten Fördervereins Bädle hat sich mit einer Pressemitteilung zur Diskussion um die Zukunft der Aalener Bäder geäußert. Anlass ist der Artikel „Bäder vor der Grundsatzentscheidung“.

„Seit 1936 ist das Freibad am Rombach ein Ort der Begegnung, der Erholung und des Sports – einfach und bescheiden, familiär und idyllisch, zugleich jung geblieben und sportlich. Dieses besondere Flair macht seinen Charme aus“, heißt es in der Mitteilung von Jochen Wörner, Dr. Norbert Schinko, Maren Brezger und Eva Gschwinder.

Der Förderverein spricht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke Aalen ausdrücklich seinen Dank aus. Wer regelmäßig ins Bädle komme, wisse, mit welchem Einsatz die Anlage gepflegt und betrieben werde. Einzelne Gebrauchsspuren oder kleinere Mängel ließen sich bei einem fast 90 Jahre alten Bad nicht völlig vermeiden. "Daraus jedoch den Vorwurf eines ,Kaputtsparens‘ abzuleiten, wird der Realität nicht gerecht und verkennt die tägliche Arbeit vor Ort", so der Vorstand in dem Schreiben.

Förderverein wirbt für sachliche Diskussion

Das Bädle sei ein beliebter und mit vergleichsweise geringem Aufwand funktionierender Ort der Erholung und erfülle innerhalb der Flächenstadt Aalen eine wichtige Funktion als wohnortnahes Freibad. Es ergänze die Aalener Bäderlandschaft auf sinnvolle Weise, heißt es weiter.

Dass die Stadt nach der Übernahme der Bäder ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickeln und dafür Gutachten erstellen lasse, begrüßt der Förderverein ausdrücklich. Umso wichtiger sei es jedoch, deren Ergebnisse sorgfältig auszuwerten, bevor Grundsatzbeschlüsse gefasst oder gar Schließungsszenarien öffentlich diskutiert würden. "Eine sachliche Gewichtung und Bewertung sollte Vorrang vor vorschnellen Festlegungen haben", wird in der Pressemitteilung betont.

Investitionen nicht länger aufschieben

Zugleich erinnert der Verein daran, dass notwendige Investitionen im Bädle, im Spiesel und in den Limes-Thermen über Jahre hinweg auch deshalb verzögert worden seien, weil immer wieder ambitionierte Neubauprojekte im Mittelpunkt gestanden hätten. Nun gelte es, die versäumten Sanierungen und Erhaltungsmaßnahmen mittelfristig zu planen und nachzuholen. Auch der Start des neuen Hirschbachbads solle zunächst in Ruhe bewertet werden, bevor weitreichende Schlüsse für die gesamte Aalener Bäderlandschaft gezogen würden, heißt es.

Finanzielle Herausforderungen und gesellschaftlicher Wert

Mit Blick auf den Doppelhaushalt 2028/2029 verweist der Förderverein auf die angespannte Finanzlage der Stadt. Deshalb brauche es eine ausgewogene Betrachtung aller freiwilligen Leistungen. Neben den Kosten müsse auch deren gesellschaftlicher, sportlicher, sozialer und kultureller Wert berücksichtigt werden. Gleichzeitig seien Einsparungen und pragmatische Lösungen an mehreren Stellen notwendig.

Zum Abschluss zeigt sich der Verein zuversichtlich. "Gemeinsam mit den zwei neu gepflanzten Bäumen blicken die inzwischen über 450 kleinen und großen Mitglieder des Fördervereins optimistisch in die Zukunft. Wir freuen uns auf die nächsten 90 Jahre Badeerlebnis am Rombach und stehen bereit, den Erhalt des Bädles finanziell wie auch tatkräftig zu unterstützen", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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