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Aalen zieht die Schulgrenzen neu: Für 74 Kinder wird der Weg kürzer

Дата публикации: 24-09-2026 10:00:00

Welche Aalener Grundschule für ein Kind zuständig ist, hängt künftig teilweise von neuen Grenzen ab. So hat der Gemeinderatsausschuss die Neuordnung diskutiert.

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Stand: 24.09.2026, 12:00 Uhr

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Grundschüler sollen künftig mit kürzeren Schulwegen von der geplanten Neuordnung einiger Aalener Grundschulbezirke profitieren.

Grundschüler sollen künftig mit kürzeren Schulwegen von der geplanten Neuordnung einiger Aalener Grundschulbezirke profitieren. © Oliver Giers

Welche Aalener Grundschule für ein Kind zuständig ist, hängt künftig teilweise von neuen Grenzen ab. So hat der Gemeinderatsausschuss die Neuordnung diskutiert.

Aalen. Die Stadt Aalen will zum Schuljahr 2027/28 mehrere Grundschulbezirke neu ordnen. Für 74 Kinder soll der Schulweg dadurch kürzer werden. Im Gemeinderatsausschuss Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) gab es am Mittwoch (23.9.) grundsätzlich Zustimmung. Doch die Ausschussmitglieder fragten nach Sicherheit, Entfernungen und den Folgen für Familien.

Betroffen sind die Greutschule, die Gemeinschaftsschule Welland, die Rombachschule, die Langertschule, die Schillerschule, die Kappelbergschule und die Karl-Kessler-Schule. Aus bislang 16 werden künftig 15 Grundschulbezirke. Grund ist die längst geschlossene Hofackerschule. Ihr Bezirk wird nun auch formal aufgelöst.

74 Kinder profitieren

Grundsätzlich fand die Neuordnung im KBFA Zustimmung. Doch Josef Mischko (SPD) wollte es genau wissen. „Wir entscheiden ja über den täglichen Weg der Kinder zur Grundschule“, sagte er. Wie viele Kinder sind betroffen? Wie verändern sich ihre Wege? Und welche Risiken gibt es? OB Frederick Brütting nannte die Zahl: 74 Grundschulkinder profitieren von den neuen Grenzen. „Für sie wird der Schulweg kürzer.“

Was sich in Wasseralfingen ändert

Deutlich wird die Neuordnung in Wasseralfingen. Kinder aus der Geschwister-Schabel-Straße und dem umliegenden, derzeit noch unbebauten Gebiet, sollen künftig nicht mehr zum Bezirk der Kappelbergschule Hofen gehören. Stattdessen werden sie der Karl-Kessler-Schule in Wasseralfingen zugeordnet. 29 Kinder sind betroffen. Viele besuchen die Karl-Kessler-Schule bereits heute. Ihre Eltern hatten dafür einen Gestattungsantrag gestellt.

Ein Kind an der Wilhelmstraße

Auch an der Wilhelmstraße ändert sich die Zuordnung. Kinder aus einem Abschnitt nahe der Wasseralfinger Löwenbrauerei sollen künftig nicht mehr zur Karl-Kessler-Schule, sondern zur Greutschule gehören. Allerdings geht es hier nach Angaben der Stadt nur um ein Kind, das in den kommenden Jahren eingeschult wird. Bürgermeister Bernd Schwarzendorfer stellte deshalb eine Ausnahme in Aussicht, falls die Familie eine andere Grundschule wünscht.

Mantelhof kommt zur Langertschule

Auch der Mantelhof und die Steinertgasse sind betroffen. Im Mantelhof geht es um 15 Kinder. Für sie soll künftig die Langertschule zuständig sein. Die Stadtverwaltung sieht darin keinen längeren, sondern einen kürzeren und sinnvolleren Schulweg. Die Langertschule liegt vom Mantelhof aus auf derselben Seite der Bundesstraße.

Rund um die Steinertgasse in Unterrombach sind weitere 20 Kinder betroffen. Sie sollen künftig zur Gemeinschaftsschule Welland statt zur Rombachschule gehören. Auch hier besuchen einige Kinder die Wellandschule bereits heute. Ihre Eltern hatten entsprechende Gestattungsanträge gestellt.

Gemeinschaftsschule bleibt frei wählbar

Eine wichtige Regel bleibt bestehen: Wer eine Gemeinschaftsschule bereits als Grundschule besuchen möchte, kann dies auch in einem anderen Bezirk tun, wenn im eigenen Bezirk kein entsprechendes Angebot vorhanden ist. „Die neue Bezirkseinteilung schränkt diese Möglichkeit nicht ein“, betonte die Vertreterin des beratenden Büros.

Für Martina Lechner (SPD) kommt es vor allem auf sichere und kurze Schulwege an. Sie sieht die Neuordnung deshalb als sinnvollen Einstieg in die weitere Schulentwicklungsplanung. Positiv sei auch, dass die meisten Kinder ihrer bisherigen Grundschule zugeordnet bleiben.

Jochen Wörner (FW) brachte es knapp auf den Punkt: „Kurze Beine, kurze Wege.“

Am Ende signalisierten alle Fraktionen Zustimmung. OB Brütting verwies zudem auf den wirtschaftlichen Effekt: „Damit gibt es keinen weiteren Raumbedarf an den Aalener Grundschulen.“

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