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NHL-Sieger in Las Vegas: Brind'Amour gewinnt auch als Hurricane-Coach den Stanley Cup

Дата публикации: 16-06-2026 02:06:11

Die Carolina Hurricanes haben zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Stanley Cup in der NHL gewonnen. Ein Mann war vor 20 Jahren auch schon dabei.

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Rod Brind'Amour

Stand: 16.06.2026 • 04:06 Uhr

Die Carolina Hurricanes haben zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Stanley Cup in der NHL gewonnen. Ein Mann war vor 20 Jahren auch schon dabei.

Die Tränen konnte Rod Brind'Amour nicht mehr verhindern. In den Schlusssekunden vor dem Triumph in den Stanley-Cup-Finals stand der 55-Jährige hinter der Ersatzbank und konnte sein Glück kaum fassen. 20 Jahre nach seinem Sieg als Kapitän holte er auch als Trainer die wichtigste Trophäe im Eishockey - jeweils mit den Carolina Hurricanes.

"Ich habe es als Spieler gewollt, wirklich. Aber als Trainer wollte ich es so sehr für diese Jungs. Darum geht es", sagte er im Interview im US-Fernsehen.

Sechstes Spiel entscheidet

Als der traditionsreiche Pokal übergeben wurde, sollte es dann sogar noch emotionaler für ihn werden: Brind'Amour umarmte die mehr als 15 Kilogramm schwere Trophäe wie einen alten Freund - angefeuert und bejubelt von seinen Spielern auf dem Eis in Las Vegas.

Der 3:0-Erfolg im sechsten Duell mit den Vegas Golden Knights - dem entscheidenden vierten Sieg in der Best-of-seven-Serie - hatte die Hurricanes zum Champion gemacht.

Schon in der vierten Minute gelang Taylor Hall das 1:0 für die Gäste. Jackson Blake traf im zweiten Drittel zum 2:0. Danach hatten die Hurricanes die Partie im Griff - auch, weil Vegas die eigenen Gelegenheiten nicht nutzen konnte. 68 Sekunden vor dem Ende traf Nikolaj Ehlers zum 3:0, als die Golden Knights ohne Torwart den Anschlusstreffer erzwingen wollten.

Mutige Auswechslung

Die wichtigste Erkenntnis der gesamten Final-Serie war allerdings, dass Brind'Amour mit einer mutigen Entscheidung einen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Was war passiert?

Im dritten Spiel der Serie wechselte er beim Stand von 0:4 völlig überraschend Stammtorwart Frederik Andersen aus und brachte stattdessen Brandon Bussi in die Partie. Und damit einen Torhüter, der jahrelang in den Niederungen des nordamerikanischen Eishockeys unterwegs war und dem kaum jemand zugetraut hatte, den Anforderungen eines Spitzenteams gewachsen zu sein.

Kurzfristige Wirkung erzielte die Maßnahme von Brind'Amour nicht, weil die Hurricanes in dieser Partie zwar noch die Verlängerung erzwangen, diese aber verloren. Doch die Wende kam etwas später.

Carolina hatte die Serie plötzlich im Griff. Spiel vier, Spiel fünf und Spiel sechs gingen an die Hurricanes, bei der Entscheidung in Las Vegas ließ der bärenstarke Bussi keinen Gegentreffer zu.

Guter Teamgeist

"Es ist so eine gute Geschichte für dieses Team, so viele Emotionen. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, ich bin überwältigt, wenn ich ehrlich bin", sagte Brind'Amour, der auch noch ein paar versöhnliche Worte für den eigentlichen Stammtorhüter übrig hatte. "Freddy hat gekämpft, er war nicht mehr bei 100 Prozent. Ich habe mitgefühlt, aber so ist Eishockey, es ist ein Mannschaftssport. Der ultimative Mannschaftssport."

Und auch die Spieler nahmen in der Stunde des ganz großen Triumphes den enttäuschten Torhüter Andersen in ihre Mitte und zeigten, wie groß der Zusammenhalt bei den Hurricanes ist.

Bei der Siegerehrung übergab Kapitän Jordan Staal den riesigen Pokal nicht an Bussi, sondern an den verdrängten Andersen. Der Konkurrent war damit einverstanden. "Ich habe nur dreieinhalb Spiele gehabt. Er hat uns hier hergebracht, er verdient so viel mehr Anerkennung", sagte Bussi.

Neuer Rekord von Staal

Staal selbst wurde zum wertvollsten Spieler der Stanley-Cup-Playoffs gewählt. Er hatte in den ersten fünf Partien der Final-Serie jeweils getroffen, das war noch niemandem gelungen. Im Alter von 37 Jahren und 277 Tagen ist er zudem der älteste Stanley-Cup-MVP der NHL-Geschichte. "Es ist großartig. Was für ein wilder Ritt. Ich bin so stolz auf alle", sagte Staal.

Die Hurricanes hatten die Hauptrunde als bestes Team der Eastern Conference beendet und sich nach den vergeblichen Versuchen der vergangenen Jahre auch bis ins Stanley-Cup-Finale vorgearbeitet. Dort wurde die Mannschaft ihrer Favoritenrolle gerecht.

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