Die Straußgesellschaft Pinningen feiert wieder die Kirb – mit Kirweredd, Livemusik und einer Kirwemamme. Ab Freitag wird gefeiert. Ein Ausblick aufs Fest mit Human-Table-Soccer – noch werden Teams gesucht.
Pinningen · Die Straußgesellschaft Pinningen feiert wieder die Kirb – mit Kirweredd, Livemusik und einer Kirwemamme. Ab Freitag wird gefeiert. Ein Ausblick aufs Fest mit Human-Table-Soccer – noch werden Teams gesucht.
In kleinen Dörfern entscheidet oft das Engagement weniger Menschen darüber, ob Traditionen fortbestehen. In Pinningen ist es erneut einer Gruppe junger Menschen gelungen, einen Teil dörflicher Identität zu bewahren. Nachdem die Straußgesellschaft bei der Pinninger Kirb im vergangenen Jahr nach siebenjähriger Pause ein erfolgreiches Comeback gefeiert hatte, übernimmt sie nun erneut die Verantwortung für das traditionsreiche Fest. Von Samstag, 4. Juli, bis Montag, 6. Juli, gestalten neun Jugendliche im Alter zwischen 17 und 22 Jahren das Kirwewochenende. Die fünf Jungen und vier Mädchen kommen nicht nur aus Pinningen, sondern auch aus den benachbarten Dörfern Medelsheim, Seyweiler, Peppenkum und Altheim.
Mit eigens gestalteten blauen T-Shirts, Strohhüten und Schürzen sowie originellen Kirwenamen wie „Schlusslicht“, „Grätschekönig“ oder „Affezippel“ setzen sie die über Jahrzehnte gewachsene Tradition fort. Bereits am Freitagabend wird die Kirb symbolisch „ausgegraben“. Am Samstag zieht die Straußjugend unter Leitung des neuen „Kirwebabbe“, dem 20-jährigen David Sandmeier durch den Ort, um beim traditionellen „Stänneln“ Spenden zu sammeln – die finanzielle Grundlage für das Fest.
Ortsvorsteher Werner Schmitt würdigt den Einsatz der Jugendlichen: „Dass ein so kleiner Ort eine eigene Straußgesellschaft auf die Beine stellt, ist bemerkenswert.“ Einer der Höhepunkte folgt am Sonntag ab 16 Uhr mit der Kirweredd am Feuerwehrgerätehaus. Die 22-jährige Kirwemamme Sarah Richter trägt sie bereits zum zweiten Mal vor und wird dabei erstmals von der 17-jährigen Sophie Adolph unterstützt. Die humorvolle Rede, in der das Dorfgeschehen augenzwinkernd aufs Korn genommen wird, entstand in monatelanger Eigenarbeit der Straußgesellschaft.
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Anschließend werden der bunt geschmückte Kirwebaum getauft und aufgestellt. Für das Rahmenprogramm sorgen der Förderverein der Pinninger Dorfgemeinschaft, die Landfrauen und die Freiwillige Feuerwehr. Den musikalischen Auftakt übernimmt am Samstagabend ab 19 Uhr erstmals die Band Curtain Call, in der auch Lokalmatador Matthias Huppert Gitarre spielt, mit Rock- und Punkrock-Klassikern. Der Eintritt kostet fünf Euro.
Am Sonntagabend folgt ab 18 Uhr das Gastspiel der Gruppe Warfare Mosquito mit einer musikalischen Reise durch die Rockgeschichte. Der Montag beginnt mit Frühschoppen und Lewwerknepp mit Kraut. Am Nachmittag organisiert die Straußjugend ab 14.30 Uhr ein Human-Table-Soccer-Turnier für Sechserteams, für das David Kleinhans, Tel. (01 60) 8 18 04 43, Anmeldungen entgegennimmt, bevor der Solokünstler Pepe, einst Mitglied der Band Schnappergang, das Kirwewochenende mit deutschsprachigen Rockklassikern ausklingen lässt. (skm/hcr)