Trotz brütender Hitze war der Andrang in Webenheim groß. Markt, Tierschau und Oldtimer-Traktoren machten den Samstag erneut zum Besuchermagneten. Warum das Konzept so gut aufgeht.
Webenheim · Trotz brütender Hitze war der Andrang in Webenheim groß. Markt, Tierschau und Oldtimer-Traktoren machten den Samstag erneut zum Besuchermagneten. Warum das Konzept so gut aufgeht.
Volksfeststimmung beim Webenheimer Bauernfest: Dicht gedrängte Besucherscharen schlenderten bei strahlendem Sonnenschein über das Festgelände.
Foto: Erich Schwarz„Das war wieder ein voller Erfolg. Wenn sich die Autos schon vor Webenheim stauen, dann haben wir doch vieles richtig gemacht“, ist Marktmeister Lars Schad überzeugt.
Der Handwerker- und Bauernmarkt war mit über 80 Anbietern wieder ein Magnet für Jung und Alt. Hinzu kamen auch in diesem Jahr wieder die große Tierschau und die Ausstellung neuer landwirtschaftlicher Geräte und die Traktoren-Oldtimer.
Der Reihe nach: Bereits kurz nach neun Uhr gibt es schon Stau auf der Bliesbrücke nach Webenheim. Die Sonne brannte zu dieser Zeit unbarmherzig auf das Bauernfestgelände. Aber auch in diesem Jahr zeigte sich wieder, dass der Markt-Samstag zu Beginn des Bauernfestes trotz der großen Hitze bei den Gästen sehr gut ankam.
Großes Interesse beim Webenheimer Bauernfest: Zahlreiche Besucher – darunter viele Familien mit Kindern – schlenderten bei sommerlicher Hitze an der Ausstellung historischer Traktoren-Oldtimer vorbei.
Foto: Erich Schwarz
Es ist offensichtlich die Mischung aus einer weiten Bandbreite von Marktangeboten, verbunden mit der Tierschau und den Oldtimer-Traktoren, welche diese Veranstaltung so attraktiv macht. Zudem war der Saarländische Rundfunk mit seiner Heimatwelle SR 3 zu Gast auf dem Markt und machte den ganzen Vormittag über den Sender und mit dem schrägen Freaky Jörn Werbung für die Veranstaltung.
Die Angebotspalette der Markthändler war schier unerschöpflich: Von Schmuck, Kunsthandwerk über Korbflechter und Besenbinder oder Bildhauerei-Künstler bis hin zu einem Drechsler konnte man auch handwerklich gefertigte Artikel kaufen. Viele Gäste blieben auch bei Wolfgang Eisenbrandt aus Odernheim am Glan stehen. Bei ihm konnte man „live“ die Arbeit an der Drechselbank verfolgen und die Herstellung von Holzkunst hautnah erleben.
Bilderstrecke zuletzt aktualisiert:
20.07.2026
Besonders umlagert auch der Stand mit Strohhüten, ein Renner bei der großen Hitze. Und auch das kulinarische Angebot war sehr reichhaltig: Käse, Schinken, Salami, Honig, Gewürze, Liköre und Schnäpse, Craftbiere und Marmelade, Brot und Brotaufstriche, Öle oder sogar Pfeffer aus Eigenanbau – rund um die Reithalle konnte man sehen, schmecken, probieren, darüber staunen und kaufen.
Auf der anderen Seite der Reithalle dann die große Tierschau. Vor allem der Verband der Schaf- und Ziegenzüchter ist schon von Anfang an mit dabei und präsentierte auch in diesem Jahr wieder eine große Bandbreite aus der Zucht. Dazu gab es wertvolle Informationen und Prämierungen. Aber auch Pferde oder Hühner konnten besichtigt werden.
Es waren sehr viele Familien mit Kindern unterwegs, und nach dem Gang über den Markt konnten die Kleinen dann auf dem Festplatz auch noch ein paar Runden auf dem Kinderkarussell oder dem Kinder-Kettenkarussell drehen. Wenn man sich die Kennzeichen der Fahrzeuge auf dem Parkplatz genauer ansah, konnte man feststellen, dass der Webenheimer Handwerker- und Bauernmarkt auch weit über die Region hinaus Anziehungskraft hat. Kennzeichen aus dem gesamten Saarland, der angrenzenden Westpfalz und auch viele französische Kennzeichen waren dort zu sehen.
Übrigens kamen auch einige Marktbeschicker aus dem benachbarten Frankreich. Da gab es französische Salami oder auch original lothringischen „Lattwersch“, also Pflaumenmarmelade nach überlieferter Rezeptur zu kaufen. Den Männern und Frauen des Organisationsteams des Webenheimer Bauernfestes muss man bescheinigen, dass ihnen mit diesem Marktsamstag sozusagen wieder ein großer Wurf gelungen ist. Sowohl das Angebot als auch die Organisation ließen keine Wünsche offen. (lwg/skm)