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One-Pedal-Drive: Diese Fahrweise erhöht das Unfallrisiko bei E-Autos

Дата публикации: 30-06-2026 20:44:46

E-Autos sind Unfallforscher:innen zufolge ähnlich sicher wie Verbrenner, wenn es um die Schadenhäufigkeit geht. Allerdings sind einzelne Unfallmuster auffällig, etwa das ungewollte Beschleunigen beim Anfahren. Das könnte am One-Pedal-Drive liegen.

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E-Autos sind Unfallforscher:innen zufolge ähnlich sicher wie Verbrenner, wenn es um die Schadenhäufigkeit geht. Allerdings sind einzelne Unfallmuster auffällig, etwa das ungewollte Beschleunigen beim Anfahren. Das könnte am One-Pedal-Drive liegen.

One-Pedal-Drive: Diese Fahrweise erhöht das Unfallrisiko bei E-Autos

Unfälle von E-Autos und Verbrennern unter der Lupe. (Foto: Harald Alo­mant/UDV)

In den vergangenen Jahren sind einige Studien zu dem Schluss gekommen, dass mit Elektroautos deutlich mehr Unfälle verursacht werden als mit Verbrennern. Zudem sollen sie häufiger in Unfälle mit Fußgänger:innen verwickelt gewesen sein und höhere Schäden anrichten.

E-Autos als sichere Verbrenner-Alternative

Als Gründe dafür wurden etwa das höhere Gewicht, die schnellere Beschleunigung und die geringeren Fahrgeräusche genannt. Eine neue Studie der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Versicherer (UDV) kommt jetzt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Demnach seien E-Autos eine „sichere Alternative zu Verbrennern“, die Fahrer:innen würden „kaum mehr Schäden“ verursachen.

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Allerdings sind den Unfallforscher:innen bestimmte Unfallmuster aufgefallen, bei denen sich E-Autos weiterhin von Verbrennern unterscheiden. So würden sich Unfälle zwischen Elektroautos und Fußgänger:innen eher bei sehr langsamer Fahrt ereignen, etwa dem Anfahren aus dem Stand, dem Rückwärtsfahren oder dem Abbiegen bei Dämmerung und Dunkelheit.

Künstliche Fahrgeräusche in der Kritik

„Unsere Untersuchung bestätigt Hinweise darauf, dass Fußgänger:innen E-Autos in solchen Situationen schlechter wahrnehmen“, so UDV-Leiterin Kirstin Zeidler. Die seit 2021 bei Geschwindigkeiten unter 20 Kilometern pro Stunde vorgeschriebenen künstlichen Fahrgeräusche seien „womöglich nicht hörbar genug oder lassen sich noch nicht eindeutig einem Pkw zuordnen“, so Zeidler.

Darüber hinaus sollen E-Autos häufiger Unfälle wegen einer sogenannten Fahrzeugfehlbedienung bauen, vor allem beim Anfahren aus dem Stand. Der UDV-Studie zufolge betraf das vor allem Fahrzeuge mit sogenanntem One-Pedal-Drive. Dabei lässt sich das E-Auto weitgehend über das Fahrpedal steuern. Beschleunigt wird, indem die Fahrer:innen den Fuß senken. Heben sie den Fuß, bremst das Auto ab.

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E-Autofahrer häufiger Männer und öfter älter

„Die Studie legt nahe, dass die Gewöhnung an diese Fahrweise in Notsituationen eine Pedalverwechslung begünstigen kann“, erklärt Zeidler. Zudem scheint ein höheres Alter die Problematik zu verstärken. Jede:r Zweite auf diese Weise Verunfallte war älter als 75 Jahre. Der Studie nach sind E-Auto-Fahrer:innen durchschnittlich älter und häufiger Männer als Verbrenner-Fahrer:innen.

Zugleich sollen die Fahrer:innen von E-Autos weniger riskant fahren, was sowohl die Analyse von knapp 500 schweren Unfällen als auch eine Literaturrecherche und die begleitende Online-Befragung ergeben haben. Zudem sind die E-Autofahrer:innen im Schnitt besser geschützt. Das liegt zum einen an dem höheren Fahrzeuggewicht als auch der meiste moderneren Sicherheitsausstattung.

Höheres Verletzungsrisiko durch schwere E-Autos

Bei ersterem sehen die Unfallforscher:innen aber auch ein Problem. Denn der hohe Gewichtsunterschied sorgt bei einem Unfall für ein höheres Verletzungsrisiko der Insassen des leichteren Autos.

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Die Studienautor:innen fordern jetzt zum einen eine Verbesserung der Wahrnehmbarkeit von E-Autos sowie die Verhinderung von Pedalfehlbedienungen. Außerdem soll es auch eine kontinuierliche Analyse der Sicherheit der sich verändernden Fahrzeugflotte geben.

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