Immer mehr Menschen öffnen sich der Idee einer romantischen Beziehung mit KI-Bots. Eine Studie zeigt, wie verbreitet virtuelle Partnerschaften sind – romantisch und erotisch.
Immer mehr Menschen öffnen sich der Idee einer romantischen Beziehung mit KI-Bots. Eine Studie zeigt, wie verbreitet virtuelle Partnerschaften sind – romantisch und erotisch.
Eine repräsentative Studie der Krankenkasse Pronova BKK zeigt: 22 Prozent der Deutschen können sich eine erotische oder romantische Beziehung mit einem KI-Chatbot vorstellen. 44 Prozent von ihnen sehen diese Möglichkeit als Ergänzung zu einer bestehenden Partnerschaft, 56 Prozent sogar als vollständigen Ersatz. Das zeigen die Studienergebnisse, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
Fast ein Drittel der Befragten erwartet außerdem, dass solche virtuellen Beziehungen in Zukunft gesellschaftlich ähnlich akzeptiert sein werden wie Partnerschaften zwischen Menschen, wie die Studienergebnisse der Pronova BKK zeigen. Die Online-Befragung „KI im Alltag 2026“ wurde im März 2026 unter rund 3500 Personen ab 18 Jahren durchgeführt, darunter gut 2000 mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt.
Besonders die Generation Z zeigt sich offen: Unter den in einer Partnerschaft befindlichen 18- bis 29-Jährigen können sich 45 Prozent eine erotische oder romantische KI-Beziehung vorstellen. In dieser Gruppe würden sogar 65 Prozent den Bot als Ersatz für eine menschliche Partnerschaft sehen.
Rund 29 Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen können sich „Dirty Talk” mit Chatbots vorstellen. Sieben Prozent der Befragten – und 13 Prozent der Unter-30-Jährigen – haben dies in der Vergangenheit bereits getan.
,regionOfInterest=(1553,953)&hash=b37695a46426872f4b2b80e44593c1447414c189773174292a99a0286ce04d00)
KI dient vielen auch als Beziehungscoach: 39 Prozent haben Chatbots schon zu Partnerschaftsfragen genutzt, etwa zur Streitvermeidung, für Tipps zu Dates oder zur Verbesserung des Sexlebens. 88 Prozent dieser Nutzer bewerten die Ratschläge als gut. Gleichzeitig sehen 37 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen die Praxis als Trennungsgrund.
In Japan hat 2025 eine 32-jährige Frau für Aufsehen gesorgt, als sie ihren KI-Avatar „Klaus“ heiratete – zumindest symbolisch. Für die Beziehung mit dem selbst erstellten ChatGPT-Avatar hat sie ihre vorherige Beziehung beendet, wie das deutschsprachige Japan-Portal „Sumikai“ berichtete.
Die zuständige Hochzeitsagentur in Okayama bietet schon länger Zeremonien mit virtuellen Figuren an und berichtet laut „Sumikai“ von wachsender Nachfrage. Der Fall zeigt, dass KI-Beziehungen bereits über rein digitale Chatfenster hinausgehen – auch wenn die Heirat rechtlich nicht anerkannt ist.