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„Wir bekennen uns zu unserer sozialen Verantwortung“

Дата публикации: 29-06-2026 08:20:18

Die Signal Iduna Stiftung setzt auf langfristige gesellschaftliche Veränderungen.
Der Beitrag „Wir bekennen uns zu unserer sozialen Verantwortung“ erschien zuerst auf Westdeutsche Allgemeine Zeitung.


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Engagement gegen Cybermobbing: Das Schulprogramm des Cybermobbing-Hilfe e.V. wird durch die Signal Iduna Stiftung gefördert.

Klimakrise, soziale Ungleichheit, Bildung: Die Baustellen sind groß – und längst nicht mehr nur Sache der Politik. Auch Unternehmen stehen immer mehr in der Verantwortung, sich einzubringen und die Gesellschaft mitzugestalten. Dayane Kemmer Marquart kümmert sich seit 2015 um das gemeinnützige Engagement von Signal Iduna, dem funky-Projektpartner. Seit 2017 ist sie die Nachhaltigkeitsbeauftragte des Versicherungsunternehmens und nun seit 2026 auch Mitglied des Kuratoriums der neu gegründeten Signal Iduna Stiftung. Welchen Vorteil die Gründung der Stiftung hat und welche Projekte schon in den Startlöchern stehen, erklärt sie im Interview.

Dayane Kemmer Marquart setzt sich für ein gutes Miteinander ein. BENJAMIN PETERS

Liebe Dayane, warum hat sich Signal Iduna gerade jetzt zur Gründung einer eigenen Stiftung entschieden?
Dayane Kemmer Marquart: Wir wollen das vielfältige gemeinnützige Wirken von Signal Iduna bündeln, ausbauen und vor allem langfristig sichern. Das Thema gesellschaftliches Engagement ist zwar bereits stark im Unternehmen verankert, aber die Stiftung ist nun dafür da, dieses Wirken langfristig voranzutreiben. Wir haben uns entschieden, eine Treuhandstiftung zu gründen, welche unter dem erfahrenen Dach des Stifterverbands verwaltet wird, das bringt eine zusätzliche Professionalisierung mit sich. Außerdem hat es sich gerade jetzt auch richtig angefühlt, ein Commitment zum gesellschaftlichen Engagement nach außen zu tragen. Momentan gehen das Gemeinschaftsgefühl und das Gefühl des „Füreinander-Daseins“ zurück. Man hört von vielen NGOs und gemeinnützigen Institutionen, denen die Förderungen gestrichen wurden. Deshalb ist es für uns ein wichtiges Zeichen, zu zeigen: Wir bekennen uns zu unserer sozialen Verantwortung.

Habt ihr konkrete Projekte im Kopf, die ihr gerne fördern wollt?
Ja, für das erste Jahr haben wir tatsächlich bereits fast das komplette Budget eingeplant, das wir zur Verfügung haben. In diesem ersten Jahr war es uns zunächst wichtig, bestehende Engagements der Signal Iduna auf die Stiftung zu übertragen. Zu unseren bestehenden Engagements zählt beispielsweise die well:fair foundation aus Dortmund. Sie setzen sich dafür ein, dass Menschen in Ostafrika Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht wird. Der Zugang zu Wasser schafft Zugang zu Bildung, sorgt für eine bessere Gesundheit und führt somit zu weniger Krankheiten. Ein weiteres Projekt ist unser Signal Iduna Umwelt- und Gesundheitspreis, der jetzt zum Signal Iduna Stiftung Umwelt- und Gesundheitspreis wird. Seit 1987 vergeben wir diesen Preis zusammen mit der Handwerkskammer Hamburg vornehmlich an private Erfinderinnen und Erfinder, die keine Förderung erhalten, aber tolle Projekte umsetzen. In Hamburg fördern wir den Verein „we design society e.V.“, der Frauen unterstützt, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance bekommen, weil sie zum Beispiel keine verbrieften Qualifikationen haben, trotzdem aber wichtige Skills mitbringen, die der Verein weiterentwickelt. Ein Beispiel aus einem anderen Bereich: Seit 2025 fördert Signal Iduna den neu gegründeten Studiengang an der Hochschule Düsseldorf,„Haus-, Energie- und Anlagentechnik“. Es handelt sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Meister und zum Ingenieur mit Bachelorabschluss für Gesellen des Handwerks Sanitär, Heizung und Klima. Eine sehr wichtige Entwicklungsmöglichkeit mit Zukunftsperspektive. Auch diese Förderung wird auf die Stiftung übertragen, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber in ein oder zwei Jahren haben wir auch wieder Kapazitäten für neue Engagements.

Wonach entscheidet ihr, welche Projekte gefördert werden?
Wir haben eine Satzung und in dieser sind die verschiedenen Förderzwecke aufgelistet. Sie reichen von Wissenschaft und Forschung über Kunst und Kultur, Gesundheitswesen, Jugend, Altenhilfe, Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Naturschutz, Küstenschutz und Hochwasserschutz. In erster Linie geht es darum, zu schauen: Passt die Institution oder der Verein zu unserem Satzungszweck? Die Förderungen sind mehrheitlich auf Langfristigkeit ausgelegt. Das ist sehr wichtig für uns, denn wir wollen mit der Stiftung eine langfristige Wirkung entfalten und diese zukünftig auch messbar machen. Wir fördern tatsächlich zurzeit noch vor allem Projekte in unseren Hauptverwaltungsstandorten Hamburg und Dortmund, der Fokus soll aber deutschlandweit sein. Die Entscheidung, ob ein Projekt unterstützt wird oder nicht, trifft dann das Kuratorium der Stiftung – vier Personen von Signal Iduna und eine Person vom Stifterverband.

Der
erlebt-was e.V. schafft aktive Lernorte in der Natur.
erlebt-was e.V.

Können junge Menschen selbst Teil der Stiftung werden oder vielleicht sich mit Ideen einbringen?
Selbstverständlich – sie können selbst gerne Vereine, Institutionen oder NGOs vorschlagen, die sich für ein Engagement eignen. Wir wollen noch die Möglichkeiten ausbauen, die es ermöglichen, sich aktiv zu beteiligen. Künftig sollen sich junge Menschen zum Beispiel sich an der Entscheidung, welches Projekt unterstützt wird, beteiligen können: Mögliche Projekte werden beispielsweise auf unseren Kanälen geteilt und dann kann man mitvoten, wo die Förderung hingeht. Auf der anderen Seite können junge Menschen schon jetzt von unserem Engagement profitieren, etwa in Form der Vereine, die wir unterstützen. Der soziale Bereich der Jugendhilfe hat einen hohen Stellenwert bei uns. Zum Beispiel fördern wir bereits seit einigen Jahren den Verein Cybermobbing-Hilfe e.V., der eine unglaublich wichtige Arbeit zur Sensibilisierung bezüglich Cybermobbing und Unterstützung für Betroffene leistet und unterstützen auch den Verein erlebt-was e.V. aus Dortmund, der sich für soziale Teilhabe von jungen Menschen engagiert. Des Weiteren können sie sich selbstverständlich auch selbst ehrenamtlich engagieren und somit die Umsetzung dieser Arbeit aktiv unterstützen.

Warum lohnt es sich für junge Menschen, sich gesellschaftlich zu engagieren?
Mit der gesellschaftlichen Teilhabe gibt es die Möglichkeit, dazu beizutragen, im eigenen Wirkungskreis konkret etwas zum Positiven zu verändern. Es ist doch toll, wenn man die Chance ergreift und überlegt: Was kann ich aktiv tun, um etwas zu verändern? Es muss auch nicht immer etwas ganz Großes sein. Es hat definitiv etwas Sinnstiftendes, zu sehen, dass die eigene Arbeit etwas bewirkt. Und das eigene Engagement ist eben dabei nicht nur ein Geschenk an die Gesellschaft, sondern auch ein Geschenk an sich selbst. Man hat die Möglichkeit, sich zu entfalten und Neues kennenzulernen. Dabei können echte und langfristige Verbindungen geknüpft werden, was in dieser digitalen Welt, in der wir leben, immer wichtiger wird.. Das ehrenamtliche Engagement birgt auch die Möglichkeit, besondere Talente zu entdecken, von denen man vielleicht noch gar nicht wusste, dass man sie hat, und zu mehr Selbstvertrauen zu finden. Und all das begleitet einen ein Leben lang.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Signal Iduna, dem funky-Projektpartner.

Die Signal Iduna Stiftung fördert die well:fair
foundation, die in Ostafrika den Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. WELL:FAIR

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