Aarau und Buchs gehen künftig getrennte Wege in Sachen Schule. Im städtischen Parlament gibt es deshalb ein paar Fragezeichen.
Aarau

10.07.2026, 05.00 Uhr
Aarau und Buchs gehen künftig getrennte Wege in Sachen Schule. Im städtischen Parlament gibt es deshalb ein paar Fragezeichen.

Archivbild: Kim Wyttenbach
Die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) wird aufgelöst. Anfang Juli hat auch der Regierungsrat diesem Vorgehen zugestimmt – sowohl Aarau als auch Buchs haben vor ein paar Tagen verkündet, wie es nun weitergehen soll. In Aarau wird in der städtischen Verwaltung dafür extra eine neue Abteilung Bildung eingeführt.
Weder die KSAB selber noch die Stadt Aarau hätten die Auflösung der Schule, die nun schneller kam als gedacht, im Budget 2026 eingeplant, schreibt der Aarauer SVP-Einwohnerrat Christoph Müller in einer Anfrage an den Stadtrat. Genauso habe man auch nicht mit dem Aufbau der neuen Schule Aarau gerechnet: «Dies wirft Fragen zur Planungssicherheit, zu Zusatzkosten für die Stadt Aarau und zur langfristigen Finanzierbarkeit auf.»
Müller will deshalb vom Stadtrat wissen, welche zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit der Auflösung der Schule auf die Stadt zukommen, welche budgetierten Kosten dafür entfallen und welche geplanten Erträge man dafür streichen muss. Weiter fragt Müller unter anderem, welche Kosten für den Aufbau der Schule Aarau und für die Übergangsphase erwartet werden und wie viele Abfindungen man für aufgelöste Arbeitsverhältnisse zahlen muss.
Der SVP-Einwohnerrat interessiert sich auch für die Rolle von Bildungsexpertin Gabriele Stemmer Obrist, die ab August dem künftigen Leiter der neuen Abteilung Bildung, This Rohr, zur Seite gestellt wird. Müller fragt etwa, ob Stemmer Obrist im Mandats- oder im Angestelltenverhältnis arbeiten wird, welche Kosten für ihre Tätigkeit budgetiert sind und auf welchen konkreten Referenzen der Entscheid basiert, sie überhaupt anzustellen.
Weiter zeigt sich Müller davon überrascht, dass This Rohr aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit als Gesamtleiter der Schule Zofingen die ersten sechs Monate – bis Februar 2027 – in Aarau nur mit einem Pensum von 30 Prozent angestellt ist: «Gehört der Kapitän dieses staatlichen Schiffs nicht zu 100 Prozent an Bord ab Stapellauf?»
Noch keine Kommentare. Geben Sie die erste Meinung zum Artikel ab.