Beim gemeinsamen Ministerrat verabreden Deutschland und Frankreich eine engere Kooperation, vor allem in Sicherheitsfragen. Doch die Zukunft von Projekten wie dem Panzer MGCS bleibt offen.

Frankreichs Präsident Macron (l.), Bundeskanzler Merz (r.): Gegenseitige Vertrauensbekundung. Foto: REUTERS
Brühl, Berlin. Deutschland und Frankreich wollen künftig enger zusammenarbeiten – auch im Verteidigungsbereich. „Wir zählen auf euch, und ihr könnt auf uns zählen. Ihr könnt euch auf uns verlassen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag nach dem deutsch-französischen Ministerrat im Schloss Augustusburg in Brühl bei Köln. Doch greifbare Fortschritte blieben aus.
Die Bundesregierung hatte das Treffen mit so viel Symbolik wie möglich aufgeladen. Auf Schloss Augustusburg hatte der damalige Kanzler Konrad Adenauer 1962 Charles de Gaulle zum ersten Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in der noch jungen Bundesrepublik empfangen. Als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzler Merz im prunkvollen Treppenhaus zur Presse schlendern, sind sie noch in ein angeregtes Gespräch vertieft – zumindest soll es so wirken.
Zuvor fand ein sicherheitspolitisches Treffen auf dem Luftwaffenstützpunkt in Nörvenich statt. Sollte Frankreich seine mit Atombomben ausgestatteten Rafale-Jets in Deutschland stationieren, könnten sie theoretisch hier stehen. Doch die französischen Jets, die heute hier abheben, sind nur zu Besuch. Ob sie je dauerhaft kommen, ist völlig offen.
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