Ende November entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Einschränkung von Feuerwerk. Unabhängig davon bereitet der Steckborner Stadtrat ein kommunales Verbot vor, es wäre ein Novum im Kanton Thurgau.
Vor Volksabstimmung

17.07.2026, 04.50 Uhr
Ende November entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Einschränkung von Feuerwerk. Unabhängig davon bereitet der Steckborner Stadtrat ein kommunales Verbot vor, es wäre ein Novum im Kanton Thurgau.

Archivbild: Reto Martin
Auf Bern will Steckborn nicht warten. Der Steckborner Stadtrat gleist ein kommunales Feuerwerksverbot auf, um insbesondere laute Knallerei von Feuerwerkskörpern zu verbieten. Deshalb hat er noch vor den Ferien über ein Verbot auf dem Stadtgebiet beraten, wie er mitteilt.
Unabhängig davon entscheidet das Schweizer Stimmvolk Ende November über die eidgenössische Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk», die Privaten das Abbrennen von lärmerzeugendem Feuerwerk verbieten soll. Das Thema beschäftigt aber nicht nur Herr und Frau Schweizer, sondern eben auch die Einwohnenden von Steckborn. «Insbesondere die laute Knallerei von Feuerwerkskörpern wird als störend empfunden», schreibt der Stadtrat.
Besonders laute Knallkörper sollen deshalb in Steckborn auf kommunaler Stufe verboten werden. Der Stadtrat ist sich aber auch bewusst, dass das Thema vielschichtig ist und unterschiedliche Aspekte wie Lärmbelastung, Schutz von Mensch und Tier, Sicherheitsfragen, Umweltschutz und die Pflege von Traditionen umfasst. Je nach persönlicher Sichtweise würden diese Faktoren unterschiedlich gewichtet werden, schreibt der Stadtrat, der jetzt die unterschiedlichen Anliegen abwägen und in einen massvollen Gesetzesartikel münden lassen will.
Nach den Sommerferien möchte der Stadtrat die Beratungen zum kommunalen Feuerwerksverbot wieder aufnehmen. Danach soll der neue Artikel in der Gemeindeordnung dem Stimmvolk zur Abstimmung vorgelegt und gesetzlich verankert werden. Zuletzt stimmte die Gemeinde Thundorf über ein kommunales Feuerwerksverbot ab, was einem Thurgauer Novum gleichgekommen wäre. Das Stimmvolk versenkte den Antrag aber deutlich. Und in Bottighofen gibt es ebenfalls neue Bestrebungen für ein kommunales Feuerwerksverbot .
Noch keine Kommentare. Geben Sie die erste Meinung zum Artikel ab.
Copyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St. Galler Tagblatt ist nicht gestattet.