Mehrere Projekte nehmen gleichzeitig Fahrt auf. Womit sich der Ortschaftsrat Untergröningen jetzt befasst hat.
Stand: 16.07.2026, 06:30 Uhr
Von: Jürgen Eschenhorn

Mehrere Projekte nehmen gleichzeitig Fahrt auf. Womit sich der Ortschaftsrat Untergröningen jetzt befasst hat.
Abtsgmünd-Untergröningen. Zu Beginn seiner jüngsten Sitzung besichtigte der Ortschaftsrat die Baustelle der neuen Kläranlage. Außerdem standen unter anderem der Kindergartenbedarfsplan und die Sanierung der örtlichen Turn- und Festhalle auf der Tagesordnung.
Kläranlage: Der Bau der neuen Sammelkläranlage im Gewerbegebiet läuft nach Plan. Wie Bürgermeister Armin Kiemel sagte, ersetze die interkommunale Kläranlage bei Inbetriebnahme fünf Anlagen umliegender Gemeinden. Planer Tim Schubert vom Büro Strobel ergänzte, es seien im Kombinationsbecken bisher 360 Kubikmeter Beton und 80 Tonnen Baustahl verbaut worden. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau des neuen Multifunktionsgebäudes stehen, in etwa einem Jahr soll es dann fertig sein und samt dem neuen Becken in Betrieb gehen. Das bestehende Becken wird dann zum Nachklärbecken umgebaut. Laut Ortsbaumeister Ralf Löcher liege man im Zeit- und leicht unter dem Kostenplan. Zum Hochwasserschutz werde in der Nähe ein Retentionsraum angelegt – also eine Pufferfläche, die bei Starkregen gezielt Wassermassen aufnehmen und zurückhalten.

Feuerwehr: Vor dem Rathaus stellte der Untergröninger Abteilungskommandant Oliver Schön dem Gremium, Ortvorsteher Thomas Bacher und Bürgermeister Armin Kiemel sowie interessierten Bürgern das neue Löschfahrzeug LF 10 der örtlichen Wehr vor. Mit ihm sei diese für fast alle Eventualitäten gerüstet.
Bürgerfragestunde: Eine Bürgerin fragte nach dem Stand der Neugestaltung des örtlichen Spielplatzes. Die Geräte seien bestellt, bis Ende September sollen sie stehen. Zudem nahmen Kiemel und Löcher noch kleinere Gestaltungswünsche auf.
Kindergartenbedarfsplan: Im kommenden Kindergartenjahr werden im örtlichen Kindergarten 68 Plätze belegt sein, davon acht, die dann doppelt gezählt werden, in der U3-Gruppe. In drei Gruppen werden täglich Betreuungszeiten von 7 bis 13 beziehungsweise 14 Uhr angeboten, insgesamt rund 30 Stunden je Woche. Neu ist dabei eine altersgemischte Gruppe. Personell sei man mit sechs Vollzeitstellen gut aufgestellt, sagte Kiemel. Er monierte, dass Bund und Land die Kommunen bei den steigenden Betreuungskosten zu wenig unterstützen würden.
Turn- und Festhalle: Ortsbaumeister Löcher unterrichtete das Gremium über aktuelle Pläne der Sanierung der Halle. Sie kann bis zum 19. Dezember für den Übungsbetrieb genützt werden. Danach beginnen die Vereine mit ihren Eigenleistungen beim Rückbau. Die Arbeit werde vom Architekten und der Verwaltung koordiniert, die Vereine erhielten Beschreibungen der zu erbringenden Leistungen. Jeder Helfer sei zudem versichert. Die Kosten für die Sanierung seien auf rund 8 Millionen Euro gestiegen. Im Juli soll im Gemeinderat der Baubeschluss gefasst werden, im November die ersten Gewerke vergeben werden. Die Fertigstellung ist für Juli 2028 geplant.
Breitbandausbau: Demnächst wird die Dokumentation der bisher im Weiße-Flecken-Programm erledigten Arbeiten an die NetCom übergeben. Diese prüft dann laut Löcher die Anschlüsse, und Mitte September sollen 380 Haushalte im Ort freigeschaltet werden. Das Graue-Flecken-Programm müsse europaweit ausgeschrieben werden, es dauere noch ein Jahr bis zu Fertigstellung.