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Mit „IT-Notfallkarte“ und Co.: BSI hilft Arztpraxen bei IT-Sicherheit

Дата публикации: 14-07-2026 08:59:00

Das BSI hat Materialien veröffentlicht, um Arztpraxen bei der Umsetzung der IT-Sicherheitsrichtlinie zu unterstützen.

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Arztpraxen sollen die Vorgaben der neuen IT-Sicherheitsrichtlinie leichter umsetzen können. Dafür hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Materialien veröffentlicht. Sie sollen den Einrichtungen helfen, die Vorgaben der IT-Sicherheitsrichtlinie im Praxisalltag umzusetzen.

Das Angebot des BSI umfasst unter anderem einen Selbsttest, einen Kurzleitfaden sowie eine IT-Notfallkarte für den Ernstfall. Die Materialien richten sich vor allem an kleinere Praxen, die häufig keine eigene IT-Abteilung haben.

„Auch kleine Praxen für Angreifer interessant“

„Der Satz ‚Unsere Praxis ist zu klein, um Ziel von Hackern zu werden‘ ist leider ein gefährlicher Irrtum. Gerade haus- und allgemeinärztliche Praxen arbeiten mit hochsensiblen Gesundheitsdaten und sind deshalb attraktive Ziele. Umso wichtiger ist es, Mitarbeitende für typische Angriffsmuster zu sensibilisieren und IT-Sicherheit fest im Praxisalltag zu verankern“, sagt Pascal Jeschke aus dem Referat für Gesundheits- und Finanzwesen des BSI. Erfolgreiche Ransomware-Angriffe, unbefugte Zugriffe und Datenverluste könnten den Praxisbetrieb „erheblich stören oder zum Stillstand bringen“, warnt das BSI.

Die zusammen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) überarbeitete IT-Sicherheitsrichtlinie schreibt unter anderem organisatorische Maßnahmen, regelmäßige Schulungen der Beschäftigten sowie technische Mindeststandards vor. Dazu gehören ein geregeltes Patch-Management, regelmäßige Datensicherungen, der Schutz von Endgeräten und Netzwerken sowie Vorgaben für den Einsatz von Cloud-Diensten.

Die neuen Materialien greifen Situationen aus dem Praxisalltag auf und geben beispielsweise Empfehlungen für den Umgang mit Phishing-Mails, den Einsatz externer IT-Dienstleister oder das Onboarding neuer Beschäftigter. Zudem verweist das BSI beim Austausch sensibler Patientendaten auch auf den Kommunikationsdienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen), der E-Mails verschlüsselt innerhalb der Telematikinfrastruktur verschickt und sich bereits etabliert habe.

(mack)

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