Die Zuversicht professioneller Anleger erreicht in einer viel beachteten Umfrage Höchststände. Nach Einschätzung der Bank of America lässt sich das als Warnsignal für die Aktienmärkte deuten.

Handel an der New Yorker Börse: Viel Optimismus, wenig Cash. Foto: Bloomberg
Frankfurt. Investoren sollten ihr Engagement am Aktienmarkt überdenken. Zu diesem Schluss kommt die Bank of America (BofA) nach Auswertung ihrer monatlichen Fondsmanagerumfrage. Nach Einschätzung der BofA-Strategen ist die Positionierung der Anleger inzwischen so optimistisch, dass sie als Warnsignal für die Aktienmärkte gelten kann.
Die BofA-Umfrage gilt als wichtiges Stimmungsbarometer unter institutionellen Investoren. Befragt wurden 181 Fondsmanager mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 484 Milliarden Dollar.
Der Umfrage zufolge bauten Fondsmanager ihre Barreserven weiter ab: Die durchschnittliche Cashquote fiel von 4,1 auf 3,6 Prozent des verwalteten Vermögens und erreichte damit laut BofA ein „extrem niedriges“ Niveau. Gleichzeitig stieg die Netto-Übergewichtung von US-Aktien auf 24 Prozent. Damit sind 24 Prozent mehr Investoren gegenüber ihren Börsenvergleichsindizes höher in Aktien gewichtet als solche, die Aktien niedriger gewichten. So hoch war die Übergewichtung zuletzt im Dezember 2024.
Niedrige Cashquoten gelten als Kontraindikator am Aktienmarkt. Investoren verfügen dann nur noch über wenig Kapital, um mit Käufen die Kurse weiter nach oben zu treiben.
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