Deepfake-Betrüger werden immer besser. Ein einfacher 3-Finger-Trick beim Videoanruf kann verräterische Bildfehler sichtbar machen.
Mit einem einfachen Trick lassen sich viele Deepfake-Betrüger enttarnen.
Foto: COMPUTER BILD (Ki generiert)
Deepfake-Betrüger werden immer besser. Ein einfacher 3-Finger-Trick beim Videoanruf kann verräterische Bildfehler sichtbar machen.
Die
Deepfake-Technologie wird immer besser. Kriminelle können heute Gesichter und Stimmen täuschend echt nachahmen – sogar live in Videoanrufen. Experten empfehlen deshalb einen einfachen Test, mit dem sich viele KI-Fälschungen schnell entlarven lassen: den 3-Finger-Trick.
Bitten Sie Ihr Gegenüber während eines Videoanrufs, drei Finger direkt vors Gesicht zu halten. Bei vielen Deepfake-Systemen kommt es dabei zu sichtbaren Fehlern. Die KI hat Schwierigkeiten, Finger und Gesicht korrekt zu trennen und in Echtzeit darzustellen. Mögliche Anzeichen für einen Deepfake sind:
Solche Bildstörungen können ein Hinweis darauf sein, dass keine echte Kameraaufnahme, sondern eine KI-Manipulation zu sehen ist.
Moderne Deepfake-Programme analysieren das Gesicht einer Person und legen eine künstlich erzeugte Maske darüber. Werden Teile des Gesichts verdeckt, etwa durch Hände oder Finger, muss die Software blitzschnell berechnen, welche Bereiche sichtbar bleiben. Und hier geraten viele Systeme an ihre Grenzen. Besonders spontane Bewegungen direkt vor dem Gesicht können Fehler verursachen, die für aufmerksame Beobachter erkennbar sind.
Der 3-Finger-Trick ist jedoch kein hundertprozentiger Beweis. Moderne Deepfake-Systeme werden konstant verbessert und bestehen solche Tests teilweise. Umgekehrt können auch schlechte Internetverbindungen oder schwache Kameras Bildfehler verursachen. Bei wichtigen Entscheidungen sollten Sie deshalb zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen hinzuziehen. Vereinbaren Sie etwa ein Rückrufkennwort, stellen Sie unerwartete Rückfragen oder kontaktieren Sie die Person über einen zweiten Kommunikationsweg.
Sicherheitsbehörden weltweit warnen vor einer steigenden Zahl von
Betrugsfällenmit
KI-generierten Stimmenund Videos. Kriminelle geben sich dabei als Familienmitglieder, Kollegen oder Vorgesetzte aus, um Geldüberweisungen oder sensible Daten zu erschleichen. Wer bei ungewöhnlichen Anrufen misstrauisch bleibt und einfache Prüfmethoden wie den 3-Finger-Trick nutzt, kann das Risiko deutlich reduzieren.
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