Die Pläne für Tiny Houses in Rotenburg sorgen für Diskussionen. Vor allem die Größe der Häuser und die Bauvorgaben stehen dabei in der Kritik.
Die Pläne für Tiny Houses in Rotenburg sorgen für Diskussionen. Vor allem die Größe der Häuser und die Bauvorgaben stehen dabei in der Kritik.
Im Rotenburg sorgt eine geplante Tiny-Haus-Siedlung auf einem ehemaligen Grünstreifen für Unmut bei einigen Anwohnern. Sie begrüßen die Entwicklung der Fläche grundsätzlich, sehen die künftigen Gebäude jedoch deutlich größer als ursprünglich erwartet, berichtet die „Kreiszeitung”. Verantwortlich für das Bauprojekt ist die Planungsgemeinschaft Nord (PGN).
Besonders die geplante Höhe der Tiny Häuser sorgt für Kritik. Während frühere Gartenhütten auf dem Gelände höchstens 2,5 Meter hoch waren, dürfen die neuen Gebäude eine Firsthöhe von bis zu sieben Metern und eine Wandhöhe von bis zu sechs Metern erreichen.
Auf den neuen Grundstücken sei zudem eine Versiegelung von bis zu 40 Prozent erlaubt, während im angrenzenden Wohngebiet lediglich 30 Prozent zulässig sind. „Neue Nachbarn heißen wir gerne willkommen, aber es ärgert uns, dass die sich stärker austoben dürfen als wir beim Bau”, sagt ein Anwohner gegenüber der „Kreiszeitung”.
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„Wie die Kritiker das darstellen, stimmt es nicht”, betont Norbert Behrens, Geschäftsführer der PGN. Laut seiner Aussage verfolge das Konzept das Ziel, Menschen mit geringerem Budget den Weg ins eigene Haus zu ermöglichen. Die kleineren Grundstücke sollen eine kostengünstigere Alternative zu klassischen Bauplätzen bieten. Der Begriff Tiny Haus bedeute in diesem Fall vor allem eine effiziente Nutzung der verfügbaren Fläche, was laut Behrens zudem nachhaltiger sei.
Der Trend zum Wohnen auf kleiner Fläche im eigenen Haus nimmt in Deutschland weiter zu, vor allem wegen der vermeintlich geringen Kosten. Tiny Häuser haben meist zwischen 20 und 50 Quadratmetern Wohnfläche, erklärt das „Cradle Magazin”. Viele Interessenten verbinden damit niedrigere Kosten, geringeren Energieverbrauch und eine nachhaltigere Lebensweise.
Fachleute relativieren diesen Eindruck. Pro Quadratmeter verbrauchen Tiny Häuser oft mehr Energie als größere Gebäude und sind nicht automatisch ökologischer. Auch beim Flächenverbrauch und bei den Baustoffen schneiden sie im Vergleich zu Mehrfamilienhäusern häufig schlechter ab, können aber durch nachhaltige Materialien und einen minimalistischen Lebensstil Vorteile haben.
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