Er diente der Raumfahrt, wurde zum Museumsstück und sogar zum Impfzentrum. Nun beginnt für den Airbus Zero-G am Flughafen Köln/Bonn sein letztes Kapitel.
Er diente der Raumfahrt, wurde zum Museumsstück und sogar zum Impfzentrum. Nun beginnt für den Airbus Zero-G am Flughafen Köln/Bonn sein letztes Kapitel.
Am Flughafen Köln/Bonn verschwindet eine besondere Attraktion: Der Airbus A300 Zero-G wird abgebaut und zerlegt. Die ehemalige Schwerelosigkeitsmaschine des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) war über Jahre hinweg ein beliebtes Fotomotiv und Teil zahlreicher Flughafenführungen. Für viele Kölner ist das Flugzeug längst zu einem Stück Stadtgeschichte geworden.
Der Airbus blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. Bis 2014 nutzte das DLR die Maschine für sogenannte Parabelflüge, mit denen Schwerelosigkeit simuliert wird. Insgesamt absolvierte der Airbus 13.180 dieser Flugmanöver. Auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst trainierte an Bord der Maschine.
Im August 2015 erhielt der Airbus dann einen festen Platz am Flughafen Köln/Bonn. Die 54 Meter lange und rund 80 Tonnen schwere Maschine wurde per Schwerlastkran aufgestellt und dabei spektakulär um 180 Grad gedreht.
Nach seiner aktiven Zeit wurde der Zero-G zu einem multimedialen Museumsflugzeug umgebaut. Besucher konnten in das gläserne Cockpit blicken und sich für Fotos scheinbar schwerelos in Szene setzen. Er diente der Raumfahrt, wurde zum Museumsstück und sogar zum Impfzentrum. Nun beginnt für den Airbus Zero-G am Flughafen Köln/Bonn sein letztes Kapitel. Der damalige Flughafenchef Michael Garvens bezeichnete den Airbus deshalb als „ein Stück Luftfahrtgeschichte“.
Während der Corona-Pandemie bekam der Airbus noch eine weitere Aufgabe. Im Jahr 2021 konnten sich Kölnerinnen und Kölner in der ungewöhnlichen Kulisse gegen Covid-19 impfen lassen.
Der damalige Vorsitzende der Flughafen-Geschäftsführung, Johan Vanneste, sprach damals von einem ganz besonderen Ort – nicht nur für Flugzeugfans.
Verantwortlich für den Abbau ist die belgische Firma PartsCare. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, ausrangierte Flugzeuge weiterzuverwerten.
Aus Teilen des Zero-G sollen künftig unter anderem Möbel und Dekorationsobjekte entstehen. Das Unternehmen fertigte aus alten Flugzeugen bereits Tische und sogar kleine Poolhäuser.
Wer möchte, kann sich damit künftig ein Stück des ehemaligen Schwerelosigkeits-Airbus nach Hause holen. Zwar verschwindet die Maschine vom Flughafen Köln/Bonn – in Einzelteilen soll sie jedoch weiterleben.
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