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Wildcampen, Müll und Flip-Flops: Strenge Kontrollen gegen rücksichtslose Touristen in Cortina

Дата публикации: 08-07-2026 09:45:00

Die italienische Bergstadt Cortina d’Ampezzo reagiert auf das zunehmende Fehlverhalten von Touristen in den Dolomiten. Mit zusätzlichen Polizeikontrollen und möglichen Bußgeldern sollen Sicherheit und die Lebensqualität der Einheimischen besser geschützt werden.

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Die italienische Bergstadt Cortina d’Ampezzo reagiert auf das zunehmende Fehlverhalten von Touristen in den Dolomiten. Mit zusätzlichen Polizeikontrollen und möglichen Bußgeldern sollen Sicherheit und die Lebensqualität der Einheimischen besser geschützt werden.

Die Gemeinde Cortina d’Ampezzo, im Nordosten Italiens, hat gemeinsam mit der Region Venetien und der Provinz Belluno ein neues Maßnahmenpaket beschlossen, um gegen problematisches Verhalten von Besuchern vorzugehen. Während der Sommersaison unterstützt die Provinzpolizei die örtliche Gemeindepolizei bei Kontrollen in beliebten Naturgebieten, berichtet die Plattform „Südtirol News“.

Ziel ist es, Touristen über Sicherheitsregeln und den Schutz der empfindlichen Berglandschaft aufzuklären. Wer sich trotz entsprechender Hinweise nicht an die Vorschriften hält, muss künftig mit Geldstrafen rechnen.

Immer mehr Probleme in der Natur durch unvorsichtige Besucher

Auslöser der Maßnahmen ist der anhaltende Besucheransturm in den Dolomiten. Im Jahr 2025 wurden im Belluneser Dolomitengebiet laut „Südtirol News“ mehr als 1,1 Millionen Gäste gezählt, rund elf Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig häufen sich Zwischenfälle: Wanderer sind mit ungeeignetem Schuhwerk auf alpinen Wegen unterwegs, Besucher campieren unerlaubt in der Natur, hören laute Musik oder hinterlassen Müll.

Vor allem rund um beliebte Ausflugsziele wie den Sorapis-See kommt es immer wieder zu problematischem Verhalten von Touristen (Symbolbild)

Vor allem rund um beliebte Ausflugsziele wie den Sorapis-See kommt es immer wieder zu problematischem Verhalten von Touristen (Symbolbild) IMAGO / Panthermedia

Natur soll langfristig besser vor Besuchern geschützt werden

Besonders stark betroffen ist der Wanderweg zum Sorapis-See, auf dem sich regelmäßig lange Besuchergruppen bilden. Bis September sollen zusätzliche Polizeistreifen dort unterwegs sein. Die Behörden erinnern laut „Südtirol News“ außerdem daran, dass auch organische Abfälle wie Obstschalen nicht in der Natur entsorgt werden dürfen, da sie Wildtiere anlocken und deren Verhalten verändern können.

Wildcampen bleibt ebenfalls verboten, stattdessen sollen Wanderer auf Berghütten oder ausgewiesene Stellen ausweichen. Für das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt stellt die Gemeinde 20.000 Euro bereit. Langfristig könnte das Konzept auch auf weitere Tourismusorte in der Provinz Belluno ausgeweitet werden.

Mehr Deutsche Besucher reisen nach Italien

Während Orte wie Cortina d’Ampezzo mit strengeren Regeln auf das Verhalten einzelner Touristen reagieren, rechnet Italien insgesamt weiterhin mit einer hohen Zahl deutscher Urlauber. Laut der Frankfurter Rundschau wurden nach Angaben der italienischen Tourismusagentur ENIT von Januar bis Juli 2025 rund 1,5 Millionen Reisende aus Deutschland an italienischen Flughäfen gezählt.

Das entspricht einem Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. ENIT-Geschäftsführerin Ivana Jelinic bezeichnet diese Entwicklung als „ein Zeichen dafür, dass unser Land mit seinem vielfältigen Angebot weiterhin geschätzt wird“. Die Nachfrage verteile sich auf ganz unterschiedliche Reiseziele, von Kunststädten und Badeorten über Berge und Seen bis hin zu kleinen Dörfern und kulinarischen Erlebnissen, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Nach Angaben der Tourismusagentur wurde im Laufe des Jahres zudem bereits die Marke von 2,5 Millionen Ankünften aus Deutschland an italienischen Flughäfen überschritten. Jelinic geht davon aus, dass diese Zahl mit Blick auf die kommenden Feiertage im weiteren Jahresverlauf noch steigen wird.

Trentino bietet zahlreiche Alternativen zu stark besuchten Urlaubsorten

In den Dolomiten sind einzelne Wanderwege und Ausflugsziele immer stärker frequentiert, aber die Region Trentino verfügt über eine große Zahl weiterer Natur- und Erholungsgebiete, die noch nicht überfüllt sind. In der Region gibt es mehr als 300 Seen, weshalb das Gebiet rund um Trient teilweise auch als „Klein-Finnland“ bezeichnet wird. Neben dem Gardasee, der sich über mehrere Provinzen erstreckt, gehören unter anderem der Lago Toblino und der Lago Cavedine im Valle dei Laghi zu den bekannten Gewässern. Die Seen werden unter anderem zum Baden, Angeln und für verschiedene Wassersportarten genutzt und liegen in unmittelbarer Nähe der Dolomiten.

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