Die japanische Regierung will die Wirtschaft mit Millionen neuer Roboter digitalisieren. Ein neues KI-Modell soll dabei helfen, dem extremen Mangel an Arbeitskräften im Land entgegenzuwirken.
Die japanische Regierung will die Wirtschaft mit Millionen neuer Roboter digitalisieren. Ein neues KI-Modell soll dabei helfen, dem extremen Mangel an Arbeitskräften im Land entgegenzuwirken.
Japan will dem wachsenden Fachkräftemangel mit einer massiven Automatisierungswelle begegnen. Bis zum Jahr 2040 sollen landesweit rund zehn Millionen zusätzliche Roboter im Einsatz sein. Wie das Portal „TechRadar“ berichtet, sollen die neuen Helfer in insgesamt 18 verschiedenen Wirtschaftszweigen zum Einsatz kommen. Darunter auch in den Bereichen Altenpflege, Lebensmittelproduktion und Gastronomie.
Für dieses Vorhaben nimmt der Staat erhebliche finanzielle Mittel in die Hand. Nach Informationen des Fachportals „IT-Boltwise“ investiert die Regierung in den kommenden fünf Jahren umgerechnet rund fünf Milliarden Euro in diese Technologie.
Die Basis des Megaprojektes bildet das im Inland entwickelte KI-Modell Noetra. Dieses System wird von einem Zusammenschluss großer japanischer Konzerne getragen, zu denen unter anderem SoftBank, Sony und Honda gehören.
Beim Training der künstlichen Intelligenz greifen die Entwickler auf bereits vorhandene Datensätze aus realen Einsatzgebieten wie der Altenpflege, der Katastrophenhilfe oder den Produktionsstätten zurück. Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa stellte in diesem Zusammenhang klar: „Die Nutzung der angesammelten Daten wird Japans Gewinnerstrategie sein.“
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Um die Entwicklung voranzutreiben, arbeitet die Regierung mit Forschungseinrichtungen in den USA, Kanada, Frankreich und Großbritannien zusammen. Nach Angaben von „TechRadar“ soll das System heimischen Firmen später auch die Expansion auf ausländische Märkte erleichtern. Das Ziel ist es, den KI-gesteuerten Wandel vor allem in ländlichen Regionen zu etablieren. Dort macht sich der Arbeitskräftemangel infolge der alternden Bevölkerung besonders stark bemerkbar.
Für deutsche Industrieunternehmen ist Japans Ansatz besonders interessant, da sie vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Dazu gehören der Fachkräftemangel, der demografische Wandel und der steigende Bedarf an Automatisierung, ohne dass die Qualität darunter leidet. Wie „IT-Boltwise“ berichtet, verfügen Unternehmen wie Siemens oder Volkswagen bereits über Erfahrung im Bereich Robotik und Automatisierung. Dennoch müssen sie weiterhin in die Entwicklung von KI und in die Integration dieser Technologien investieren.
Der deutsche Automobilhersteller BMW kündigte im Februar 2026 erstmals an, humanoide Roboter in der Produktion in Deutschland einzusetzen. Im Werk Leipzig wird dabei untersucht, wie Roboter mit künstlicher Intelligenz eingesetzt werden können, um Produktionsabläufe flexibler und effizienter zu gestalten.
Der humanoide Roboter AEON soll laut dem Unternehmen vor allem bei Aufgaben in der Batterie- und Komponentenfertigung unterstützen. Ziel ist es, Mitarbeitende bei körperlich belastenden oder wiederkehrenden Tätigkeiten zu entlasten und gleichzeitig die Qualität der Produktion zu sichern. Mit dem Projekt möchte BMW die Entwicklung von Robotik und KI vorantreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produktion langfristig stärken.
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