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BaWü-Freibäder verschärfen Regeln: „Keine Schikane, notwendig”

Дата публикации: 10-07-2026 15:20:00

Nach mehreren Polizeieinsätzen verschärfen grenznahe Freibäder in BaWü die Sicherheitsmaßnahmen. Ein Bademeister ordnet die Maßnahmen ein.

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Nach mehreren Polizeieinsätzen verschärfen grenznahe Freibäder in BaWü die Sicherheitsmaßnahmen. Ein Bademeister ordnet die Maßnahmen ein.

Ein Freibad ist für viele Menschen der Inbegriff von Sommer. Familien verbringen gemeinsam Zeit, Kinder planschen im Wasser, Jugendliche treffen Freunde und Erwachsene genießen ein paar unbeschwerte Stunden. Genau so sollte es sein. Doch die Realität sieht in einigen Freibädern inzwischen anders aus.

Seit Jahrzehnten arbeite ich im Bäderbereich. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland und weiß, vor welchen Herausforderungen viele Freibäder heute stehen. Deshalb bin ich überzeugt: Wenn ein Betreiber sich für eine Ausweispflicht entscheidet, dann tut er das nicht, um Badegäste zu schikanieren. Er tut es, weil er Verantwortung übernehmen muss.

Betreiber tragen Verantwortung für die Sicherheit ihrer Beschäftigten und aller Badegäste. Sie müssen dafür sorgen, dass Familien, Kinder und alle anderen Besucher ihren Tag im Freibad unbeschwert verbringen können.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, alle Badegäste unter Generalverdacht zu stellen. Die überwältigende Mehrheit verhält sich respektvoll. Sie möchte einfach schwimmen, sich erholen oder mit ihren Kindern einen schönen Sommertag genießen.

Ausweispflicht kann helfen, Störer fernzuhalten

Genau hier kann eine Ausweispflicht helfen. Ein Hausverbot ist nur dann wirksam, wenn bekannte Störer auch wiedererkannt werden können. Wer sich nach einem Hausverbot einfach am nächsten Tag erneut anstellt, macht das Hausrecht praktisch wertlos. Durch eine Identitätskontrolle erhalten Betreiber die Möglichkeit, konsequent zu handeln und ihre Entscheidungen auch durchzusetzen.

Ich höre immer wieder das Argument, dadurch würden ehrliche Badegäste benachteiligt. Aus meiner Sicht ist das nicht der Fall. Wer sich an die Regeln hält, hat von einer kurzen Ausweiskontrolle kaum einen Nachteil. Der Gewinn an Sicherheit für Familien, Kinder und Beschäftigte wiegt deutlich schwerer.

Natürlich löst eine Ausweispflicht nicht alle Probleme. Sie ersetzt weder ausreichend Personal noch Sicherheitsdienste oder gegenseitigen Respekt. Sie ist auch kein Allheilmittel. Aber sie kann ein wichtiger Baustein sein, um bekannte Störer fernzuhalten und den friedlichen Badegästen das zurückzugeben, was ein Freibad sein sollte: ein sicherer Ort für alle.

Ich wünsche mir den Tag, an dem solche Maßnahmen nicht mehr notwendig sind. Solange Beschäftigte jedoch beleidigt, bedroht oder sogar angegriffen werden und sich Familien in manchen Freibädern nicht mehr uneingeschränkt wohlfühlen, halte ich strengere Einlasskontrollen für einen nachvollziehbaren und richtigen Schritt. Denn am Ende muss die Sicherheit immer wichtiger sein als die Bequemlichkeit weniger.

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