Ein australischer Senior ist Opfer einer dreijährigen Online-Täuschung geworden. Der 80-Jährige verlor dabei nicht nur sein gesamtes Vermögen, sondern auch seine vertraute Unterkunft.
Ein australischer Senior ist Opfer einer dreijährigen Online-Täuschung geworden. Der 80-Jährige verlor dabei nicht nur sein gesamtes Vermögen, sondern auch seine vertraute Unterkunft.
Ein Online-Liebesbetrug hat einen australischen Großvater ruiniert. Wie das Nachrichtenportal „7News“ berichtet, verlor der 80-jährige Lyle Lambie rund 300.000 Dollar (rund 182.080 Euro).
Zudem musste er sein langjähriges Heim aufgeben. Das Haus, in dem er über 20 Jahre lebte, wurde durch die Bank zwangsversteigert. „Ich bin am Boden zerstört, wirklich absolut am Boden zerstört“, beschreibt Lambie seine emotionale Lage angesichts des schweren Verlusts.
Der dreijährige Facebook-Kontakt mit einer Ausländerin entpuppte sich als Falle. Laut „7News“ forderte die unbekannte Person für angebliche Flugtickets oder Arztrechnungen ständig Geld. Die Zahlungen erfolgten anonym per Prepaid-Geschenkkarten.
Nun tritt der Senior an die Öffentlichkeit. Er möchte andere vor den psychologischen Taktiken der Betrüger warnen. Diese nutzen gezielte Anbahnungsmethoden, um Vertrauen aufzubauen und ihre Opfer systematisch auszubeuten.
Beim Love Scamming geben Betrüger sich in Dating-Apps und Chats als romantische Partner aus, bauen über Wochen oder Monate eine emotionale Beziehung auf und bringen ihre Opfer schließlich dazu, Geld zu überweisen – oft mit erfundenen Notlagen wie Unfällen oder Reiseproblemen.
Besonders dramatisch trifft es Deutschland: Wie aus dem „Global Financial Crime Report“ des US-amerikanischen Beratungsunternehmens Nasdaq Verafin hervorgeht, beliefen sich die Love-Scamming-Betrugsfälle hierzulande im Jahr 2025 auf 380 Millionen Euro. Damit sind 86 Prozent aller gemeldeten EU-Verluste auf Deutschland entfallen – das Land ist damit mit Abstand am stärksten betroffen.
Die Täter arbeiten professionell in internationalen Netzwerken, nutzen gestohlene Fotos, teilweise von Prominenten, KI und gefälschte Profile. Betroffene erleiden nicht nur hohe finanzielle Schäden, sondern auch starke emotionale Verletzungen.
Der Cybersicherheitsexperte Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipler rät zu gesunder Skepsis. Eine Bild-Rückwärtssuche kann erste wichtige Hinweise auf einen Betrug liefern. Es sollten keine Geldtransfers an Unbekannte getätigt werden. Im Zweifelsfall können Betroffene Freunde oder Verwandte einbeziehen.
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