Warum sich die Künstlerin auf die Ostalb freut und was das Publikum am Freitag, 26. Juni, musikalisch erwartet, verrät sie jetzt im Gespräch.
Stand: 15.06.2026, 18:00 Uhr
Von: Ulrike Schneider

Warum sich die Künstlerin auf die Ostalb freut und was das Publikum am Freitag, 26. Juni, musikalisch erwartet, verrät sie jetzt im Gespräch.
Neresheim. Wenn Vanessa Mai nach Neresheim kommt, bringt sie nicht nur ihre größten Hits mit. Gemeinsam mit ihrer Band verspricht die Sängerin einen Abend voller Livemusik, spontaner Momente und eine Reise durch ihre vergangenen zehn Karrierejahre. Mit dem Open Air auf dem Marienplatz eröffnet sie am Freitag, 26. Juni, das Jubiläum-Stadtfest. Im Gespräch mit Redakteurin Ulrike Schneider spricht sie über ihre Vorfreude auf die Ostalb, die besondere Atmosphäre von Stadtfesten und darüber, warum man den Moment genießen sollte.
Frau Mai, Sie sagen, Sie freuen sich auf Neresheim. Was ist das Erste, das Ihnen einfällt, wenn Sie an die Ostalb denken?
Vanessa Mai: Beim Ostalb-Festival in Aalen 2019 habe ich eine unglaublich herzliche Stimmung erlebt. Deshalb freue ich mich sehr, wieder in die Region zurückzukommen. Ich bin generell gerne in Regionen unterwegs, die sich ein bisschen nach Heimat anfühlen – bodenständig, herzlich und nahbar. Da fühle ich mich wohl.
Sie waren schon auf den ganz großen Bühnen unterwegs. Was reizt Sie an einem Open Air mitten auf dem Marienplatz in Neresheim besonders?
Vanessa Mai: Open-Air-Konzerte haben ihren eigenen Reiz. An einem schönen Sommerabend entsteht eine Atmosphäre, die man so in einer Halle nicht erlebt. Trotzdem macht es für mich keinen Unterschied, wie groß die Bühne ist. Wer zu einem Konzert kommt, soll einen großartigen Abend haben. Stadtfeste sind dabei oft etwas lockerer – und genau deshalb entstehen dort immer wieder unvergessliche und spontane Momente.
Das Konzert eröffnet das Jubiläum-Stadtfest. Spürt man bei solchen Veranstaltungen eine andere Nähe zum Publikum als bei Arena- oder Hallenkonzerten?
Vanessa Mai: Auf jeden Fall. Bei Stadtfesten treffen ganz unterschiedliche Menschen zusammen. Da stehen Fans in der ersten Reihe, aber auch Leute, die vielleicht zum ersten Mal ein Konzert von mir besuchen. Das mag ich sehr. Es entsteht eine besondere Offenheit und oft auch eine gewisse Unbeschwertheit. Man merkt, dass die Menschen einfach gemeinsam feiern und einen schönen Abend verbringen wollen.
Was erwartet die Besucher musikalisch?

Vanessa Mai: Wir feiern gemeinsam zehn Jahre meiner Solokarriere. Deshalb wird es eine Mischung aus Songs sein, die die Fans seit Jahren begleiten, aber auch neuere Titel, die mir persönlich sehr viel bedeuten. Mit meiner Band bekommen die Songs noch einmal eine ganz andere Energie. Und wer mich kennt, weiß: Ich halte mich selten zu 100 Prozent an den Plan. Natürlich dürfen Klassiker wie „Wolke 7“ oder „Ich sterb für dich“ nicht fehlen. Gleichzeitig arbeite ich gerade an neuer Musik, deshalb spürt man auf der Bühne natürlich auch, wo ich heute als Künstlerin stehe.
Die Ostalb gilt als bodenständig, herzlich und manchmal etwas zurückhaltend. Wie erleben Sie das Publikum hier in der Region?
Vanessa Mai: Ich versuche, Menschen nie in Schubladen zu stecken. Deshalb gehe ich auch nicht mit bestimmten Erwartungen auf die Bühne. Ich bin selbst ein offener Mensch und mache die Erfahrung, dass Offenheit fast immer zurückkommt. Musik verbindet ohnehin sehr schnell. Mit der Band im Rücken fühle ich mich dabei immer sicher und kann die Menschen einfach mitnehmen.
Wenn Sie vor dem Konzert ein paar freie Stunden hätten: Was wäre Ihr Lieblingsplatz? Natur, Kloster oder Café?
Vanessa Mai: Wahrscheinlich von allem etwas. Ich bin sehr gerne draußen unterwegs. Unser Hund Ikaro ist meistens dabei und würde sich über eine große Runde in der Natur sicher freuen. Gleichzeitig finde ich es spannend, neue Orte kennenzulernen und die Atmosphäre aufzusaugen. Wenn die Zeit reicht, würde ich deshalb am liebsten alles miteinander verbinden.
Ihre Karriere hat sich immer wieder verändert. Unterscheidet sich die mutige Vanessa Mai von heute von der jungen Künstlerin vor zehn Jahren?

Vanessa Mai: Definitiv. Ich habe gelernt, mehr auf mich selbst zu hören. Früher wollte ich vieles richtig machen und es möglichst allen recht machen. Heute weiß ich, dass man seinen eigenen Weg gehen muss. Ich versuche, das zu leben, was mich glücklich macht. Und wenn ich damit andere ermutigen kann, an ihre Träume zu glauben und nicht aufzugeben, dann freut mich das sehr.
Viele Menschen auf der Ostalb engagieren sich in Vereinen oder bei der Feuerwehr. Welche Rolle spielen Gemeinschaft und Zusammenhalt in Ihrem Leben?
Vanessa Mai: Eine sehr große. Ich komme selbst aus einer kleineren Stadt und bin meiner Heimat bis heute eng verbunden. Deshalb weiß ich, wie wichtig Gemeinschaft sein kann. Gerade heute ist Zusammenhalt wichtiger denn je. Das ist nicht immer einfach, aber ich finde, wir sollten wieder mehr aufeinander achten und uns gegenseitig unterstützen. Davon lebt eine Gesellschaft.
Zum Schluss: Welche Botschaft möchten Sie den Menschen in Neresheim mit auf den Heimweg geben?
Vanessa Mai: Ich sage bei solchen Konzerten oft: Egal, woher wir kommen und was uns gerade beschäftigt – lasst uns für diesen Abend einfach zusammenkommen. Wir alle haben unser Päckchen zu tragen, aber solche Momente erinnern uns daran, wie gut es tut, gemeinsam zu lachen, zu feiern und den Augenblick zu genießen. Gestern ist vorbei, morgen kennen wir nicht. Aber wir haben das Jetzt. Und genau das sollten wir auskosten.
Wann & wo: Freitag, 26. Juni 2026; Marienplatz Neresheim; als Auftakt zum 30. Neresheimer Stadtfest;
Zeiten: Einlass: 18.30 Uhr; Beginn: 19 Uhr;
Support: Urban Brass, DJ Martinez;
Tickets: erhältlich über Reservix sowie alle Reservix-Vorverkaufsstellen (u. a. Tourist-Information Neresheim); 45 Euro; ermäßigt (unter 18) 42 Euro; Abendkasse mit erhöhten Preisen;
Hinweis: Fürs leibliche Wohl sorgen örtliche Vereine.
Vanessa Mai zählt zu den erfolgreichsten deutschen Pop-Künstlerinnen ihrer Generation. Seit ihrem Durchbruch im Jahr 2013 hat sie zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen erhalten, mehrere Nummer-1-Alben veröffentlicht und sich als feste Größe in der deutschen Musik- und Unterhaltungsbranche etabliert.
Neben ihrer musikalischen Karriere ist sie als Podcasterin, Schauspielerin und Unternehmerin aktiv. Mit ihrer starken Präsenz in Fernsehen, Streaming und sozialen Medien erreicht sie ein Millionenpublikum und gehört zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Entertainment-Landschaft.
Mit ihrer modernen Verbindung aus Musik, Medien und digitaler Kommunikation steht Vanessa Mai exemplarisch für eine neue Generation von Künstlerinnen, die weit über die klassische Bühne hinaus wirken.
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