In einem dramatischen Entscheidungsspiel schafft der DSC 99 doch noch den Aufstieg. Der Sohn eines ehemaligen Nationalspielers trifft in letzter Sekunde zum 3:2. Doch das Spiel war auch von einem erschreckenden Zwischenfall überschattet.
Düsseldorf · In einem dramatischen Entscheidungsspiel schafft der DSC 99 doch noch den Aufstieg. Der Sohn eines ehemaligen Nationalspielers trifft in letzter Sekunde zum 3:2. Doch das Spiel war auch von einem erschreckenden Zwischenfall überschattet.
Sie haben es trotz zahlreicher Widrigkeiten geschafft: Die A-Junioren des DSC 99 sind in die Fußball-Niederrheinliga aufgestiegen. In einem packenden Krimi setzte sich die Mannschaft von Trainer Anton Redlich am Sonntagmittag gegen die SVG Neuss-Weissenberg durch. Das auf der Anlage des SV Wersten 04 ausgetragene Entscheidungsspiel ging in die Verlängerung. Dort gelang Jayron-Cain Hanke der Lucky Punch. Der Sohn des deutschen Ex-Nationalspielers Mike Hanke drückte den Ball mit der letzten Aktion des Spiels mit dem Rücken irgendwie zum 3:2-Endstand über die Linie. „Das Tor war symptomatisch für das Spiel. Wir haben heute nicht unsere beste Leistung abgerufen. Aber darum ging es auch nicht. Mich freut es sehr für die Jungs, dass sie die Partie über die Ziellinie gebracht haben“, sagte Anton Redlich.
Der Aufstieg des Teams von der Windscheidstraße war mehr als verdient. Zumal das diesmal vom starken Kaito Yoshizawa als Kapitän auf das Feld geführte Team auf dem Weg nach oben vor diverse Herausforderungen gestellt wurde. Die nunmehr für die Aufstiegsfrage nicht mehr relevante Posse um den Einsatz eines mutmaßlich zu alten Spielers des SC St. Tönis war nur eine davon. Auch die Organisation des letzten Spieltags der Qualifikationsrunde war aus Sicht der Düsseltaler eine Farce. Denn dass mit dem SC Velbert und KFC Uerdingen zwei direkte Konkurrenten im Aufstiegsrennen ihr direktes Duell zweieinhalb Stunden später als alle anderen Klubs austragen durften, war schlichtweg unfair. Schließlich wussten beide Teams so schon vor dem Anpfiff, dass ihnen beiden ein Remis für den direkten Aufstieg reichen würde. Und so endete besagte Partie letztlich auch mit einem Unentschieden.
Anton Redlich und seine Schützlinge ließen sich von diesen Störfeuern aber nicht entmutigen, sondern zeigten unbändigen Siegeswillen und Nervenstärke. Letztere war dann auch am Sonntag noch einmal gefragt. Nach einer 2:0-Führung (15., 26.) glitt dem „Club“ das Spiel etwas aus der Hand, was sicher auch mit einem unglücklichen Unfall neben dem Platz zu tun hatte. Da stürzte die Mutter eines DSC-Spielers die Zuschauertreppe hinunter und fiel auf den Kopf. Bis der herbeigerufene Krankenwagen den Platz verlassen hatte, war rund eine Stunde vergangen. Nach der langen Pause gelang es dem DSC beim Stand von 2:1 nicht, für die Vorentscheidung zu sorgen. Stattdessen gelang den vom ehemaligen DSCer Mike Walbröhl trainierten Neussern per Freistoß noch der Ausgleich. Und so ging es für die früheren Mannschaftskollegen Redlich und Walbröhl mit ihren Teams in die Verlängerung, in der Hanke seinem Vater, dem früheren Bundesliga-Torjäger, nacheiferte.
Den Aufstieg feierte die Redlich-Elf im Anschluss auf der Terrasse des eigenen Klubheims. Dort gab es dann auch gute Nachrichten aus dem Hospital: Die gestürzte Mutter durfte das Krankenhaus noch am Abend verlassen.