Nach einem Feuer an der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln taucht ein Bekennerschreiben auf. Nun wird Sabotage vermutet. Die Strecke ist wieder freigegeben.
Die wichtige Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln ist vermutlich durch einen Brandanschlag lahmgelegt worden. Aus Sicherheitskreisen verlautete, es werde ein Sabotageakt vermutet. Inzwischen tauchte auf der linken Plattform indymedia.org ein mutmaßliches Bekennerschreiben auf.
Die Bahnstrecke war seit Freitag gesperrt. Am Samstag wurde sie freigegeben. Der Zugverkehr rollt nach Angaben der Deutschen Bahn wieder ohne Einschränkungen.
Das Schreiben wurde unter dem Namen der Gruppe „Kommando Angry Birds“ veröffentlicht. Darin schreibt die Gruppe, dass sie verantwortlich „für die Sabotage der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen“ sei. Es seien Brandsätze in einem großen Kabelschacht an der nordöstlichen Ecke der Wupperbrücke und in einem schmaleren Schacht deponiert worden. Als Motiv für den Anschlag wurde ein „Massensterben“ durch die „technologische Eskalation“ genannt, das aufgehalten werden müsse.
In Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass das Schreiben echt ist. Dass ein technischer Defekt den Böschungsbrand an der Bahnstrecke auslösen konnte, gelte als wenig wahrscheinlich. Über das Bekennerschreiben hatte zuerst der WDR berichtet.
Ein Sprecher der Polizei Köln sagte auf Anfrage, das Bekennerschreiben sei bekannt. Es würden Ermittlungen geführt, ob es authentisch sei. In einem solchen Bereich werde auch geprüft, ob gegebenenfalls Zusammenhänge zu anderen Delikten bestünden.
Der Staatsschutz der Kölner Polizei hatte bereits am Freitag die Ermittlungen übernommen. Es werde untersucht, ob strafrechtliches Handeln vorliege und das Feuer absichtlich gelegt worden sei, hatte ein Polizeisprecher gesagt.
Die linksextremistische Gruppe „Kommando Angry Birds“ hatte vor etwa einem Jahr auch einen Anschlag auf die Bahnhauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg für sich reklamiert. Auch dort waren im Juli 2025 Brandsätze gezündet worden. Tagelang war die wichtige Bahnstrecke gesperrt.
Die hat in den letzten Jahren im Raum Düsseldorf schon mehrfach sabotiert.
Herbert Reul (CDU), NRW-Innenminister, über die Gruppe „Kommando Angry Birds“
Anfang Januar dieses Jahres hatte die Gruppe sich zudem auf einen versuchten Anschlag auf ein Umspannwerk in Erkrath bei Düsseldorf bekannt. Der Anschlag schlug fehl.
Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte schon vor einem Jahr vor dem „Kommando Angry Birds“ gewarnt. „Die hat in den letzten Jahren im Raum Düsseldorf schon mehrfach sabotiert“, hatte Reul Anfang August 2025 gesagt. So seien Anschläge auf Telekommunikationsmasten in dem Ort Langenfeld/Erkrath und ein Tunnelbrand an der Autobahn 46 auf das Konto der Gruppe gegangen. Die Ermittlungen würden mit hohem Aufwand geführt, seien aber nicht ganz einfach, weil es sich nicht um eine fest gefügte Gruppe handele.
Im Nah- und Fernverkehr kam es zunächst wegen der Sperrung zu Umleitungen und Verspätungen und zum Ausfall einzelner Züge.
Die Ermittlungen in Langenfeld laufen nach Angaben der Bahn weiter. „Expertinnen und Experten der DB arbeiten mit voller Kraft an der Reparatur der immensen Schäden“, hieß es in einer Mitteilung.
Laut Bahn hatte am Freitagvormittag an zwei Stellen die Böschung zwischen Langenfeld und Leverkusen gebrannt. Die Feuerwehr habe die Brände zwar gelöscht. Allerdings habe das Feuer Schäden an mehreren Signalkabeln angerichtet, sodass auf dem Streckenabschnitt keine Züge fahren könnten.
Die Bahn bezeichnete „die aktuelle betriebliche Lage in NRW“ als „sehr angespannt“. Grund sei neben der möglichen Sabotage an der Strecke Düsseldorf – Köln auch ein erst am Freitag festgestellter Brückenschaden in Opladen bei Leverkusen. Die beschädigte Brücke liegt auf dem Korridor Hagen – Wuppertal – Köln, der nach einer Generalsanierung gerade erst wieder in Betrieb genommen worden war. (dpa)
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