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Heiß, härter, Muffigelläufe: Wie ganz Hüttlingen der großen Hitze trotzte

Дата публикации: 20-06-2026 19:46:00

Joachim Krauth und Carina Brendel kommen mit der Hitze am besten zurecht und setzen sich bei den 23. Muffigelläufen durch. Das Thermometer zeigte bis zu 34 Grad an.

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Stand: 21.06.2026, 14:11 Uhr

Von: Tim Abramowski

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Joachim Krauth (Dritter von rechts) setzte sich bei den 23. Muffigelläufen durch. Geprägt waren die Rennen von der großen Hitze.

Joachim Krauth (Dritter von rechts) setzte sich bei den 23. Muffigelläufen durch. Geprägt waren die Rennen von der großen Hitze. © tim

Joachim Krauth und Carina Brendel kommen mit der Hitze am besten zurecht und setzen sich bei den 23. Muffigelläufen durch. Das Thermometer zeigte bis zu 34 Grad an.

Hüttlingen. Für die prägenden Bilder des Tages sorgten nicht unbedingt die Sieger, sondern die vielen Anwohner entlang der Strecke der 23. Hüttlinger Muffigelläufe. Mit Gartenschläuchen, Wasserspritzen und aufmunternden Zurufen sorgten sie bei rund 34 Grad und Sonnenschein für dringend benötigte Abkühlung.

Die Muffigelläufe waren die fünfte Station in der diesjährigen Ostalb-Laufcup-Saison der Schwäbischen Post und Gmünder Tagespost in Zusammenarbeit mit dem WLV-Kreis Ostalb.

Auf die Hitze vorbereitet

Die Organisatoren des TSV Hüttlingen hatten sich auf die hohen Temperaturen vorbereitet. Zusätzliche Getränkestationen, Duschen entlang der Strecke sowie ein verstärktes Sicherheitskonzept mit Sanitätsdienst und Notarzt sorgten für die nötige Absicherung. Dennoch verlangten die Bedingungen den Läuferinnen und Läufern alles ab, insbesondere auf den freien Feldabschnitten rund um Hüttlingen.

Joachim Krauth ist der Schnellste

Am besten mit den Umständen zurecht kam über die zehn Kilometer Joachim Krauth. Der Sieger setzte auf eine kontrollierte Renneinteilung und vermied es bewusst, das hohe Anfangstempo mitzugehen. „Oben auf den Feldern ohne Schatten war es sehr anstrengend“, sagte Krauth nach seinem Erfolg. Zunächst hielt er sich in der Spitzengruppe auf, ehe er nach der Hälfte des Rennens das Tempo verschärfte und sich entscheidend absetzen konnte.

„Ich wollte nicht gleich Vollgas gehen. Ab der Hälfte habe ich versucht, etwas Druck zu machen. Das hat funktioniert“, erklärte er. Entscheidenden Anteil daran hatte auch die Unterstützung entlang der Strecke. „Überall standen Leute mit Gartenschläuchen oder Wasserspritzen. Das war super und hat enorm geholfen“, lobte Krauth.

In Seitsberg gab es eine wohlverdiente Abkühlung.

In Seitsberg gab es eine wohlverdiente Abkühlung. © tim

Beste Stimmung in Seitsberg

Tatsächlich wurden die Wasserfontänen von den Teilnehmern dankbar angenommen. Besonders in Seitsberg war entlang der Strecke einiges geboten. Dort sorgte die Jugendkapelle des Musikvereins Hüttlingen für die musikalische Umrahmung der Muffigelläufe. Für die zehn Kilometer lange Strecke benötigte Krauth 37:06 Minuten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Lukas Lipp (Sysperto/37:28 Minuten) und Niclas Lühmann (Hofen/38:15 Minuten).

Bei den Damen war Carina Brendel vom TSV Nördlingen nicht zu stoppen. Nach 46:09 Minuten erreichte sie das Ziel. Stephie Christau (Bend/Oregon/46:56 Minuten) und Coralie Andorf (Heuchlingen/46:56 Minuten) komplettierten das Podest.

Franz Vaas beißt sich durch und wird verabschiedet

Dass es an diesem Nachmittag vor allem ums Durchhalten ging, zeigte auch das Beispiel von Franz Vaas. Der Läufer hatte unterwegs mit Krämpfen zu kämpfen und musste sich mehrfach durchbeißen. Aufgeben war für ihn jedoch keine Option. „Ab etwa viereinhalb Kilometern ging gar nichts mehr. Aber irgendwie habe ich mich durchgebracht“, erzählte er.

Im Ziel wurde Vaas mit einem Spalier der Avanti Avanti des TSV Hüttlingen begrüßt. Er hat bislang an allen 23 Muffigelläufen teilgenommen und wurde von zahlreichen Hüttlinger Vereins- und Kirchenmitgliedern verabschiedet, da er nun auch beruflich einen Schlussstrich zieht: Nach fast 37-jähriger Tätigkeit als Amtsleiter geht er in den Ruhestand.

Neben dem Hauptlauf am Kocherknie gab es weitere Wettbewerbe, darunter den Lauf am Limes über sieben Kilometer, den Walk around the Limes sowie zahlreiche Kinder- und Jugendläufe.

„Trotz der großen Hitze gingen mehr als 600 Läuferinnen und Läufer an den Start. Der Tag für uns ist sehr gut gelaufen. Viele Kinder waren am Start, was uns sehr gefreut hat. Es ist alles reibungslos abgelaufen, alle sind sicher im Ziel angekommen“, zog Mitorganisator Thomas Ilg vom TSV Hüttlingen Bilanz.

Am Ende überwog bei allen Beteiligten die Zufriedenheit. Die Sieger freuten sich über ihre Erfolge, die Organisatoren über einen reibungslosen Ablauf und die Zuschauer über spannende Rennen. Vor allem aber blieb das Bild eines heißen Sommertages, an dem sich Hüttlingen einmal mehr von seiner sportlichen und gemeinschaftlichen Seite zeigte – mit Wasserfontänen am Streckenrand, erschöpften, aber glücklichen Läuferinnen und Läufern sowie einem Nachwuchs, der trotz der Hitze von 34 Grad ein starkes Zeichen setzte.

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