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Aalener Kickers: Ein neuer Verein mit großen Plänen und klarem Wertekompass

Дата публикации: 02-07-2026 18:30:00

Fatih Yildiz gründete mit Freunden die Aalener Kickers. Als Spielertrainer verfolgt er ambitionierte Ziele – sportlich wie gesellschaftlich.

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Stand: 02.07.2026, 20:30 Uhr

Von: Max Wanner

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Ali Omeirat (links) wird als Co-Trainer fungieren. Fatih Yildiz will als Spielertrainer die Mannschaft sofort zur ersten Meisterschaft führen.

Ali Omeirat (links) wird als Co-Trainer fungieren. Fatih Yildiz will als Spielertrainer die Mannschaft sofort zur ersten Meisterschaft führen. © Aalener Kickers

Fatih Yildiz gründete mit Freunden die Aalener Kickers. Als Spielertrainer verfolgt er ambitionierte Ziele – sportlich wie gesellschaftlich.

Aalen. Fatih Yildiz ist 33 Jahre alt, Fußballer durch und durch – und nun auch der Kopf hinter den Aalener Kickers. Seit seiner Kindheit träumte der gebürtige Aalener davon, gemeinsam mit seinen engsten Freunden einen eigenen Fußballverein zu gründen. „Wir waren damals eine Gruppe von sechs, sieben Kernfreunden, alle irgendwo in anderen Städten und Vereinen unterwegs. Jeder hat sein Ding gemacht, war erfolgreich, hat Geld verdient. Aber die Idee eines eigenen Klubs war immer im Hinterkopf“, erzählt Yildiz.

Schon 2019 habe er erste Notizen und Kaderlisten angelegt, doch erst 2026 wurde aus dem Traum Wirklichkeit.„Wir haben uns getroffen und gesagt: Jetzt oder nie. Wir sind 33, keiner von uns spielt mehr höherklassig. Es war der perfekte Moment“, so Yildiz.

Euphorie und Hürden

Die Umsetzung war trotzdem kein Selbstläufer. „Mir war schnell klar: Für einen Verein braucht’s mehr als nur ein paar gute Kicker“, sagt Yildiz. Also stellte man bei den Kickers gezielt einen Vorstand auf, stellte ein starkes Organisationsteam auf und gewann schnell Mitglieder. „Wir haben aktuell schon rund 150 Mitglieder. Und wir haben einen Kader von über 60 Spielern für die erste und zweite Mannschaft.“

Doch die Kickers mussten rasch feststellen, dass ihre Gründung nicht überall auf Begeisterung stieß. Die Platzsuche wurde zum Kraftakt. „Wir haben Zusagen bekommen, die dann wieder zurückgezogen wurden. Der Umgang mit uns war teilweise enttäuschend, aber wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen“, berichtet Yildiz. „Das dieses Projekt zu Beginn auch kritisch gesehen wird von außen, das ist normal. Daher wollen wir gar nicht so viel reden, sonder uns einfach auf unsere Aufgaben konzentrieren.“

Klare Werte, klare Ansagen

Für Yildiz steht außer Frage: Die Aalener Kickers sollen sich bewusst von negativen Klischees abheben und stehen für ein respektvolles Miteinander. „Wer hier mit Schiri-Beschimpfungen oder Beleidigungen auffällt, fliegt sofort raus“, stellt Yildiz klar. „Das ist unser Projekt. Wir wollen uns anders präsentieren als andere Klubs, mit sozialem Engagement und klaren Werten. Wir können uns Skandale oder schlechte Stimmung nicht erlauben.“

Er will ein Vorbild sein, auch im Umgang mit Rückschlägen: „Wir müssen jetzt einfach beweisen, dass wir es ernst meinen. Nach außen zeigen, wie wir ticken. Dann öffnen sich vielleicht Türen.“

Sportlich haben die Aalener Kickers ehrgeizige Pläne. In der kommenden Saison startet die erste Mannschaft in der Kreisliga B3 – mit einem Kader, der Yildiz stolz macht: „Wir haben einige richtig starke Spieler. Wir peilen sofort im ersten Jahr den Aufstieg an.“ Die Reserve soll ebenfalls oben mitspielen. „Im zweiten Jahr wollen wir uns dann schnellstmöglich als etablierte Mannschaft in der Kreisliga A stabilisieren.“

Langfristig träumt Yildiz von den Kickers als einem renommierten Verein in Aalen, der an Ansehen gewinnt und eine echte Alternative zu VfR und Co. bietet. „Bezirksliga in drei Jahren wäre ein Traum. Aber erstmal wollen wir zeigen, was wir draufhaben.“

Mehr als nur Fußball

Auch abseits des Platzes sorgt der neue Verein für Aufsehen. Die Social-Media-Präsenz der Kickers schlägt bereits Wellen: „Unsere Instagram-Bilder haben über 100.000 Aufrufe. Das hätte ich nicht erwartet“, berichtet Yildiz stolz. „Wir wollen etwas Dauerhaftes aufbauen, einen Verein, der für Zusammenhalt und Respekt steht. Wenn wir das schaffen, ist das mehr wert als jeder sportliche Erfolg.“

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