Der Wahltermin zur vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar rückt näher. Die Briefwahl ist bereits in vollem Gange. Im Vorfeld der Festlegung des Wahltermins hatte es auf Bundesebene mahnende Stimmen gegeben, dass nicht ausreichend Zeit für die Briefwahl zur Verfügung steht, da die Wahlunterlagen erst versendet werden können, wenn sie auch bei den Gemeinden eintreffen, was knapp vor der Wahl erst möglich sein sollte. In den Kommunen unserer Region verläuft die Briefwahl bislang störungsfrei.
Laut Stadtverwaltung Wertheim gingen bisher rund 4000 Briefwahlanträge für die Bundestagswahl ein. Laut Wahlleiterin Sabrina Enzfelder verschickt die Stadtverwaltung Briefwahlunterlagen seit 5. Februar. Über die Rücksendung teilte sie mit: "Die Auswertung über die Anzahl der Wahlbriefe, die zurückgekommen sind, können wir erst am Wahltag vornehmen." Bei der Europawahl 2024 seien es 3700 Briefwähler und bei der Bundestagswahl 2021 5500 Briefwähler gewesen, erklärte sie auf weitere Nachfrage.
Auch Freudenberg versendet Wahlunterlagen seit dem gleichen Tag. Laut Sonja Voit von der Stadt Freudenberg wurden Stand Montag 853 Wahlscheine beantragt und verschickt. "Der Rücklauf der Wahlbriefe wird nicht dokumentiert", stellte sie zur Nutzung der Wahlscheine zum aktuellen Zeitpunkt fest. Bei der letzten Bundestagswahl 2021 seien 1020 Briefwahlanträge eingegangen. Bei der Zahl müsse man die Corona-Pandemie mitbedenken, bei der Europawahl 2024 waren es 725 Anträge auf Briefwahl.
Simone Hickl-Seitz, Hauptamtsleiterin der Stadtverwaltung Külsheim, berichtete, auch die Brunnenstadt versende die Unterlagen seit 5. Februar. "Es wurden bisher 1179 Wahlscheine herausgegeben." Davon seien bisher rund ein Drittel zurückgekommen, teilte sie am Montag mit. Bei der letzten Bundestagswahl verzeichnete Külsheim 1547 Briefwähler, bei der Europawahl 2019 waren es 579 Briefwähler, und 2024 nutzten 1078 Wähler die Möglichkeit.
Von der Stadt Wertheim heißt es in einer Pressemitteilung, Briefwahl sei weiterhin möglich, dabei müssten aber Fristen beachtet werden. Eine persönliche Antragstellung ist noch bis Freitag, 21. Februar, um 15 Uhr im Bürgerservice-Zentrum in der Rathausgasse 9 möglich. Dort steht auch eine Wahlkabine bereit, in der die Wähler die Unterlagen und den Stimmzettel gleich ausfüllen können. "Wer den Postweg wählt, muss den Wahlbrief mit Stimmzettel und Wahlschein so rechtzeitig absenden, dass er spätestens am Wahlsonntag bis 18 Uhr bei der Verwaltung vorliegt. Alternativ können die Unterlagen bis 18 Uhr in den Briefkasten des Rathauses, Mühlenstraße 26, geworfen werden", so die Verwaltung abschließend.
bdg
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