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Tiere in der Kunst : Animalische Instinkte – sechs Künstler und ihr Tierwahrnehmungen

Дата публикации: 09-07-2026 14:33:44




In der Galerie Bengelsträter in Flingern wird die scheinbare Überlegenheit des Menschen auf den Kopf gestellt. Vernissage der Ausstellung ist am 11. Juli.



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Tiere in der Kunst Animalische Instinkte – sechs Künstler und ihr Tierwahrnehmungen

Schweine und Kühe sind bei Hartmut Kiewert aus Mastanlagen befreit und leben in Einklang mit Menschen, Schildkröten und Pinguinen.

Schweine und Kühe sind bei Hartmut Kiewert aus Mastanlagen befreit und leben in Einklang mit Menschen, Schildkröten und Pinguinen.

Foto: Galerie Bengelsträter/Hartmut Kiewert

Düsseldorf · In der Galerie Bengelsträter in Flingern wird die scheinbare Überlegenheit des Menschen auf den Kopf gestellt. Vernissage der Ausstellung ist am 11. Juli.

Tiere sind die Spiegel unserer eigenen Ursprünglichkeit. In einer Welt, die zunehmend von Technologie, Beton und strenger Etikette geprägt ist, verkörpern sie das, was uns Menschen schleichend abhandenkommt: den reinen Instinkt. Die Ausstellung „Animal Instincts“ in der Galerie Bengelsträter (Hermannstraße 23) ist eine Einladung, die Hierarchien zwischen den Arten neu zu überdenken. Allzu oft betrachtet der Mensch das Tierreich aus einer Position der Überlegenheit, als bloße Kulisse oder Ressource, und vergisst dabei die fundamentale Gleichwertigkeit aller Kreaturen. „Animal Instincts“ nähert sich diesem Spannungsfeld bewusst nicht mit Schwere oder mahnender Bitterkeit, sondern über eine Vielfalt völlig unterschiedlicher Ansätze, zu denen auch Humor und die Ironie zählen.

Die Amerikanerin Jenny Marie Day lebt und arbeitet in Santa Fe, New Mexico. Sie beschäftigt sich intensiv mit den Veränderungen in der Natur. Ihre Tierdarstellungen sind fast surreal, die Tiere sind zwar sehr präsent, aber doch auch flüchtig wie Scheinwesen. Sie dominieren die Natur und die Menschen sind kleine Randerscheinungen.

Der in Berlin lebende Japaner Ryo Kato, ein Meisterschüler von Daniel Richter, setzt sich in seinen oft monumentalen und bildgewaltigen Arbeiten mit dem Einwirken des Menschen auf Natur und Tierwelt auseinander. In ganz unterschiedlichen Gewichtungen ist dabei in Teilen noch die harmonische und intakte Natur und Tierwelt zu sehen, aber überall dort, wo der Mensch auftaucht, entstehen Chaos und Zerstörung – durch Brand, durch Rodung, durch Waffen.

Hartmut Kiewert lebt und arbeitet in Leipzig. Seit 2008 setzt er sich mit dem gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnis auseinander. In seiner Malerei eröffnen sich Gegenbilder zum heutigen, durch Ausbeutung und Verdrängung gekennzeichneten Umgang mit Tieren. Schweine, Kühe und Hühner sind aus Mastanlagen und Schlachthöfen befreit und erobern Parks, Shoppingmalls und Straßen.

Ralf Koenemann, wohnhaft in Essen, ist im Prinzip ein Porträtmaler von Tieren. Aber mit zwei wesentlichen Unterschieden: Er interessiert sich nicht für alle Tiere, sondern nur für große, mächtige, urwüchsige und ausdrucksstarke wie Elefanten, Nashörner, Gorillas oder Bären. Und das andere ist: Koenemann möchte mit seinen Werken nicht die Natur widerspiegeln. Ihm liegt vielmehr daran, die Tiere so wiederzugeben, wie sie im kollektiven Gedächtnis der Menschen verankert sind.

Anna Lena Straube, die in Berlin lebt und arbeitet, ist heute eine der wichtigsten realistischen Malerinnen in Deutschland. In ihrem Werk, das aus großen Zyklen von je 20 bis 30 Bildern besteht, greift sie häufig auf Motive oder die Bildsprache vergangener Epochen, um sich mit dieser Distanz ihrem zentralen Thema anzunähern – den vielfältigen Aspekten von Weiblichkeit und den damit verbundenen Emotionen.

Der in Stuttgart lebende Claude Wall ist eine Mischung aus Maler, Bildhauer und Arrangeur. Er betreibt eine Form der künstlerischen Aneignung, die im Kunstbetrieb selten ist. Er erwirbt auf Flohmärkten und Auktionen ältere, meist kleine Arbeiten, oft eben auch Tiermotive, und setzt sie als Original in sein Werk ein oder überarbeitet sie teilweise oder ganz.

Info Vernissage ist am Samstag, 11. Juli, um 17 Uhr, die Ausstellung endet am 30. August.

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Классификация: Культура. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 5. Источник: rp-online.de.