Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Liebe Product Owner: Konflikte kosten dich 100.000 € – wenn du sie ignorierst

Дата публикации: 23-06-2026 06:00:00

Teams zerbrechen nicht an schlechter Softwarearchitektur.Sie zerbrechen an Konflikten:Im Durchschnitt verbringt jeder Mitarbeiter 15 % seiner täglichen Arbeitszeit mit Konflikten.Führungskräfte, wie Product Owner, wenden sogar 30 bis 50 % ihrer wöchentlichen Arbeitszeit direkt oder indirekt für Konflikte oder Konfliktfolgen auf.50 % und mehr der Kündigungen durch Mitarbeiter beruhen auf ungelösten Konflikten.Das sind nur einige der Zahlen aus dem viel zitierten Hernstein Management Report zum Konfliktmanagement.Die Auswirkungen liegen auf der Hand: Konflikte kosten.Was kosten Konflikte Scrum Teams?  Verliert dein Team einen Entwickler aufgrund eines Konflikts, kostet dies 100.000 Euro.Hier ist die Rechnung: Das Mediangehalt eines IT-Experten beträgt laut der Bundesagentur für Arbeit 73.164 Euro.Damit ergibt sich:Vakanzkosten: In Deutschland bleiben Stellen für IT-Experten im Schnitt 111 Tage unbesetzt. Jeder Tag Vakanz kostet etwa 0,5 % des Jahresgehalts. Also etwa 40.000 Euro.Rekrutierungskosten: Erfolgsprovision der Personalvermittlung und Arbeitszeit, die die HR-Abteilung und ein Team investiert. Etwa 25.000 Euro.Produktivitätsverlust deines Teams: Das Onboarding eines Entwicklers dauert 3 bis 9 Monate. Veranschlagen wir für diese Phase noch 25.000 Euro. Diese beinhalten auch den Produktivitätsverlust der Teamkollegen nach dem Brooks Law.Fehlbesetzung: Das Risiko, dass die Einstellung eine Fehlbesetzung war, können wir mit weiteren 10.000 Euro beziffern.Was wir hier nicht berücksichtigt haben:Softwareentwicklung ist Wissensarbeit. Mit jedem Entwickler, der das Unternehmen verlässt, verliert das Unternehmen sein Wissen über Problemstellungen, Kundensegmente und Lösungsansätze. Der Verlust des sogenannten Domain-Knowledge wäre somit noch ein weiterer Kostenfaktor.Nach über 10 Jahren in Scrum-Teams habe ich leider schon unzählige Entwickler gehen sehen und bin davon überzeugt, dass die meisten Abgänge vermeidbar gewesen wären. Allerdings nur, wenn du frühzeitig erkennst, was gerade passiert, und du nicht wegschaut oder hoffst, dass es nur eine Phase ist.Genau dabei will ich dir mit diesem Artikel helfen.Heute werden wir einmal Schritt für Schritt betrachten, wie sich Konflikte aufschaukeln und wie du die Eskalation verhindern kannst. Danach teile ich mit dir mein Konflikt-Navigation-Playbook. Dann kannst du dich sofort mit der Hilfe von ChatGPT, Gemini oder Claude an die Analyse in deinem Team machen.Los geht’s...Erkenne die Dynamik: Wer will recht haben?  Starten wir mit dem Moment, in dem Konflikte beginnen: dem Wunsch, recht zu behalten.Betrachten wir ein hypothetisches Refinement.Du stellst ein neues Feature vor, das der Kunde eigentlich bereits gestern haben wollte. Der Senior-Entwickler im Team unterbricht dich: „Die bestehende Service- und Domain-Logik ist zu stark gekoppelt. Bevor wir neue Endpoints ergänzen, müssen wir dies refaktorisieren.“ Du hast noch vor Augen, wie nachdrücklich der Kunde auf die Lieferung gepocht hat.Wie reagierst du?Deine Antwort kann der Einstieg in eine fachliche Diskussion sein – oder der Beginn eines Konflikts.In solchen Situationen lassen sich fünf typische Verhaltensmuster beobachten:Durchsetzen: Ich setze meine Lösung auch gegen Widerstand durch.Zusammenarbeiten: Wir suchen gemeinsam eine Lösung, die beide Seiten vollständig zufriedenstellt.Kompromiss: Jeder gibt etwas auf, damit wir uns in der Mitte treffen.Vermeiden: Ich ziehe mich zurück und lasse den Konflikt vorerst ungelöst.Nachgeben: Ich stelle die Bedürfnisse der anderen über meine eigenen.Was ist, wenn du versuchst, dich mit aller Macht durchzusetzen?Aber der Entwickler auch nicht von seinem Standpunkt abweicht? Dann entsteht kein Konsens, nur Frust. Die wenigsten Menschen reagieren in dieser Situation bewusst, sondern instinktiv. Deshalb halte kurz inne. Mach dich deiner „automatischen“ Verhaltensmuster bewusst.Dann birgt dieses Refinement auch das Potenzial zur Zusammenarbeit.Stoppe die 4 apokalyptischen Reiter: Wann wird Austausch giftig? Warum scheitern manche Ehen und andere nicht?Über 40 Jahre lang hat Dr. Gottman mit seinem Team empirische Studien an über 3000 Paaren durchgeführt. In Langzeitstudien untersuchte er, warum manche Paare in glücklichen Partnerschaften leben und andere sich scheiden lassen. Dabei fand er heraus: Jedes Paar streitet sich. Die Art und Weise, wie Paare mit Konflikten umgehen, ist dabei entscheidend.Dr. Gottman war bekannt dafür, dass er zu über 90 % vorhersagen konnte, ob eine Ehe geschieden wird. Grundlage dafür war die Beobachtung eines Paares über einen Zeitraum von nur 15 Minuten.Seine Vorhersagen basierten dabei auf zwei Erkenntnissen:Paare, die zusammenbleiben, erleben während eines Konflikts mindestens fünf positive Interaktionen für jede negative Interaktion.Paare, die sich trennen, zeigen ein hohes Maß an toxischen Verhaltensweisen.Diese Verhaltensweisen sind auch als „die vier apokalyptischen Reiter“ bekannt und umfassen:Rückzug: Vermeidung, „den Dienstweg“ umgehen, sich verschließen, passiv-aggressives VerhaltenSchuldzuweisung: Vorwürfe, verbale Angriffe, Abwerten, Schikanieren, MobbingVerachtung: Sarkasmus, Unhöflichkeit, Augenrollen, andere kleinmachen, Klatsch verbreitenAbwehr: Rechtfertigung, Opferrolle („Das ist nicht meine Schuld“), Verweigerung, Verantwortung zu übernehmenNach dem Leadership-Coach Christian Hofstetter lassen sich diese toxischen Verhaltensweisen auch in der Teamarbeit beobachten. In diesem Zusammenhang sind sie als Teamtoxine bekannt.Du kannst einen Konflikt erkennen, wenn du zuhörst und objektiv bleibst.Wird die Codequalität kritisiert oder du?Schweigt der Entwickler im Planning nur dich an?Erntet dein Vorschlag für die Priorisierung des Features nur Augenrollen?All das sind Beispiele für die apokalyptischen Reiter. Und hörst du diese fünfmal häufiger als Positives?Dann gilt es, zu handeln – allerdings angemessen.Bestimme die Eskalationsstufe: Wo stehst du im Konflikt? Konflikte fallen nicht vom Himmel.Sie spitzen sich Schritt für Schritt zu. Bildlich gesprochen steigen die Konfliktparteien eine Treppe empor. Diese Stufen wurden von Friedrich Glasl beschrieben:Stufe 1: VerhärtungStufe 2: Debatte und PolarisationStufe 3: Taten statt WorteStufe 4: Sorge um das ImageStufe 5: GesichtsverlustStufe 6: DrohstrategienStufe 7: Begrenzte VernichtungsschlägeStufe 8: ZersplitterungStufe 9: Gemeinsam in den AbgrundDie einzelnen Eskalationsstufen erkläre ich gemeinsam mit Marc Kaufmann im Webcast „Konflikte navigieren in Scrum Teams" ausführlicher.





Wichtig für uns ist: Jede einzelne Stufe geht mit einer immer geringeren Möglichkeit zur Selbstbeherrschung einher, und der Konflikt eskaliert immer weiter.Und jetzt kommt etwas sehr Wichtiges:Konflikte der ersten Stufe können die Konfliktparteien in aller Regel noch selbst klären, etwa indem du dich mit dem Entwickler zusammensetzt und eine Vereinbarung trefft:„Jeden Sprint reservieren 25 % der Teamkapazität zum Abbau der technischen Schuld.“Bis Stufe drei können Konflikte mit Arbeitsvereinbarungen, regelmäßigen Absprachen und gut moderierten Meetings gelöst werden.Aber eines will ich dir nicht verschweigen. Wenn du selbst Teil des Konflikts bist, ist es schwer einzuschätzen, wenn du bereits in Rage bist, auf welcher Stufe ihr bereits steht. Deshalb ein Test, der mir in der Vergangenheit hier immer geholfen hat. Stelle dir die Frage:„Was schätze ich an meinem Gegenüber – mal ungeachtet dieser Situation noch?“Wenn die Antwort ist:„Sein Beharren auf Codequalität treibt mich zur Weißglut. Aber ich kenne niemanden im Team, der verlässlicher ist. Wenn er sagt, es ist bis Freitag erledigt, dann ist es bis Freitag erledigt.“Dann ist euer Konflikt von deiner Seite ausgehend noch unter Stufe 3. Ist deine Antwort allerdings:„Nichts schätze ich an ihm. Wenn er nicht das Team verlässt, dann verlasse ich die Firma. So ein Honk!“Dann kannst du sicher sein, dass der Konflikt bereits jenseits der Stufe 3 angekommen ist. Und du solltest die Person sofort meiden und dir Unterstützung durch einen ausgebildeten Mediator holen.Vereinbarungen, Aussprachen und ein Moderator können bei Konflikten helfen. Meine Empfehlung:Suche nach einer Lösung, die du beeinflussen kannst.  Stephen R. Covey unterteilt unseren Einfluss in drei Bereiche:Kreis der KontrolleKreis des EinflussesKreis der BedenkenMöchtest du den Konflikt – wie im Fall des Refinements – lösen, dann mache nicht den Fehler und konzentriere dich auf dein Gegenüber oder die Umstände, sondern beginne bei dir. Was kannst du beeinflussen?Wir können den Entwickler nicht ändern (Bedenken). Aber was kannst du ihm anbieten, damit er beim nächsten Refinement nicht von der Kundenanfrage so überrollt wird (Kontrolle)?Schau beim nächsten Konflikt nicht weg.Konflikte kosten viele Ressourcen deines Teams: Fokus, Vertrauen und das Wissen. Ressourcen, die du besser in neue Features investieren könntest.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Wird Product-Ownership zum Flaschenhals im KI-Zeitalter? Warum viele Product-Owner schlecht priorisieren, warum KI das sichtbar macht und 10 Werkzeuge, um besser zu entscheiden0707-07-2026
2Stehen sich Scrum Master selbst im Weg? 5 hausgemachte Probleme, die du überwinden musst0629-06-2026
3Wirkverluste in der Softwareentwicklung: Ein systemischer Ansatz zur Effizienzsteigerung0723-06-2026
4Generative KI-Anwendung entwickeln: Mein ehrlicher Leitfaden für Product-Owner – von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb0607-07-2026
5Silos are the Bane of Value Delivery-5729-06-2026
6Clean out the Product Backlog0524-06-2026
7Alles ist relativ – vor allem in der Softwareentwicklung0530-06-2026
8Myth: The Scrum Master has to be at every meeting0506-07-2026
9Mehr Flow durch Mob-Programming2607-07-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: -2. Информативность: 6. Источник: scrum.org.