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„Ein ekelhafter Moment, wo der Papa zu nichts gut ist“: Belgiens Doku und die herzlose Kritik an seinem Geburtstrip

Дата публикации: 24-06-2026 10:01:45

Eine Moderatorin beschimpfte Belgiens Doku, weil der miterleben will, wie sein Kind auf die Welt kommt. Die Reaktionen zeigen, dass es auch bei einer WM mehr gibt als den Fußball. Und das ist gut so.

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Für Jeremy Doku lief es bei dieser Weltmeisterschaft sportlich noch nicht wie gewünscht. Mit zwei Punkten steht sein belgisches Team aktuell nur auf Rang drei der Gruppe G. Bei vergangenen Großevents gehörte die Mannschaft zu den Mitfavoriten, konnte die Erwartungen aber nie erfüllen. In diesem Jahr waren die Aussichten ohnehin nicht so blendend – und entsprechend präsentieren sich die Roten Teufel auch.

Bei aller Kritik über das bescheidene sportliche Auftreten bekam speziell der Offensivspieler von Manchester City eine unerwartete und gleichermaßen üble Breitseite ab. Weil Doku bei der Geburt seines Sohnes in London dabei sein wollte und dafür die Mannschaft kurzzeitig verließ, wurde er aufs Übelste beschimpft – und zwar von einer Fernsehmoderatorin.

Die Ausführungen der Moderatorin sind äußerst herzlos

„Du willst all das verlassen, um bei der Geburt deines Kindes dabei zu sein, die ein ekelhafter Moment ist, Verzeihung, wo der Papa zu nichts gut ist, und eine Nebenrolle hat“, hatte France Pierron in der Sendung „L’Équipe de Choc“ des Sportsenders „La Chaîne L’Équipe“ in Dokus Richtung gesagt.

Der Sender distanzierte sich umgehend von Pierron, in der Folgesendung war sie schon nicht mehr zu sehen. Und das ist auch die einzige Konsequenz, die man nach einem solchen Ausfall ziehen kann.

Die Geburt eines Kindes – und das weiß der Autor dieser Zeilen aus eigener Erfahrung – ist eine der erfüllendsten und prägendsten Erfahrungen des Lebens. Wenngleich er nur eine Nebenrolle spielt. Pierron hatte mit ihrem Ausfall zugleich gefordert, dass Dokus Ehefrau Shireen das Kind ohne Begleitung des Vaters zur Welt bringen soll – wie herzlos und unempathisch.

Martin Allen wurde 1989 von den Queens Park Rangers mit einer Geldstrafe in Höhe seines Gehalts von zwei Wochen belegt, weil er wegen der Geburt seines Sohnes ein Spiel verpasste.

Der deutsche Nationalspieler Nadiem Amiri gehört zu den zahlreichen Menschen, die sich solidarisch mit Doku zeigen. „Alle, die Eltern sind, die Papa sind, wissen, was für ein besonderer Moment das ist.“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Und im besten Fall profitiert auch das belgische Team fortan von seinen Glücksgefühlen – auch wenn er seine kleine Familie zunächst wieder verlassen muss.

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