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Gartenarbeiten im Juli: Der Garten wird zum Blütenmeer

Дата публикации: 07-07-2026 12:17:00




Klaus Mönch ist gelernter Gärtner und war mehr als 40 Jahre bei der Stadt Ratingen angestellt. Als passionierter Kleingärtner weiß er, welche Arbeiten im Garten wann anfallen.



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Gartenarbeiten im Juli Der Garten wird zum Blütenmeer

Auch bei Klaus Mönch im Kleingarten blüht es jetzt.

Auch bei Klaus Mönch im Kleingarten blüht es jetzt.

Foto: Achim Blazy (abz)

Ratingen · Klaus Mönch ist gelernter Gärtner und war mehr als 40 Jahre bei der Stadt Ratingen angestellt. Als passionierter Kleingärtner weiß er, welche Arbeiten im Garten wann anfallen.

Im Garten gibt es immer etwas zu tun. Klaus Mönch, Vorsitzender des Stadtverbandes der Ratinger Kleingärtner nimmt die RP-Leser mit durchs Gartenjahr. Jeden Monat erklärt er, welche Arbeiten im Garten anfallen. Im Juli verwandeln sich viele Gärten in ein wahres Blumenmeer. Kein Wunder, schließlich haben zahlreiche Blumen ihre Blütezeit im Juli.

Stauden und Einjährige In zahlreichen Farbvariationen blüht der Storchschnabel (Geranium). Ebenso Flammenblume (Phlox), Schafgarbe, Spornblume (Centranthus), Purpur-Sonnenhut (Echinacea) und Rittersporn (Delphinium).

Verblühte Stauden wie der Storchschnabel profitieren von einem Teilrückschnitt und blühen noch einmal nach. Besonders imposant präsentieren sich die ersten Sonnenblumen. Aber auch Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen, Ringelblume, Wunderblume (Mirabilis) und Zinnie.

Auch zweijährige Pflanzen können noch ausgesät werden: Islandmohn und Stockrose. Sie blühen erst im Folgejahr.

Bäume und Sträucher Auch größere Pflanzen haben jetzt ihre Blütezeit: die süß duftenden Linden, der Hummeln und Schmetterlinge anlockende Schmetterlingsflieder (Buddleja), die Schönfrucht (Liebesperlenstrauch / Callicarpa) mit seinen lilafarbenen, für Menschen, Katzen und Hunde giftigen Beeren, für Vögel aber ein wichtiges Winterfutter, und die weißblühende Strauchkastanie (Aesculus parviflora). Um die Verzweigung anzuregen, sollte Efeu zurückgeschnitten werden.

Rosen Damit die Zweige zum Winter hin ausreifen, sollten Rosen ein letztes Mal mit organischem Dünger / Kompost versorgt und ausreichend gegossen werden. Der Boden sollte aufgelockert und Unkraut regelmäßig entfernt werden.

Obst Jetzt kann das meiste Obst geerntet werden: Aprikosen, Blaubeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Mirabellen und Stachelbeeren. Für die Erdbeeren geht die Erntezeit zu Ende. Trotzdem geht die Pflege weiter: fleckige Blätter entfernen und Ausläufer abschneiden. Für die nächste Erdbeersaison die Pflanzen mit Kompost versorgen. Mehrfach tragende Sorten werden im Juli gepflanzt; die Früchte bilden sich aber erst im nächsten Jahr. Himbeeren – als typische Waldpflanzen – bevorzugen einen feuchten und kühlen Boden. Eine Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen.

Teich Starke Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen fördern eine rasche Algenbildung. Reduzieren lassen sich die Algen vorsorglich mit Teichpflanzen. Ansonsten hilft nur das Abfischen mit einem Kescher. Hilfreich ist auch die Beschattung der Wasserfläche durch die Blätter der Seerose.

Rasen Rasen muss regelmäßig gewässert / gesprengt werden, damit er nicht vertrocknet und unansehnlich braun wird. Da die Verdunstungsrate morgens am geringsten ist und um einer Verbrennung des Rasens vorzubeugen, empfiehlt es sich, in den frühen Morgenstunden zu gießen. Im Sommer fällt der meiste Rasenschnitt an. Einen Teil kann man zum Mulchen verwenden. Beim Kompostieren sollte eine gute Belüftung mit kleinen Zweigen und Ästen erfolgen, damit es nicht zur (stinkenden) Fäulnis kommt.

Gießen Nicht nur der Rasen, sondern auch alle anderen Pflanzen leiden unter der Sommerhitze. Damit die Blattoberfläche der Pflanze nicht verbrennt, empfiehlt sich morgendliches Gießen.

Kräuter Viele Gewürzkräuter zeigen jetzt ihre Blüten: Basilikum, Bohnenkraut, Currykraut mit gelben Blüten im Kontrast zu den silbernen Blättern, Lavendel, Majoran und Ysop. Zweijährig sind der Muskateller-Salbei, der viele Wildbienen anlockt und die Petersilie. Dill und Petersilie können im Juli noch ausgesät werden. Im Mittelalter gab es den Spruch: „Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!“. Schwangere sollten nur wenig Petersilie essen, denn sie ist Wehen auslösend und kann zu Früh- und Fehlgeburten führen. Im Juli entwickeln zahlreiche Kräuter das meiste Aroma. Geerntet werden sie vor der Blüte, wenn die meisten Wirkstoffe im Blatt und nicht in der Blüte sind. Das schonendste Konservierungsverfahren stellt die Trocknung an der Luft dar. Die Büschel werden kopfüber aufgehangen.

Gemüse Da einige Gemüse eine besonders lange Entwicklungszeit haben, sollten vorgezogene Pflanzen gesetzt werden. Hierzu zählen: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Spitzkohl und Wirsing. Aber auch Salate wie Batavia, Eissalat, Endivie, Radicchio; ebenso Fenchel und Lauch (Porree). Durch die Ernte freigewordene Hochbeete bieten einen idealen Standort. Pflanzen mit kurzer Wachstumsdauer wie Salat und Radieschen werden im Juli ausgesät und sind im Herbst erntereif. Anfang Juli ist der letzte Aussaattermin für Möhren; Mitte Juli für Busch- und Stangenbohnen. Weiterhin ausgesät werden Lauchzwiebeln, Radieschen und Spinat.

Gemüseernte Neben dicken Bohnen, Erbsen, Kartoffeln (sobald das Laub braun wird), Mangold, Möhre, Paprika, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Salat- und Einlegegurke, Stangenbohne, Tomate, Zucchini und Zwiebel können etliche Kohlarten geerntet werden: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Kohlrabi, Rotkohl, Spitzkohl, Weißkohl und Wirsing. Um Sonnenbrand beim Blumenkohl zu vermeiden, sollte die Pflanze schattiert werden. Durch das Umknicken der äußeren Blätter wird die Knospe geschützt und der Kohl kann ohne Sonnenbrandgefahr weiterwachsen. Außerdem können jetzt viele Salate gepflückt werden: Bativasalat, Eichblattsalat, Eisbergsalat, Kopfsalat, Lollo rosso und Radicchio.

Weitere Arbeiten im Gemüsebeet Buschbohnen werden leicht angehäufelt. Bei Tomaten sollten regelmäßig die Seitentriebe in den Blattachseln des Haupttriebes ausgegeizt (entfernt) werden. Dadurch steckt die Pflanze ihre ganze Kraft in die Frucht. Nach dem morgendlichen Wässern sollten die Beete gelockert werden. Dadurch werden die feinen Kapillarröhrchen zerstört und die Bodenverdunstung wird minimiert. Für die Saatgutgewinnung sollten einige Blütenstände ausreifen. Die Vermehrung von Tomate, Gurke, Kürbis und Zucchini wird im Infokasten beschrieben.

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