ChatGPT, Claude, Deepseek und Co können uns produktiver machen. Die Kehrseite kann eine Art kognitive Lähmung sein. Nicht ein einziger Prompt lässt sich dann noch raushauen. Und so lässt sich dieser Zustand vermeiden.
ChatGPT, Claude, Deepseek und Co können uns produktiver machen. Die Kehrseite kann eine Art kognitive Lähmung sein. Nicht ein einziger Prompt lässt sich dann noch raushauen. Und so lässt sich dieser Zustand vermeiden.
Kennt ihr schon den Begriff AI-Brain-Fry? Oder KI-Burn-out? Die neuen Tools, mit denen wir KI-gestützt arbeiten können, machen uns schneller, effektiver und produktiver, wenn wir sie geschickt einsetzen und gegenchecken.
Eigene Apps entwickeln, Websites coden, die eigene Finanzstrategie entwickeln, Wohnung einrichten: Wir können vieles mit KI machen. Aber das kann auch bedeuten, dass wir schneller überreizt sind.
"KI-Burn-out ist kein standardisierter klinischer Begriff. Gemeint ist meist ein Burn-out-ähnlicher Zustand, der im Zusammenhang mit KI-gestützten Arbeitsformen entstehen kann."
Dr. Main Huong Nguyen, Psychologin
Zum KI-Burn-out können beitragen: Dauererreichbarkeit, Monitoring, Verdichtung von Aufgaben und die Erwartung, mit KI immer schneller zu arbeiten, erklärt die Psychologin Main Huong Nguyen. Was passiert also, wenn wir viel mit KI arbeiten?
In der Fachsprache gibt es außerdem bereits den Begriff Job Hollowing – also in etwa das Aushöhlen des Jobs. Die Berufsbezeichnung und das Gehalt bleiben gleich, aber die Kernaufgaben wie eigenständiges Denken, Problemlösen und kreative Arbeit werden von der Maschine übernommen.
Achtsamkeit ist eine Lösung. Es lohnt sich, achtsam hinzuschauen und zu fragen:
Nur wenn wir diese Fragen stellen und beantworten, können wir künstliche Intelligenzen intelligent benutzen. Wenn wir einfach draufloshämmern und alles generieren lassen, landen wir im sogenannten Brain Fry – wir verbrennen symbolisch gesprochen unser Gehirn.
Wenn wir nur noch zusehen, wie die KI etwas erschafft, erschöpft uns das mental, und in einer Untersuchung wird genau das als AI-Brain-Fry – also Gehirnnebel – bezeichnet.
Wie benutzen wir KI achtsam und warum will unser Gehirn nicht nur überwachen? Das besprechen Host Diane Hielscher und die Psychologin Main Huong Nguyen in dieser Folge
Ihr habt Anregungen, Ideen, Themenwünsche? Dann schreibt uns gern unter achtsam@deutschlandfunknova.de
Quellen aus der Folge:
Bedard, J., Kropp, M., Hsu, M., Karaman, O. T., Hawes, J., & Rosen Kellerman, G. (2026). When using AI leads to ‘brain fry’. Harvard Business Review. Hopkins, A. M., Menz, B. D., Bacchi, S., & Rowland, A. (2026). Brain fry: Navigating the cognitive burden of artificial intelligence implementation in healthcare. The American Journal of Medicine.
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