Entgegen anderslautender Gerüchte muss Nico Hülkenberg offenbar nicht um sein Formel-1-Cockpit bei Audi bangen.Stattdessen wird der Autobauer aus Ingolstadt wohl langfristig auf den letzten verbliebenen Deutschen in der Motorsport-Königsklasse setzen.

Fährt weiter für Audi in der Formel 1: Nico Hülkenberg
Foto: © IMAGO/Michael Potts
08. Juli 2026, 08:24

sport.de
Entgegen anderslautender Gerüchte muss Nico Hülkenberg offenbar nicht um sein Formel-1-Cockpit bei Audi bangen. Stattdessen wird der Autobauer aus Ingolstadt wohl langfristig auf den letzten verbliebenen Deutschen in der Motorsport-Königsklasse setzen.
Bei Audis Formel-1-Boss Mattia Binotto gebe es "keine Gedankenblitze", die Zusammenarbeit mit Hülkenberg zu beenden, schreibt "Sport Bild". Der 38 Jahre alte Routinier habe sein Cockpit demnach auch für 2027 sicher.
Zwar soll Carlos Sainz, der zuletzt als möglicher Hülkenberg-Nachfolger gehandelt wurde, in seinem Vertrag bei Williams über eine Ausstiegsklausel verfügen und würde dem Bericht zufolge für einen Audi-Wechsel bereit stehen.
Das Vertrauensverhältnis zwischen den Ingolstädtern und dem 31-jährigen Spanier soll aber angeknackst sein.
Hintergrund: Audi umwarb Sainz 2024 über Monate intensiv und erhielt schließlich sogar eine mündliche Zusage des Rennfahrers. Einen Vertrag unterschrieb er bei der Marke mit den vier Ringen aber letztlich nicht, sondern heuerte nach seinem Ferrari-Abgang lieber bei Williams an.
Dort ist Sainz dem Vernehmen nach inzwischen extrem unzufrieden. Papa Carlos Sainz senior soll seinen Sohn bereits bei mehreren anderen Formel-1-Teams angeboten haben - unter anderem bei Audi.
Hülkenberg muss aber dennoch nicht um seinen Job bangen. Er genieße intern "großen Respekt", heißt es, sein bisheriger Einfluss bei Audis Formel-1-Einstieg werde im Team hoch geschätzt.
Dass die Audi-Ingenieure bereits an einem Chassis für 2027 und 2028 sowie an einer Verbesserung des bisher schwächelnden Motors arbeiten, schürt die Hoffnungen auf einen zeitnahen Aufschwung.
Binotto sprach am Rande des Formel-1-Wochenendes in Silverstone zuletzt Klartext in der Causa Hülkenberg.
"Wir haben gesagt, wir haben eine gute Fahrerpaarung. Wir haben einen Rookie und einen erfahrenen Fahrer. Wir haben quasi zwei erste Fahrer und das freut uns sehr. Beide sind sehr schnell", stellte der Italiener bei "Sky" mit Blick auf die Spekulationen um den möglichen Fahrerwechsel klar.
Hülkenberg, der in der laufenden Formel-1-Saison noch punktlos ist, habe "nach wie vor sehr viel Benzin in seinem Blut", lobte Binotto. "Er ist fokussiert, er ist konstant und er sieht nach wie vor aus wie ein junger Fahrer. Es läuft gut bei ihm und darüber freuen wir uns sehr."
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