Ob sich der neue DLC zum Action-JRPG Granblue Fantasy: Relink lohnt und was die Erweiterung alles mitbringt, verrät euch Myki im Test.
Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok erweitert das Hauptspiel um ein ordentliches Stück! (© Cygames)
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Bis zum Release von Granblue Fantasy: Relink und Granblue Fantasy Versus: Rising war Granblue Fantasy im Westen eher ein Nischenthema.
Relink sorgte dann 2024 mit seinem rasanten Anime-Action-Gameplay, spektakulären Bosskämpfen und unglaublich gut animierten Zwischensequenzen für viel Aufmerksamkeit und wurde hochgelobt – der Metacritic-Score für das Spiel steht bei einer sehr guten 80.
Auch mich hat der Action-JRPG-Ableger in seinen Bann gezogen und komplett begeistert – den Lobeshymnen kann ich also zustimmen.
Jetzt legt Entwicklerteam Cygames mit dem DLC “Endless Ragnarok“ nach und liefert Fans einen richtig guten Grund, wieder zu Relink zurückzukehren. Ich habe die Erweiterung bereits über 17 Stunden gespielt und mir einen umfangreichen Eindruck vom DLC gemacht.
Welche Neuerungen euch erwarten und ob sich der DLC lohnt, erfahrt ihr in den nächsten Abschnitten.
Bei Granblue Fantasy: Relink ist ein Action-JRPG aus dem Hause Cygames. Die Geschichte von Granblue Fantasy: Relink basiert auf dem namensgebenden Granblue Fantasy-Universum und dem Mobile-Spiel von Cygames.
In Relink werden Echtzeit-Kämpfe in einem Team aus bis zu vier spielenden Personen oder drei NPC-Mitgliedern in Formen von Missionen und Quests ausgetragen – oftmals sind es Bosskämpfe in einem abgeschlossenen Areal.
Die Städte Saatsholm und Folce fungieren als Hubs zur Annahme der Quests und dem Herstellen von Ausrüstungen oder Siegeln zur Verstärkung der Charaktere.
Granblue Fantasy: Relink hatte also schon zum Release allein mit den 22 spielbaren Figuren und unzähligen Quests sehr viel zu bieten. Im DLC kommen noch einmal sechs neue hinzu – und die spielen sich merkbar anders als die bisherigen.
Besonders Fraux und Fediel habe ich ins Herz geschlossen, weil Fraux mit ihren Kicks einfach ziemlich cool aussieht und Fedeils finsteren Fernangriffe für mich als Feli-Spielerin für etwas Abwechslung gesorgt hat.
Generell sind alle sechs neuen spielbaren Figuren (Gallanza, Maglielle, Eustace, Beatrix, Fraux und Fediel) eine gelungene Ergänzung zum bestehenden Cast.
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Neuester Trailer zu Granblue Fantasy: Relink zeigt neue Feinde, spielbare Charaktere und Features im Endless Ragnarok-DLC
Granblue Fantasy erzählt die Geschichte des namensgebenden männlichen Protagonisten Gran oder der weiblichen Protagonisten Djeeta.
Beide sind sogenannte Himmelsfahrer*innen, die das Himmelreich mit einem Luftschiff bereisen und nach versteckten legendären Schätzen und geheimnisvollen Inseln suchen.
Konkret suchen Djeeta/Gran nach der legendären Himmelsinsel Estalucia, um ihren vermissten Vater zu finden. Dabei stößt Gran/Djeeta auf das mysteriöse Mädchen Lyria, das die mächtigen und gefährlichen Kräfte einer Astralbestie in sich trägt und deshalb vom “Ersten Imperium” gejagt wird. Um Lyria vor dem Imperium zu schützen, trommeln Gran bzw. Djeeta eine eigene Himmelsfahrer-Crew zusammen und bereisen die Himmelsebenen zusammen.
Der Endless Ragnarok-DLC erweitert das Universum nun um einige neue Quests, Gegner und eine Handvoll neuem Story-Content.
Ein neuer Übeltäter erschwert euch das Leben und schmeißt euch Steine in den Weg. (© Cygames)
Neben dem neuen Singleplayer-Modus, den ich im nächsten Abschnitt näher erläutere, neuen spielbaren Figuren, Story-Content und viele andere Features gibt es im DLC drei neue Schwierigkeitsgrade: Chaos, Chaos+ und Chaos++ – und die sind alle deutlich herausfordernder als die bisherigen Schwierigkeitsgrade.
Mit diesen bekommen altbekannte Feinde und Monster aus dem Hauptspiel komplett neue Moves, die einen schnell vom Bildschirm fegen können und sofort für ein Game Over sorgen, wenn man nicht richtig aufpasst.
Die hitzigen und epischen Bosskämpfe haben mir bereits im Hauptspiel viel Spaß gemacht, aber mit den neuen Schwierigkeitsgraden hat Cygames die Latte noch einmal deutlich angehoben.
Da sorgt ein normaler Stein-Quakadile mit seinen neuen und stärkeren Spinning-Moves dann beispielsweise schon für die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn – dabei gehört er zu den einfacheren Monstern von Relink und Ragnarok.
Der schwache Quakadile hat neue Moves drauf und die haben es in sich! (© Cygames)
Mich hat das positiv überrascht und sofort in mir die Neugier geweckt, zu sehen, was die anderen Monster jetzt so alles drauf haben. Enttäuscht wurde ich auf jeden Fall nicht und auch ein verhasster Kampf aus dem Hauptspiel wurde noch um einiges kniffliger.
Neue Gegner sind auch mit von der Partie, aber hauptsächlich sind es bisher bekannte Gesichter, die ein großes Upgrade bekommen und mir das Leben schwer gemacht haben.
Zwar gefällt mir die Abwechslung im Moveset der bestehenden Monster und es macht auch großen Spaß, aber eine Handvoll neuer Gegner mit komplett neuen Moves und Fähigkeiten hätte ich mir dennoch gewünscht.
Dass die Kämpfe zu Beginn zudem unglaublich zäh und lang sein können, wenn man nicht die stärkste Ausrüstung für seine Charaktere aus dem Hauptspiel hergestellt und ausgerüstet hat, ist mir ebenfalls negativ aufgefallen.
Ein neues Feature, das ich ab sofort nicht mehr missen möchte, sind die neuen Beschwörungen.
Mit denen kann ich jetzt mitten im Kampf, wenn ich ausreichend Energie aufgebaut habe, mächtige Monster beschwören und sie im Kampf kontrollieren. Wenn ich etwa als Managarmr auf einen anderen Managarmr kloppe, macht das nicht nur eine Menge Spaß, sondern kann auch ziemlich lustig und spektakulär aussehen. Mich hat das an die riesigen Monster-Fights (Kaiju-Fights) aus anderen japanischen Medien erinnert.
Managarmr gegen Managarmr ist ein Augenschmaus. (© Cygames)
Praktisch zudem: Die Beschwörungen schützen mich auch während der eigentlichen Beschwörung vor fatalen Angriffen der Gegner. Sollte es mal so richtig brenzlig werden und ein ultra fieser Super-Angriff auf mich zukommen, dem ich nicht ausweichen kann, ist es strategisch ein kluger Schachzug, eine Beschwörung durchzuführen, um den Angriff unbeschadet zu überstehen.
Außerdem kann ich nun den mächtigen Bahamut zur Hilfe rufen, aber da er so mächtig ist, funktioniert seine Beschwörung etwas anders.
Dafür muss ich nämlich einen sogenannten Primal Burst auslösen. Das passiert, sobald die Link-Time 100 % Prozent erreicht – also, wenn mehrere Link-Angriffe erfolgreich ausgeführt werden – und das komplette Team ihre Himmelskünste zusammen eingesetzt hat.
Ist der Primal Burst bereit und die Himmelskünste eingesetzt, so gibt es eine unglaublich coole Zwischensequenz von Bahamut und seinem zerstörerischen Angriff, der richtig viel Schaden austeilt.
Ein Beispiel für den Einsatz von Primal Brust und Bahamut könnt ihr hier sehen:
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Granblue Fantasy: Relink - Beschwörung von Proto-Bahamut
Als neuen Singleplayer-Modus hat Cygames im DLC den sogenannten “Konflux” eingeführt, einen Roguelite-Modus. Dabei kann ich mit meinen NPC-Party-Mitgliedern in durch Zufall generierte Level mit Mob-Kämpfen, Bosskämpfern und Rätseln hüpfen und mir jede Menge gute Materialien für Verstärkungen oder die Herstellung von Ausrüstung besorgen.
Sehr schön hierbei: Damit ist die Beschaffung von Materialien für die starken Terminus-Waffen endlich nicht mehr so unglaublich schwer oder zäh.
Im Konflux-Modus bekommt das Team nach jedem abgeschlossenen Level einen Boost. Dabei stehen immer drei zur Auswahl.
Für Fans von optimalen Builds und maximalen Schaden macht der Konflux jede Menge Spaß. (© Cygames)
Beispielsweise gibt es Verstärkungen für eine höhere Crit-Chance oder zusätzliche Effekte wie die Chance auf Vergiftungen von Gegnern bei jedem Schlag. Kein Run im Konflux verläuft gleich und es gibt immer wieder neue Belohnungen zu entdecken.
Mir hat dieser Modus deshalb bereits in der Anspiel-Session bei Cygames in Tokio sehr viel Spaß gemacht und er gehört zu meinen persönlichen Highlights des DLCs.
Was mir daran jedoch nicht so gefällt: Es ist nicht möglich, mit Freund*innen oder anderen Spieler*innen diesen Modus anzugehen. Diese Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen, da viele Relink-Fans aus meiner Erfahrung sehr gerne mit ihren Freund*innen oder online den Endgame-Content bestreiten. Ich würde mir deshalb wünschen, dass Cygames in der Zukunft eine Multiplayer/Koop-Möglichkeit nachliefert.
Damit der neue Konflux-Modus und die knüppelharten Quests Spieler*innen nicht komplett zur Verzweiflung bringen, fügt der DLC nun auch das Meister-System hinzu.
Das Meister-System ist ein weiteres Feature, mit dem ich meine Charaktere noch stärker machen kann – abseits der Ausrüstung und Verstärkungen. Dafür müssen meine Figuren aber mindestens Level 100 erreichen, um das neue System komplett ausschöpfen zu können.
Meisterfähigkeiten verstärken die Charakter mit passiven Boosts. (© Cygames)
Ist Level 100 erreicht, haben Charaktere Zugang zu sogenannten Meisterpunkten. Diese werden anstelle von normalen Erfahrungspunkten ab Level 100 gesammelt und können für unterschiedliche passive Verstärkungen (Meisterfähigkeiten) eines Charakters eingesetzt und ausgerüstet werden.
Zusätzlich hat jede spielbare Figur jetzt auch ein eigenes Meister-Level. Steigt ein Charakter durch die Ausgabe von Meister-Punkten im Meister-Level auf, so erhält die Figur verstärkte Statuswerte wie etwa mehr Lebenspunkte oder Angriff – abseits der bereits ausgewählten passiven Boni.
Aufstiege im Meister-Level gewährend zusätzlich noch weitere Status-Werte. (© Cygames)
Das Meister-System ist also für alle, die gerne die Statuswerte der Lieblingscharaktere in die Höhe treiben und das möglichst Beste aus ihnen herausholen wollen, eine tolle und motivierende Ergänzung.
Für mich war es lediglich ein cooler Bonus und ein Mittel zum Zweck für die anstehenden Kämpfe im DLC, aber nicht etwas, das mich sonderlich beeindruckt oder begeistert hat.
Und wie ist die Geschichte von Endless Ragnarok? Es ist offensichtlich, dass das Gameplay, die epischen Kämpfe und das Optimieren von Ausrüstung sowohl im Relink als auch im DLC deutlich im Vordergrund stehen und das Hauptaugenmerk des Spiels sind. Dementsprechend ist die Geschichte auch im DLC eher eine Randnotiz als integraler Bestandteil.
Das soll aber nicht heißen, dass die Story langweilig gewesen wäre, aber beeindruckend war sie auch nicht. Sie erweitert das bereits bestehende Universum von Relink einfach mit Hintergrundinformationen und wenigen mehreren Antagonisten.
Die Story-Elemente im DLC, die ich bisher gesehen habe, werden größtenteils im Visual Novel-Stil – also Hintergrundbild mit Textüberlagerung – erzählt.
Es passiert aber insgesamt deutlich weniger als im Hauptspiel. Die Story dient eigentlich nur zur Einführung einer neuen Monsterklasse (den Ragnarion), eins bis zwei neuen Antagonisten und etwas Hintergrundgeschichte zu unserem Protagonisten oder der Protagonistin. Ein erzählerisches Feuerwerk solltet ihr also nicht erwarten.
Meiner Meinung nach lohnt sich der DLC mit seinen Neuheiten insbesondere für alle , denen das Hauptspiel nicht hart genug war und die die eigentlichen Lieblingscharaktere noch weiter für den Kampf mit dem neuen Meister-System und besseren Waffen optimieren möchte.
Spieler*innen, die also einfach mehr vom Granblue-Gekloppe haben wollen, sind mit dem DLC sehr gut bedient, während Fans der Geschichte zwar auch ihren Spaß damit haben werden, aber damit rechnen müssen, dass es nicht auf dem Niveau des Hauptspiels sein wird.
Wer also eher Wert auf eine umfangreiche Story-Ergänzung gelegt hat, wird hier eher enttäuscht. Die Story dient hier nur als Gerüst für die neuen Features und die veränderte, stärkere Version der bestehenden Gegner – plus einigen wenigen neuen Feinden.