Zahlreiche Spieler aus den Südwest-Vereinen waren bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko im Einsatz. Von ihnen sind aktuell nur noch die Schweizer und ein Marokkaner mit dabei.
Immerhin 27 Spieler vom VfB Stuttgart, von der TSG Hoffenheim, dem SC Freiburg und von Mainz 05 sind vor gut drei Wochen angetreten, um bei der WM 2026 möglichst weit zu kommen, Ruhm und Ehre mit ihren Nationalmannschaften nach Hause zu holen, im besten Fall Weltmeister zu werden.
Noch vier Südwestkicker im SpielInzwischen aber sind fast alle - mehr oder weniger enttäuscht - schon raus aus dem Turnier, haben die USA, Kanada und Mexiko Richtung Sommerurlaub verlassen. Sie sind vorzeitig ausgeschieden. Nur vier WM-Fahrer aus dem Südwesten sind noch im Mega-WM-Turnier am Ball: Luca Jaquez und Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart, der Mainzer Silvan Widmer und Johan Manzambi vom SC Freiburg.
Während Jaquez (zwei Einsätze), Widmer (drei) und Manzambi (in allen vier Spielen dabei) mit der Schweiz am Dienstagabend (22 Uhr) noch das Achtelfinale gegen Kolumbien bestreiten, hat sich El Khannouss mit dem starken nordafrikanischen Team aus Marokko und dem 3:0 über Kanada am Samstagabend bereits fürs Viertelfinale qualifiziert. Der nächste Gegner für Bilal El Khannouss und sein Team ist ein echter Kracher: Nächsten Donnerstag (22 Uhr) gegen Frankreich!
Beeindruckende WM-Spuren haben bislang vor allem die beiden jungen Kreativspieler Bilal El Khannouss (22) und Johan Manzambi (20) mit ihren Auftritten hinterlassen. Während der trickreiche Stuttgarter im marokkanischen Team bislang eine tragende Rolle in der Offensive spielte, überzeugte Freiburgs Manzambi zunächst als torgefährlicher Joker und zuletzt auch als Startelf-Spieler bei den Eidgenossen. Der gebürtige Genfer, bereits vor der WM mit einem Marktwert von 50 Millionen Euro gelistet, ist der Toscorer der Schweizer, schoss bereits drei Tore, gab zwei Vorlagen und gilt als eine der großen Entdeckungen dieser WM.
Manzambi war mitverantwortlich, dass die Schweizer mit dem 2:1 über Kanada sogar Gruppensieger wurden. Auch im Sechzehntelfinale gegen Algerien (2:0) lieferte der Freiburger einen Assist.
Enttäuschung bei deutschen SpielernRiesengroß war und ist die Enttäuschung natürlich bei den deutschen Spielern aus dem Südwesten nach dem frühen Aus in der ersten K.o.-Runde gegen Außenseiter Paraguay. Von ihnen konnte sich immerhin Deniz Undav als Joker mit drei Treffern in der Vorrunde prima in Szene setzen. Bei seinem ersten Startelf-Einsatz gegen Paraguay aber ging der VfB-Goalgetter mit dem Team unter und wurde ausgewechselt.
Auch der Mainzer Nadiem Amiri hinterließ nach seiner Einwechslung in der Vorrunde gegen die Elfenbeinküste einen prima Eindruck, war als Vorlagengeber für den ersten Undav-Treffer mitverantwortlich, verwandelte auch sicher und nervenstark seinen Ball im Elferschießen gegen Paraguay.
Man hätte dem unermüdlichen Kämpfer Amiri ebenso mehr Spielminuten gegönnt wie VfB-Angreifer Jamie Leweling. Er kam nur einmal zum Einsatz (ab der 60. Minute gegen die Elfenbeinküste) wie auch VfB-Teamkollege Angelo Stiller. Der "Sechser" durfte lediglich gegen Ecuador nach der Pause für 45 Minuten vorspielen, konnte bei der Niederlage aber keine Akzente setzen.
Die beiden Ersatzkeeper Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim kamen hinter dem reaktivierten Manuel Neuer nicht zum Einsatz.
Frust bei Tschechien, Südkorea und der TürkeiErnüchternd waren auch die Auftritte von Baumanns Hoffenheimer Mannschaftskollegen Vladimir Coufal, Robin Hranac und Adam Hlozek im Trikot von Tschechien. Die drei aus dem Kraichgau kamen in allen Gruppenspielen zum Einsatz. Wenigstens Routinier Coufal beeindruckte mit Rekord-Einwürfen, von denen einer sogar zur Torvorlage wurde.
Nach den Niederlagen gegen Südkorea, dem Unentschieden gegen Südafrika und der 0:3-Pleite gegen Mit-Gastgeber Mexiko waren die Tschechen bereits nach der Vorrunde als Tabellenletzter ausgeschieden. Ähnlich enttäuschend war der Auftritt der Türkei und von Südkorea. Hoffenheims Abwehrchef Ozan Kabak musste ebenso mit der Türkei nach der Vorrunde gefrustet den Heimflug antreten wie der Mainzer Jae-Sung Lee mit Südkorea.
Mainzer Kaishu Sano traf gegen BrasilienIn die erste K.o.-Runde schafften es die Japaner Kaishu Sano (Mainz / drei WM-Spiele) und Yuito Suzuki (Freiburg / ein Einsatz) mit ihrem Team. Sie standen dann auch vor der Sensation gegen Brasilien, verloren aber nach der 1:0-Pausenführung (Tor durch Sano!) in der Nachspielzeit noch mit 1:2 und waren damit raus.
Immerhin in der ersten K.o.-Runde standen auch die Österreicher aus dem Südwesten. Stefan Posch, Philipp Mwene (beide aus Mainz), Alexander Prass (Hoffenheim) und der Freiburger Philipp Lienhart scheiterten hier aber deutlich mit 0:3 an Mitfavorit Spanien. Im Sechzehntelfinale war auch für Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart / vier WM-Spiele) und Haris Tabakovic (TSG Hoffenheim/ ein Einsatz) Endstation. Sie verloren mit dem Team von Bosnien-Herzegowina 0:2 gegen Gastgeber USA. VfB-Torjäger Demirovic blieb torlos.
Hoffenheims Tempodribbler Bazoumana Touré, der vor einem Wechsel nach Newcastle steht, kam überwiegend als Joker zum Einsatz. Der 20-Jährige schied im Team der Elfenbeinküste mit 1:2 im Sechzehntelfinale gegen Norwegen aus. Keine Rolle spielte Jeremy Arevalo vom VfB Stuttgart bei dieser WM. Der 21-jährige Mittelstürmer kam für Ecuador nicht zum Einsatz. Sein Team schlug immerhin Deutschland in der Vorrunde mit 2:1, schied danach aber in der ersten K.o.-Runde mit 0:2 gegen Mexiko aus.
Stuttgart, Freiburg, Mainz, Hoffenheim, Heidenheim, Kaiserslautern, Karlsruhe Fußball | Transfermarkt Rekordtransfer: Touré nach Newcastle, Röhl jetzt fix in Everton Hoffenheims Kramaric ohne AkzenteMehr Erfolg bei dieser WM und auch mehr Einsatzzeit hatte sich sicherlich Hoffenheims Rekord-Torjäger Andrej Kramaric gewünscht. Auch der inzwischen 35-jährige Ex-Vizeweltmeister schied mit Kroatien bereits im Sechzehntelfinale aus (1:2 gegen Spanien). Kramaric wurde in drei Spielen lediglich eingewechselt, blieb am Ende ohne Erfolgserlebnis. Freiburgs junger Torjäger Igor Matanovic (23) kam bei seinem WM-Debüt für Kroatien ebenso auf drei Einsätze. Auch ihm gelang kein Treffer.
Bleibt letztlich bis zum Finale am 19. Juli die Hoffnung, dass bei Marokko Stuttgarts Bilal El Khannouss und bei der Schweiz Johan Manzambi, Silvan Widmer und Luca Jaquez, vielleicht doch noch für einen gewissen WM-Ruhm im Südwesten sorgen.
Freiburg Shootingstar beim Sport-Club Freiburgs Johan Manzambi: Vom Schulhof in die Bundesliga| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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