Sorgen über eine mögliche Speicherchip–Knappheit und der Bericht über eine Verschiebung des OpenAI-Börsengangs bremsten. Verunsicherung brachten auch die Übernahmepläne von ON Semiconductor.
Düsseldorf/New York. Die US-Börsen haben am Freitag kaum verändert geschlossen. Sorgen über die hohen Investitionskosten für Künstliche Intelligenz (KI) drückten die Kurse von Chip-Herstellern, während Aktien aus dem Gesundheitssektor zulegten.
Auf Wochensicht verbuchte der S&P 500 ein Minus von zwei Prozent, während der Nasdaq 4,7 Prozent verlor.
„Die Anleger sind zwischen den Möglichkeiten und Chancen der Künstlichen Intelligenz und den Risiken hoher Bewertungen hin- und hergerissen“, sagt Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorbank.
Einerseits nährten jüngste Unternehmenszahlen die Hoffnungen am Markt. So übertraf etwa das Technologieunternehmen Micron mit seinem Umsatzausblick zuletzt die Markterwartungen.
Seit Alphabets Kapitalerhöhung Anfang Juni und dem Börsengang von SpaceX zur Mitte des Monats sei allerdings „Sand im Getriebe der Technologie- und KI-Rally“, sagte Stanzl. Das zusätzliche Aktienangebot, das der Markt aufnehmen müsse, reiche möglicherweise aus, um die Nachfrage der Anleger nach dem Thema KI zu sättigen.