Für Telekom-Kunden endet eine kleine technische Zeitreise. Die alten Telefonanschlüsse werden schrittweise abgeschaltet und durch Mobilfunklösungen ersetzt. Günstiger wird es dadurch nicht – mit diesen Alternativen dagegen schon!

Festnetz war gestern: 1,3 Millionen Telekom-Kunden müssen umsteigen.
Foto: INA FASSBENDER/Getty Images, The Good Brigade Creative/Getty Images
Für Telekom-Kunden endet eine kleine technische Zeitreise. Die alten Telefonanschlüsse werden schrittweise abgeschaltet und durch Mobilfunklösungen ersetzt. Günstiger wird es dadurch nicht – mit diesen Alternativen dagegen schon!
Inhaltsverzeichnis
Wer sein Telefon noch direkt in die Telefonbuchse steckt und keinen Internetanschluss benötigt, gehört inzwischen zu einer seltenen Spezies. Genau diese Kunden bekommen die Folgen des technischen Wandels nun zu spüren: Die Deutsche Telekom will rund 1,3 Millionen ältere Telefonanschlüsse nach und nach auf neue Technologien umstellen, vermeldet das Vergleichsportal
Verivox. Für die Betroffenen bedeutet das: Das klassische Festnetztelefon bleibt zwar erhalten, die Technik dahinter verändert sich jedoch grundlegend. Wer keinen kombinierten DSL- oder Glasfaseranschluss möchte, soll künftig über das Mobilfunknetz telefonieren.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Telekom die
Preise für mehrere ältere Festnetztarife erhöht. Als Begründung nannte das Unternehmen damals die steigenden Kosten für den Betrieb der veralteten Technik und die sinkende Zahl der verbliebenen Nutzer. Jetzt folgt der nächste Schritt: Die alten Anschlüsse werden schrittweise durch moderne Alternativen ersetzt. Verivox-Experte Jörg Schamberg erklärt: "Bislang konnten auch Kunden aus alten Bestandstarifen ihr Telefon ohne Zwischenschaltung eines anderen Geräts in die Telefonbuchse stecken. Das ändert sich nun." Künftig kommt zwischen Telefon und Anschlussdose eine spezielle Box zum Einsatz. Diese nutzt das Mobilfunknetz der Telekom. Das bisherige Telefon und die gewohnte Festnetznummer können dabei grundsätzlich erhalten bleiben.
Anzeige
Ein Service von
Tarifrechner
Die besten DSL-Tarife finden
Postleitzahl *
Ort
Straße
Hausnummer
Geschwindigkeit auswählen
16 MBit/s
50 MBit/s
100 MBit/s
250 MBit/s
* Pflichtfeld
Für die Umstellung bietet die Telekom zwei neue "Call via Funk"-Tarife an:
Dazu kommt die notwendige Telefonbox, die einmalig 100 Euro (Kaufpreis) oder 3,95 Euro pro Monat (Mietmodell) kostet. Selbst mit dem günstigeren Tarif fallen dadurch mindestens 275,40 Euro pro Jahr an. Die Kosten der Hardware sind dabei noch nicht eingerechnet. Die Telekom-Lösung hat allerdings einen Vorteil: Für die Kunden ändert sich vergleichsweise wenig. Die bestehende Festnetznummer bleibt erhalten und das vertraute Telefon kann weiter genutzt werden.
Alternativen: Allnet-Tarif mit Handy oder TischtelefonNach Ansicht von COMPUTER BILD und Verivox gibt es auf dem freien Markt erheblich günstigere Alternativen.
Allnet-Flatsfür Mobiltelefone (etwa Seniorenhandys wie das
Gigaset GS4) sind mittlerweile bereits für rund 5 Euro pro Monat erhältlich. Die Rechnung fällt deutlich aus: Gegenüber dem Telekom-Funktarif lassen sich mehr als 215 Euro jährlich sparen – inklusive Hardwarekosten sogar bis zu 262,92 Euro pro Jahr. Damit sinken die laufenden Kosten auf weniger als ein Viertel der von der Telekom angebotenen Lösung. Selbst Nutzer, die ausdrücklich im Telekom-Netz bleiben möchten, können ihre monatlichen Ausgaben mit günstigen
Mobilfunktarifen im D1-Netzdeutlich reduzieren. Wer dagegen bereit ist, auf ein
Mobilfunk-Tischtelefonumzusteigen, behält das Look-and-Feel eines klassischen Festnetztelefons bei, setzt mit Mobilfunk aber eben auf die günstigere Verbindungstechnik.