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PowerToys: Microsofts geniale Windows-Tools – Download und Anleitung

Дата публикации: 26-10-2026 15:15:00

PowerToys ist eine kostenlose Windows-Erweiterung von Microsoft. Bei uns finden Sie den Download sowie eine Anleitung zur Installation und Nutzung.

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PowerToys: Microsofts geniale Windows-Tools – Download und Anleitung

Ein Monitor steht auf einem Schreibtisch vor einer grauen Wand. Auf dem Bildschirm ist der blaue Windows-11-Hintergrund zu sehen, darüber befindet sich ein großes Symbol der Windows-Anwendung PowerToys mit vier farbigen Balken. Vor dem Monitor stehen eine Tastatur und eine Maus. Links liegen mehrere gestapelte Bücher sowie ein Stiftebecher mit Schere und Stiften. Rechts stehen eine Pflanze in einem Topf und ein flaches schwarzes Gerät mit einem Stift daneben.

Die PowerToys von Microsoft rüsten Dutzende Profi-Funktionen in Windows nach.

Foto: Microsoft, iStock.com/dmitriymoroz

PowerToys ist eine kostenlose Windows-Erweiterung von Microsoft. Bei uns finden Sie den Download sowie eine Anleitung zur Installation und Nutzung.

Inhaltsverzeichnis

Die PowerToys sind ein Software-Klassiker von Microsoft. Der kostenlose Werkzeugkasten erschien erstmals für Windows 95 und machte bis Windows XP versteckte Systemeinstellungen per Mausklick verfügbar. Seit 2019 legt der US-Konzern die OpenSource-Software für

Windows 10

und

Windows 11

neu auf und liefert regelmäßig Vorabversionen. Zuletzt ist die

Version 0.102

erschienen, die mit der

Maustastensperre

(Mouse Button Lock) und

CursorHide

zwei neue Mausfunktionen enthält. Lesen Sie hier, wie Sie die PowerToys installieren und nutzen.

Kennzeichnung für einen externen LinkPackshot Windows 11 Pro

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94

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Lizenz Windows 11 Pro

PowerToys installieren und aktualisieren

Sind die PowerToys noch nicht installiert oder klappt deren Aktualisierung (siehe unten) nicht, starten Sie den

kostenlosen Download

und installieren die Software, um die alte Version zu ersetzten. Wichtig: Mit Version 0.101 führte Microsoft einen Insider-Channel wie bei Windows ein, in dem es frühe Vorabversionen gibt. Diese haben haben teilweise noch experimentellen Charakter und können daher Probleme verursachen. Um dies auszuschließen, laden Sie die

letzte stabile Version

herunter oder installieren PowerToys aus dem

Microsoft Store

.

Im Anschluss erscheint das Begrüßungsfenster "Willkommen bei PowerToys!", in dem Sie auf PowerToys konfigurieren klicken. Im folgenden Hauptfenster "PowerToys-Einstellungen" lassen sich die einzelnen "Toys" in Augenschein nehmen, aus- oder einschalten und anpassen. Weil die meisten von ihnen bereits konfiguriert sind, brauchen Sie das Fenster aber nur selten. Um es künftig zu öffnen, klicken Sie im Infobereich der Taskleiste doppelt auf das Programmsymbol (siehe großes Bild oben). Ist es nicht zu sehen, klicken Sie dort zuvor auf den kleinen Pfeil Ausgeblendete Symbole einblenden.

Nutzen Sie die PowerToys bereits, prüfen Sie mit der integrierten Update-Funktion, ob Ihre Version aktuell ist. Sie öffnen dazu das Fenster "PowerToys-Einstellungen" und klicken unter Allgemein auf Auf Updates prüfen und dann gegebenenfalls auf Jetzt installieren. Damit die Software Updates künftig selbstständig sucht und installiert, klicken Sie neben "Auf Updates prüfen" auf den kleinen Pfeil und stellen sicher, dass der Haken bei "Updates automatisch herunterladen und installieren" gesetzt ist. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die offiziellen Windows-Erweiterungen nutzen. Weitere Hinweise zu jedem PowerToy finden Sie nach einem Klick auf Willkommen bei PowerToys! im Fenster unten links und auf die jeweilige Funktion.

PowerToys Schnellzugriff

Der Schnellzugriff macht das Öffnen der inzwischen recht unübersichtlichen PowerToys-Einstellungen vielfach überflüssig.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Infobereich-Schnellzugriff

Mit der Version 0.67 erhielten die PowerToys den Schnellzugriff im Infobereich der Taskleiste (Systray). Darüber lassen sich aktivierte PowerToys aufrufen, ohne sich das entsprechende Tastenkürzel merken zu müssen. Zur Anzeige des Schnellzugriffs klicken Sie nicht doppelt, sondern einfach auf das PowerToys-Symbol im Infobereich der Taskleiste. Per Klick auf Tastenkombinationsübersicht blenden Sie dann etwa die Windows-Shortcuts ein, siehe weiter unten.

Praktisch: Die Übersicht zeigt bei jedem PowerToy die Tastenkombination an, mit der Sie das jeweilige Tool starten. Zeigen Sie dafür einfach etwas länger darauf. Über das Zahnrad rechts unten wechseln Sie bei Bedarf direkt in die Einstellungen. Und nach einem Klick auf Mehr können Sie alle PowerToys per Schalter aktivieren oder deaktivieren.

PowerToys Dashboard

Die Startseite der PowerToys-Einstellungen zeigt auf einen Blick, welche Module ein- und welche ausgeschaltet sind.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Startseite: Alle Module im Überblick

Einen noch besseren Überblick über alle PowerToys lieferte das mit Version 0.75 eingebaute "Dashboard", das inzwischen in die Startseite integriert wurde. Nach einem Klick darauf sehen Sie auf einen Blick alle jeweils verfügbaren PowerToys, ihren Aktivierungsstatus, eine Übersicht der möglichen Tastenkombinationen und den beschriebenen Schnellzugriff (siehe Bild oben). Zudem blenden Sie hier oben die Neuerungen in der aktuellen PowerToys-Version und Verknüpfungskonflikte der vergebenen Tastenkürzel ein. Nach einem Klick darauf zeigt das Programm an, welche Shortcuts bereits von Windows verwendet werden, und ermöglicht deren Änderung.

Mit dem Windows Hopper wechseln Sie schnell zwischen allen geöffneten Fenstern eines Programms.

Mit dem Windows Hopper wechseln Sie schnell zwischen allen geöffneten Fenstern eines Programms.

Foto: COMPUTER BILD

Window Hopper

Haben Sie regelmäßig mehrere Fenster aus derselben App geöffnet, gelingt der Wechsel zwischen ihnen dank Window Hopper jetzt viel schneller. Das mit Version 0.101 eingeführte Tool funktioniert wie Alt+Tab, bleibt aber in der App, die Sie gerade verwenden. Sobald das Dienstprogramm aktiviert ist, drücken Sie das zugeordnete Tastenkürzel (siehe unten), um durch die Fenster dieser App zu navigieren – ohne alle anderen Programme auf Ihrem Desktop zu durchlaufen. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie mehrere Browserfenster, Terminals, Explorer-Fenster oder Editor-Instanzen jonglieren.

Und so schalten Sie die Funktion ein:

  1. Öffnen Sie die PowerToys-Einstellungen.
  2. Klicken Sie im Menü links auf Fenster & Layouts und dann auf Window Hopper.
  3. Stellen Sie den gleichnamigen Schalter auf "Ein".
  4. Darunter erscheinen die vorgegebenen Aktivierungs-Tastenkürzel, im Beispiel Windows-Taste+Ö und Windows-Taste+Umschalttaste+Ö. Sie können die Kürzel bei Bedarf nach Klicks auf die kleinen Stiftsymbole ändern. Wir empfehlen etwa Strg+Tab und Strg+Umschalttaste+Tab.

Fertig. Öffnen Sie jetzt zum Beispiel drei Explorer-Fenster mit Windows-Taste+E. Drücken Sie dann Windows-Taste+Ö oder Strg+Tab, erscheint wie im Bild oben die von Alt+Tab bekannte Miniaturvorschau der offenen Programm-Fenster. Halten Sie Alt beziehungsweise Strg gedrückt und drücken Ö beziehungsweise Tab, wird das nächste Fenster rechts angewählt. Bei der Variante mit der Umschalttaste geht es in die andere Richtung. Lassen Sie die Alt- oder Tab-Taste schließlich los, liegt das gewählte Fenster im

Fokus

.

PowerToys Advanced Paste

Mit "Erweitertes Einfügen" (Advanced Paste) können Sie Texte in der Zwischenablage von Formaten befreien, Bilder in Text umwandeln und sogar KI-Funktionen integrieren.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Erweitertes Einfügen

Mit diesem Toy können Sie Inhalte aus der Zwischenablage von Formatierungen befreien oder in andere Dateiformate umwandeln. Kopieren Sie zum Beispiel einen formatierten Text von einer Website, lässt er sich mit dem Feature an beliebiger Stelle als unformatierter Text einfügen, etwa in eine E-Mail oder in

Microsoft Word

– die Formatierungen werden bereits in der Zwischenablage gelöscht. Bislang müssen Windows-User dazu einen Umweg wählen und den Text zum Beispiel über das Notepad von seinen Formatierungen befreien. So funktioniert es:

Als Nur-Text einfügen

Die mit Version 0.68 hinzugefügte Funktion "Als Nur-Text einfügen" (Paste as Plain Text) ist in "Erweitertes Einfügen" aufgegangen und wurde daher aus dem Hauptmenü entfernt. Damit erledigen Sie das systemweite Einfügen unformatierter Texte. Das klappt über das Funktionsfenster wie oben beschrieben oder einfach per Tastenkürzel:

  1. Zunächst klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf System, Erweitertes Einfügen und stellen Sie sicher, dass der Schalter "Erweitertes Einfügen" auf "Ein" steht.
  2. Kopieren Sie den gewünschten Text mit Strg + C.
  3. Klicken Sie an die gewünschte Einfügemarke.
  4. Drücken Sie Windows-Taste + Strg + Alt + V.
Bild zu Text

Seit der PowerToys-Version 0.86 kann das Feature auch Bilder in Texte umwandeln – vorausgesetzt, in den Einstellungen (siehe oben) ist der Schalter "Bild zu Text" aktiviert. Und so geht es:

  1. Klicken Sie auf die gewünschte Bilddatei, die Text enthält, und drücken Sie Strg + C.
  2. Drücken Sie Windows-Taste + Umschalttaste (Shift) + V, um Advanced Paste zu öffnen.
  3. Klicken Sie auf Bild zu Text. Der im Bild angezeigte Text landet daraufhin in der Zwischenablage und lässt sich nach einem Klick auf Einfügen mit Strg + V etwa in ein Word-Dokument bringen.
Als Datei einfügen

Ebenfalls neu ab Version 0.86: Fügen Sie Inhalte direkt in eine neue TXT-, PNG- oder HTML-Datei ein. Möchten Sie zum Beispiel ein JPEG-Bild in eine PNG-Datei umwandeln, kopieren Sie sie einfach mit Strg + C in die Zwischenablage, rufen Advanced Paste mit Windows-Taste + Umschalttaste (Shift) + V auf und klicken auf Als PNG-Datei einfügen. Die neue Datei erscheint dann im gleichen Ordner wie die Quelldatei.

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Microsoft Office 2024 Home & Business

Einfügen mit KI

Nach Aktivieren des Schalters "Einfügen mit KI" und einem Klick auf Modell hinzufügen können Sie hier auch verschiedene KI-Sprachmodelle nutzen – ein entsprechendes Abo vorausgesetzt. Das funktionierte ursprünglich nur mit OpenAI, inzwischen mit weiteren Anbietern wie Google Gemini, Mistral und Azure AI. Möchten Sie frei verfügbare Sprachmodelle ohne Cloud-Verbindung direkt auf Ihrem Computer ausführen, wählen Sie unter "Local Models" ein lokales Sprachmodell wie Microsoft Foundry oder die OpenSource-Alternative Ollama. Mit den PowerToys 0.101.2211.0 ergänzte Microsoft die Liste der lokalen KIs zudem um sein Sprachmodell Phi Silica, das bislang allerdings nur auf "Copilot+"-Geräten verfügbar ist.

Immer im Vordergrund

Den Shortcut gegen Fokusverlust legen Sie in den PowerToys-Einstellungen fest.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Always on Top: Immer im Vordergrund

Mit der Fenster-Funktion "Immer im Vordergrund" (Always on Top) halten Sie ein bestimmtes Programmfenster stets im Vordergrund, damit andere Fenster es nicht verdecken. Und so geht es:

  1. Klicken Sie das Fenster an, das im Vordergrund bleiben soll.
  2. Drücken Sie das Tastenkürzel WIN+Strg+T.
  3. Daraufhin erhält das Fenster einen farbigen Rand, und ein Signalton verdeutlicht, dass es nun stets sichtbar bleibt. Öffnen Sie oder ein Programm nun ein neues Fenster, bleibt das im Hintergrund. Mit dem gleichen Shortcut beenden Sie die Priorisierung wieder.

Mit dem Feature beendet Microsoft ein klassisches Nutzungsdilemma in Windows, den sogenannten

Fokusverlust

. Sie können sich künftig also Zusatzprogramme oder gefährliche Eingriffe in die Registry sparen, um das lästige Überlagern eines wichtigen Fensters zu verhindern. Falls Windows nicht auf das oben genannte Tastenkürzel reagiert, stellen Sie es in den PowerToys-Einstellungen unter Fenster & Layouts sowie Immer im Vordergrund (Always on Top) um. Dort ändern Sie auch weitere Optionen wie Rahmenfarbe und Anheft-Sound oder schließen bestimmte Apps vom Anheften im Vordergrund aus.

Awake

Awake verhindert bei Bedarf, dass der PC-Monitor in den Stand-by geht.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Awake: Den Bildschirm wachhalten

Mit der Funktion "Awake" (Wach) halten Sie bei Bedarf den PC-Bildschirm aktiviert – ohne dafür jedes Mal die Energieoptionen in den Windows-Einstellungen zu ändern. Hierfür klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf System, Awake und stellen die Schalter "Awake" sowie "Bildschirm eingeschaltet lassen" auf "Ein". Bei "Modus" haben Sie dann vier Optionen:

  1. Den ausgewählten Energiesparplan weiterhin verwenden: Ihr PC hält sich an den Windows-Energiesparplan.
  2. Unbegrenzt aktiviert halten: Hält Ihren Monitor wach, bis Sie die Einstellung deaktivieren.
  3. Für ein Zeitintervall aktiv bleiben: Hält den Bildschirm wach, bis die von Ihnen festgelegte Dauer abgelaufen ist.
  4. Bis zum Ablauf aktiv bleiben: Hält den Bildschirm wach, bis das von Ihnen festgelegte Datum und die gewünschte Uhrzeit erreicht sind.

Das Tool nistet sich zusätzlich mit einem praktischen Symbol im Infobereich der Taskleiste ein und erscheint dort als kleine blaue Kaffeetasse. Mit der PowerToys-Version 0.83 wurde diese von Grund auf neu entwickelt und zeigt nun automatisch den gewählten Modus an – im Falle der Option "Unbegrenzt aktiviert halten" etwa in Form des Unendlich-Zeichens. Zudem erscheinen die Awake-Optionen nach einem Klick auf das Symbol nun endlich in deutscher Sprache. Damit lassen sie sich auch ohne vorherigen Start der PowerToys-Einstellungen ändern.

PowerToys Farbwähler

Mit dem Farbwähler sichern Sie den Farbcode beliebiger Objekte in der Zwischenablage.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Farbwähler: Pipette für Windows

Der Farbwähler ("Color Picker") ist vor allem für Designer und Entwickler interessant, die mit nur einem Mausklick die Farbwerte einer beliebigen Bildschirmposition einfangen wollen – ähnlich der Pipettenfunktion einer Bildbearbeitungssoftware. Und so funktioniert es:

  1. Drücken Sie das Tastenkürzel Win + Umschalttaste (Shift) + C. Daraufhin erscheint unter dem Mauszeiger ein Farbauswahlwerkzeug samt RGB-Farbcode.
  2. Zeigen Sie auf die gewünschte Farbe. Daraufhin ändern sich die angezeigte Kolorierung und der Farbcode.
  3. Klicken Sie auf die gewünschte Stelle, erscheint – wie im Bild oben zu sehen – der "Farbwähler" mit dem entsprechenden Farbcode in den Formaten HEX, RGB und HSL.
  4. Zeigen Sie auf den gewünschten Code, und klicken Sie auf das Kopiersymbol, um ihn in der Zwischenablage zu sichern.
  5. Mit Strg + V fügen Sie den gespeicherten Code ins gewünschte Programm ein.

Schließen Sie nun das Fenster, oder bestimmen Sie mit dem Pipettensymbol eine neue Farbe. In den PowerToys-Einstellungen legen Sie unter System und Farbwähler weitere Optionen fest. So starten Sie den Farbwähler unter "Aktivierungsverhalten" auch direkt. Zudem ändern Sie dort das standardmäßig angezeigte Farbformat und aktivieren zusätzliche Farbformate sowie die Anzeige des Farbnamens.

Heller Modus, Light Switch

Mit dem Light Switch schaltet Windows automatisch zwischen Dark Mode und hellem Modus um, im Beispiel jeweils eine Stunde vor Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.

Foto: Microsoft

Lichtschalter: Automatische Designumschaltung

Obwohl Windows seit 2016 einen

Dark Mode

bietet, forderten Fans bislang vergebens eine Möglichkeit, automatisch zwischen dem hellen und dem dunklen Design zu wechseln. Die PowerToys 0.95 rüsteten das Feature im Oktober 2025 endlich nach und machen externe Tools wie

Auto Dark Mode

überflüssig. So aktivieren Sie den Lichtschalter ("Light Switch"):

  1. Klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf System und dann auf Heller Modus.
  2. Stellen Sie den Schalter "Heller Modus" auf "Ein".
  3. Klicken Sie bei "Modus" auf Aus und dann zum Beispiel auf Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
  4. Unter "Offset in Minuten" können Sie festlegen, dass der dunkle Modus beispielsweise eine Stunde vor Sonnenuntergang und eine Stunde nach Sonnenaufgang endet. Dazu tragen Sie ins Feld "Sonnenaufgang" 60 und bei "Sonnenuntergang" -60 ein.
  5. Erscheint der Hinweis "Standort erforderlich", klicken Sie bei "Standort" auf Ort festlegen und im Fenster "Standort auswählen" auf Standort ermitteln sowie auf Speichern, fertig!

Lässt sich der Standort nicht festlegen, starten Sie die PowerToys neu und versuchen es noch einmal. Klappt es weiterhin nicht, müssen Sie eventuell die Ortungsdienste aktivieren und freigeben. Das geht so:

  1. Öffnen Sie die Windows-Einstellungen mit dem Tastenkürzel Windows-Taste+I.
  2. Klicken Sie auf Datenschutz und Sicherheit sowie unter "App-Berechtigungen" auf Standort.
  3. Stellen Sie sicher, dass die Schalter "Ortungsdienste", "Apps den Zugriff auf Ihren Standort erlauben" und "Zulassen, dass Desktop-Apps auf Ihren Standort zugreifen auf "Ein".

Nun sollte die Standortbestimmung in den PowerToys klappen. Übrigens: In den PowerToys-Einstellungen sehen Sie auch das voreingestellte Tastenkürzel, mit dem Sie jederzeit zwischen den Modi wechseln – und ersparen sich den manuellen Weg über die Einstellungs-App. Möchten Sie den automatischen Designwechsel lieber abschalten, stellen Sie den Schalter "Heller Modus" auf "Aus."

Befehl nicht gefunden: Tools nachrüsten

An Power-User richtet sich die mit Version 0.77 eingeführte Funktion "Befehl nicht gefunden" (Command not found) für die neue Windows-Konsole

Powershell

. Tippt man dort einen Befehl ein, den der Befehlsinterpreter nicht kennt, erscheint die Funktion "cmd-not-found" und unterbreitet Vorschläge, wie sich das entsprechende Skript nachrüsten lässt. Nach Eingabe des passenden Befehls wird es dann über das Windows-Bordmittel

Winget

installiert. Auf der

Website des Projekts

finden Sie weitere Hinweise und ein Beispielvideo.

Wichtig: Das Modul funktioniert erst ab der Powershell-Version 7.1 oder höher, die bislang noch parallel zur alten Version installiert werden muss. So stellen Sie sicher, dass es funktioniert:

  1. Klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf Erweitert und auf Befehl nicht gefunden.
  2. Erscheint unter "Die folgenden Komponenten sind erforderlich" bei "PowerShell 7.4 oder höher" der Hinweis "Nicht ermittelt", klicken Sie dort auf Installieren und bestätigen in der Benutzerkontensteuerung mit Ja. Warten Sie, bis die erscheinende (alte) PowerShell verschwindet. Danach sollte an der genannten Stelle der Hinweis "Erkannt" erscheinen.
  3. Taucht beim Eintrag "WinGet Client PowerShell Module" ebenfalls "Nicht ermittelt" auf, klicken Sie auch dort auf Installieren. Im neuen Fenster bestätigen Sie mit A und drücken die Eingabetaste.
  4. Klicken Sie nun bei "Befehl nicht gefunden" auf Installieren, fertig!

Hinweis: Im Windows-Startmenü finden Sie die neue PowerShell 7.4 unter der Bezeichnung Powershell 7, die alte Version unter dem Namen Windows PowerShell.

Zuschneiden und Sperren: Fenster-Schloss

Mit Version 0.73 spendierte Microsoft den PowerToys eine Art "Fenster-Schloss". Die Funktion "Zuschneiden und Sperren" (Crop and Lock) erlaubt es, die Fenster laufender Programme bis auf Icon-Größe zurechtzustutzen und zu sperren. Das ist etwa praktisch, wenn Sie eine bestimmte Programmfunktion oder den Teil einer Website im Blick behalten möchten, das Fenster jedoch wenig Platz auf dem Bildschirm einnehmen soll. Um die Funktion zu aktivieren, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf Fenster & Layouts sowie Zuschneiden und Sperren und stellen den gleichnamigen Schalter auf "Ein". Öffnen Sie das Fenster, das Sie zuschneiden möchten. Sie haben dann zwei Optionen:

Miniaturansichtsverknüpfung
  1. Drücken Sie Umschalttaste + Strg + Windows-Taste + T.
  2. Daraufhin erscheint ein Fadenkreuz, mit dem Sie den gewünschten Teil des Fensters markieren.
  3. Sobald Sie die Maustaste loslassen, erscheint der Ausschnitt in einem neuen Mini-Fenster.
  4. Sie können das Originalfenster dann verkleinern und den Miniaturklon an die gewünschte Stelle des Desktops verschieben. Solange Sie das Originalfenster nicht schließen, bleibt der gewählte Ausschnitt sichtbar und kann auch nicht verdeckt werden.
Verknüpfung neu zuordnen

Während sich das Fenster in der vorigen Option nicht mit der Maus steuern lässt (reiner Ansichtsmodus), ist dies im Falle des Tastenkürzels Umschalttaste + Strg + Windows-Taste + R möglich. Im Beispiel lässt sich der ausgeschnittene Bereich einer Website dann vertikal scrollen, und auch Links sowie Schaltflächen funktionieren in dem Mini-Fenster. Das Ganze funktioniert genauso wie oben beschrieben. Die Entwickler weisen allerdings darauf hin, dass die Option noch experimentell ist. Sie können zu Problemen mit bestimmten Programmen führen, da das zugeschnittene Fenster das ursprüngliche Anwendungsfenster enthält. Zur Not beenden Sie das nicht mehr steuerbare Fenster mit dem

Windows Task-Manager

.

PowerToys Umgebungsvariablen

Mit diesem Editor ändern Sie Umgebungsvariablen unter Windows oder erstellen neue.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Umgebungsvariablen erstellen und verwalten
Umgebungsvariablen

sind System-Platzhalter, die dem schnellen Öffnen bestimmter Ordner oder der Anzeige bestimmter Informationen in Windows dienen. Tippt man zum Beispiel %tmp% in den Ausführen-Dialog oder die Kommandozeile und drückt die Eingabetaste, öffnet sich automatisch der Pfad C:\Users\<Benutzername>\AppData\Local\Temp und spart so die entsprechenden Klicks. Mit dem gleichnamigen PowerToy lassen sich seit Version 0.75 Umgebungsvariablen verwalten und erstellen. So klappt es:

  1. Tippen Sie in den PowerToys-Einstellungen auf Erweitert und auf Umgebungsvariablen. Stellen Sie sicher, dass der Schalter "Umgebungsvariablen" auf "Ein" steht.
  2. Klicken Sie auf Umgebungsvariablen öffnen und Ja.
  3. Im erscheinenden Fenster (siehe Bild oben) sehen Sie unter "Angewendete Variablen" alle verfügbaren Platzhalter und blenden per Klick darauf gegebenenfalls die kompletten Ordnerpfade ein.
  4. Möchten Sie eine eigene Variable erstellen, klicken Sie unter "Benutzer" auf Variable hinzufügen, tippen einen Namen (zum Beispiel Desktop) und bei "Wert" etwa den Pfad ein, im Beispiel C:\Users\Benutzername\Desktop.
  5. Nach einem Klick auf Speichern ist die Variable eingerichtet – und mit Eingabe von %desktop% öffnen Sie künftig den Desktop-Ordner im Explorer.
  6. Um eine bestehende Variable zu ändern, klicken Sie neben "Benutzer" oder "System" auf den kleinen Pfeil, in der Liste bei der gewünschten Variable auf die drei Punkte und Bearbeiten. Nun passen Sie die Variable wie gewünscht an und bestätigen mit Speichern.

Hinweis: Windows unterscheidet zwischen Benutzervariablen und Systemvariablen. Während sich Benutzervariablen nur auf den momentan angemeldeten User beziehen, gelten Systemvariablen für das gesamte System, also für alle Windows-Konten.

PowerToys FancyZones

Mit dem Layout-Editor passen Sie Ihre Bildschirmzonen individuell an.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Die FancyZones ("schicke Zonen") gehörten zu den ersten PowerToys – Microsoft hat sie in Windows 11 unter der Bezeichnung

SnapLayout

abgekupfert. Während Fancy Zones dort also mehr oder weniger überflüssig ist, dürften Windows-10-User die Funktion lieben. Sie unterteilt den Desktop in "Zonen" und verbessert den Überblick, da sich Fenster nicht mehr überlagern und mühselig anzuordnen sind – praktisch, wenn man oft mit mehreren Fenstern gleichzeitig hantiert und das Überlappen nicht mag. Halten Sie beim Verschieben eines Fensters die Shift-Taste gedrückt, kommen die Zonen zum Vorschein, und die Fenster lassen sich wie "magnetisch" in den gewünschten Bereich schubsen. In der Werkseinstellung gibt es drei Zonen, das lässt sich wie folgt ändern:

  1. Blenden Sie die PowerToys-Einstellungen wie oben beschrieben ein.
  2. Klicken Sie dort unter Fenster & Layouts auf FancyZones.
  3. Klicken Sie auf Layout-Editor öffnen.
  4. Wählen Sie das gewünschte Layout per Klick.
  5. Wünschen Sie mehr oder weniger als die vorgegebenen Zonen, klicken Sie in der Vorlage auf den Stift und legen die Anzahl mit den Schiebereglern fest.
  6. Bei Bedarf passen Sie auch die Abstände zwischen den Zonen an. Klicken Sie auf Speichern und zweimal auf X.

Reicht Ihnen die Auswahl nicht, entwerfen Sie im Layout-Editor unter Neues Layout erstellen beliebig eigene Raster mit bis zu 128 Zonen. Auf Wunsch ordnen Sie auch mehrere Fenster derselben Zone zu und wechseln dann mit Alt + TAB von einem zum anderen.

Greifen und Verschieben: Fenster steuern

Mit "Grab and Move" haben die PowerToys 0.99 ein praktisches Feature erhalten, das die Bedienung vor allem auf großen Bildschirmen vereinfacht. Mit der Funktion können Sie nämlich auf dem Desktop teilweise verdeckte Fenster vergrößern oder skalieren, ohne sie in den

Fokus

holen zu müssen. Daher lassen sich die Fenster wie unter Linux im Hintergrund verschieben, vergrößern oder verkleinern. So aktivieren Sie das:

  1. Klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf Fenster & Layouts.
  2. Klicken Sie auf Greifen und Verschieben.
  3. Stellen Sie den Schalter "Greifen und Verschieben" auf "Ein".

Fertig. Ab sofort können Sie verdeckte Fenster im Hintergrund verschieben. Dazu halten Sie die ALT-Taste gedrückt und greifen das Fenster an einer beliebigen Stelle mit der linken Maustaste. Mit der rechten Maustaste gelingt hingegen das Verkleinern oder Vergrößern – der Mauszeiger verwandelt sich dazu in den bekannten Doppelpfeil. In den Einstellungen können Sie bei Bedarf die Aktivierungstaste ändern und bestimmte Apps von dem Verhalten ausschließen. Soll Windows während der Aktionen die Position und die Größe des gewählten Fensters anzeigen, aktivieren Sie dort den Schalter "Fenstergeometrie anzeigen".

Datei-Explorer-Add-ons: Dateivorschau

Dank der PowerToys zeigt der Windows-Explorer zusätzliche Dateitypen im Vorschaubereich an. Ist keine Vorschau verfügbar, aktivieren Sie die dort per Klick auf Anzeigen und Vorschaufenster oder mit dem Tastenkürzel Alt + P. Die Erweiterung galt bislang unter anderem für das Vektorgrafikformat SVG, das Textformat Markdown (MD) und verschiedene Entwicklerformate wie *.gcode, *.cpp und *.py. Die Anzeige von PDF-Dateien ist aufgrund von Inkompatibilitäten mit Microsoft Outlook deaktiviert, sie lässt sich aber in den Einstellungen wieder einschalten. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Blenden Sie die PowerToys-Einstellungen ein.
  2. Klicken Sie unter Dateiverwaltung auf Datei-Explorer-Add-ons, und stellen Sie die beiden Schalter "Portable Document Format" auf "Ein".

File Locksmith

Mit File Locksmith verlieren unabsichtlich gesperrte Dateien ihren Schrecken.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

File Locksmith: Datei-Schlüsseldienst

Die Prozessanzeige

File Locksmith

wurde mit Version 0.64 in den Werkzeugkasten aufgenommen. Unter der deutschen Bezeichnung "Datei-Schlüsseldienst" fügt die Funktion dem Kontextmenü des Windows-Explorers einen neuen Eintrag hinzu, der anzeigt, welches Programm eine Datei oder einen Ordner offenhält und damit etwa das Löschen oder Umbenennen unterbindet. Und so funktioniert es.

  1. Lässt sich eine Datei unter Windows zum Beispiel nicht löschen, klicken Sie etwa im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste darauf.
  2. Im Kontextmenü klicken Sie gegebenenfalls auf Weitere Optionen anzeigen und dann auf Unlock with File Locksmith beziehungsweise Mit File Locksmith entsperren.
  3. Im neuen Fenster erscheint das Programm, in dem die Datei momentan geöffnet ist (siehe Bild oben). Nach einem Klick darauf sehen Sie neben der Prozess-ID den aktuellen Benutzer der Datei.
  4. Beenden Sie den Prozess entweder im Task-Manager oder klicken im geöffneten Fenster "Datei-Schlüsseldienst" (File Locksmith) auf Aufgabe beenden.

Im Anschluss ist die Datei freigegeben und sollte sich zum Beispiel löschen oder ändern lassen.

Hostsdatei-Editor

So sieht die "hosts"-Datei standardmäßig im PowerToys-Editor aus.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Hosts-Datei-Editor: Die Hosts bearbeiten

Die Textdatei "hosts" – sie hat keine Dateinamenerweiterung – liegt im Ordner C:\Windows\System32\drivers\etc\ und ist ein Relikt aus der "Steinzeit" des Internets. Als Vorgänger des heute üblichen "Domain Name Systems" sorgte sie für die Übersetzung von Domain-Namen (etwa computerbild.de) in die entsprechenden IP-Adressen. Heutzutage ist die Datei zwar nicht mehr nötig, sie ist aber nicht ohne Funktion. Das hat Vor- und Nachteile: So lassen sich mit der Hostsdatei zum Beispiel bestimmte Internetseiten lokal sperren (etwa auf einem Kinder-PC), andererseits wird die Datei auch immer wieder von Bösewichten missbraucht, um auf gekaperten PCs harmlose Internet-Adressen auf gefährliche Angebote umzuleiten. Mit dem in den PowerToys 0.64 eingeführten Hostsdatei-Editor öffnen Sie die Datei ohne langes Herumsuchen. Das geht so:

  1. Blenden Sie die PowerToys-Einstellungen ein.
  2. Klicken Sie unter Erweitert auf Hostsdatei-Editor.
  3. Aktivieren Sie den Haken und wählen Sie Hostsdatei-Editor öffnen.
  4. Nach Klicks auf Ja und Akzeptieren können Sie bestehende Umleitungen per Schieberegler aktivieren und nach einem Klick auf Neuer Eintrag Adressen hinzufügen.

Wichtig: In der Werkseinstellung sieht die Datei wie im Bild oben aus und enthält nur ein paar deaktivierte Beispiele. Finden Sie dort aktive unbekannte Adressen, sollten Sie die Einträge sofort deaktivieren.

PowerToys Bildgrößenänderung

Mit der Bildgrößenänderung verkleinern Sie beliebig viele Bilder in einem Rutsch.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Bildgrößenänderung (Image Resizer)

Möchten Sie Bilder auf der PC-Festplatte schnell verkleinern, etwa für eine E-Mail oder zur Ansicht auf dem Smartphone? Das ist dank der Bildgrößenänderung (Image Resizer) in PowerToys ganz einfach. So funktioniert es:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die markierten Dateien, zum Beispiel im Windows-Explorer.
  2. Im Kontextmenü bedienen Sie die Option Ändern der Größe mit Bildgrößenänderung. Daraufhin erscheint wie oben das Fenster "Bildgrößenänderung".
  3. Wählen Sie zum Beispiel die Vorgabe Telefon beziehungsweise Handy, wenn Sie die Bilder an ein Mobiltelefon senden möchten.
  4. Klicken Sie auf Größe ändern.

Das Tool verkleinert die Bilder daraufhin und legt sie als Kopien im selben Ordner ab – die Originale bleiben also erhalten. Sie erkennen die Kopien im Beispiel am Zusatz "Telefon" im Dateinamen. Nach dem Versand löschen Sie sie auf Wunsch. Möchten Sie die Bilder dauerhaft im kleineren Format, markieren Sie im Fenster "Bildgrößenänderung" die Option Dateien überschreiben. In diesem Fall gehen die Originale beim Konvertieren verloren.

In den PowerToys-Einstellungen unter Dateiverwaltung und Bildgrößenänderung lassen sich die verfügbaren Bildgrößen beliebig anpassen und eigene Vorlagen erstellen. Bei Bedarf ändern Sie dort die Parameter für die Codierung und die erzeugten Dateinamen. Der Image Resizer entfernt auch Metadaten (siehe Bild oben).

PowerToys Tastatur-Manager

Mit dem Tastatur-Manager programmieren Sie Tastenkombinationen oder Einzeltasten beliebig um.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Tastatur-Manager (Keyboard Manager)

Diese Funktion lässt sich im Fenster PowerToys-Einstellungen unter Eingabe und Ausgabe starten, um beliebige Tasten oder Tastenkürzel umzuprogrammieren oder um Textbausteine zu erzeugen. Damit macht sie externe Programme wie SharpKeys überflüssig. Stellen Sie zum Start den Schalter "Tastatur-Manager" auf "Ein". Nach einem Klick auf Taste neu zuordnen beziehungsweise Tastenkombination neu zuordnen folgen Sie den Anweisungen des Programms. Möchten Sie beispielsweise den Drucken-Shortcut Strg+P mangels Drucker zum Stoppen und Starten der Medienwiedergabe (Play/Pause) verwenden, gehen Sie so vor:

  1. Klicken Sie auf Tastenkombination neu zuordnen und im neuen Fenster auf Neuzuordnung für Tastenkombinationen hinzufügen.
  2. Klicken Sie unter "Auswählen" auf den Stift, und drücken Sie Strg+P.
  3. Klicken Sie auf OK. Hinweis: Bestätigen Sie in diesem Fall nicht mit der Enter-Taste, da dies die Eingabetaste umprogrammiert.
  4. Unter "Zu" klicken Sie auf die leere Schaltfläche unter "Taste/Tastenkombination" und wählen die gewünschte Aktion aus der Liste, im Beispiel Play/Pause Media.
  5. Nach einem Klick auf OK wird die Tastenkombination wie gewünscht umprogrammiert.
  6. Um die Programmierung zu ändern, wiederholen Sie Schritt 1 und ändern neben dem angezeigten Shortcut die Auswahl "Zu". Möchten Sie sie löschen, klicken Sie auf das Papierkorbsymbol. Es folgt ein Klick auf OK.

Mausdienstprogramme

Seit Version 0.56 lässt sich die Maus auch durch Schütteln des Geräts suchen.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Mausdienstprogramme

Bei den Mausdienstprogrammen ("Mouse Utilities"), die Sie in den PowerToys-Einstellungen ebenfalls unter Eingabe und Ausgabe finden, handelt es sich um eine Kollektion von Werkzeugen für die PC-Maus:

CursorHide

Mit Version 0.102 zog CursorHide in die PowerToys ein. Damit können Sie den Mauszeiger während des Schreibens nach einer Tastatureingabe und/oder Inaktivität ausblenden. Um das Feature zu aktivieren, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Eingabe und Ausgabe auf Mausdienstprogramme und stellen den Schalter "CursorHide" auf "Ein". Nach einem Klick auf Aktivierung und Verhalten setzen Sie beispielsweise den Haken "Nach Inaktivität des Cursors ausblenden" und ändern die "Laufzeitverzögerung" auf 3 Sekunden. Wenn Sie nun etwa im Notepad länger als drei Sekunden inaktiv sind, verschwindet der Cursor.

CursorUmbruch

Mit Version 0.97 führte Microsoft die Funktion "CursorUmbruch" (CursorWrap) ein. Damit können Sie den Cursor beliebig zwischen Bildschirmrändern umschalten, wenn mehrere Monitore an den Computer angeschlossen sind. So funktioniert es:

  1. Damit Sie grundsätzlich den Mauszeiger über Bildschirmgrenzen hinweg bewegen können, öffnen Sie das Menü für die Anzeigemodi mit dem Shortcut WINDOWS-Taste + P und klicken auf Erweitern. Nun können Sie beispielsweise mit der Maus vom linken Rand des linken Bildschirms bis zum rechten Rand des rechten Bildschirms "fahren". Sind die Monitore andersherum aufgestellt, klicken Sie noch auf Weitere Anzeigeeinstellungen, und platzieren in den Windows-Einstellungen die angezeigten Bildschirme so mit gedrückter Maustaste, wie sie auf dem Schreibtisch stehen.
  2. Sie können jetzt zwar mit der Maus zwischen den Bildschirmen wechseln, den Mauszeiger jedoch nicht über die äußeren Bildschirmgrenzen hinausführen. Um das zu erreichen, klicken Sie in den PowerToys-Einstellugen auf Eingabe und Ausgabe sowie auf Mausdienstprogramme und stellen den Schieberegler "CursorUmbruch" auf "Ein".
  3. Drücken Sie das angezeigte Tastenkürzel, im Beispiel WINDOWS-Taste + Alt + U. Ab sofort können Sie den Mauszeiger beispielsweise über den rechten Rand des rechten Bildschirms hinausführen und landen wieder auf dem linken Bildschirm. Vor allem auf großen Bildschirmen ist das eine deutliche Erleichterung.
  4. Nach einem Klick auf Aktivierung und Verhalten können Sie bei Bedarf noch festlegen, dass der CursorUmbruch beim Start der PowerToys automatisch aktiviert wird und beim Ziehen von Objekten mit der Maus inaktiv bleibt.
Meine Maus suchen (Find my Mouse)

Dieses Feature hilft vor allem PC-Nutzerinnen und -Nutzern mit Sehproblemen. Verlieren Sie den kleinen Mauszeiger immer wieder aus den Augen, drücken Sie einfach zweimal hintereinander die Strg-Taste. Daraufhin dunkelt sich der Bildschirm ab und eine Art Lichtkegel fokussiert den Mauszeiger. Der wandert bei Bewegungen mit – nach einer Reaktion, einem Klick oder durch erneutes Drücken der Strg-Taste verschwindet der Spot wieder. In den PowerToys-Einstellungen unter Mausdienstprogramme und "Aktivierungsmethode" wählen Sie alternativ die Methode Maus schütteln, die rechte Steuerungstaste oder eine beliebige Verknüpfung.

Maustastensperre

Diese mit Version 0.102 hinzugefügte Funktion ermöglicht es, eine Maustaste virtuell gedrückt zu halten, ohne dies physisch zu tun. Dies erleichtert lange Drag-and-Drop-Aktionen und ist eine wichtige Bedienhilfe für die Barrierefreiheit. Um das Feature zu aktivieren, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Eingabe und Ausgabe auf Mausdienstprogramme und stellen den Schalter "Maustastensperre" auf "Ein". Nach einem Klick auf Tasten und Verhalten markieren Sie die gewünschte Maustaste per Häkchen.

Und so funktioniert die Maustastensperre:

  1. Halten Sie die gewünschte Maustaste (zum Beispiel die rechte) für die angezeigte Haltezeit (standardmäßig: 1200 Millisekunden) gedrückt, ohne die Maus zu bewegen. Lassen Sie sie dann los.
  2. Die Taste bleibt nun virtuell eingerastet. Sie können die Maus frei bewegen, um Objekte zu ziehen oder Bereiche zu markieren.
  3. Drücken Sie eine beliebige Maustaste, um die Sperre aufzuheben.
Mausmarker (Mouse Highlighter)

Dieser Maus-"Textmarker" hilft insbesondere bei Präsentationen. Zum Einschalten stellen Sie den Schalter "Mausmarker aktivieren" auf "Ein" und aktivieren den Marker bei Bedarf mit dem Tastenkürzel Windows-Taste + Umschalttaste (Shift) + H. Danach erscheint bei jedem Mausklick ein kleiner gelber Kreis um die Klickstelle – das Publikum kann Ihren Klicks besser folgen. Mit dem gleichen Shortcut beenden Sie den Maus-Textmarker auch.

Maussprung (Mouse Jump)

Diese Funktion kam mit Version 0.68 in die PowerToys. Damit lässt sich der Mauszeiger etwa auf Ultrawide-Monitoren und bestimmten Bildschirmen flotter bewegen. Über eine Tastenkombination blendet der User ein kleines Pop-up-Fenster ein, in dem sich der Mauszeiger ohne wiederholtes Verschieben des Eingabegeräts rasch positionieren lässt. Stellen Sie dazu unter "Maussprung" den Schalter auf "Ein". Mit dem angezeigten Shortcut (im Beispiel Windows-Taste+Umschattaste+D) blenden Sie das Pop-up-Fenster mit dem verkleinerten Desktop ein und klicken darin auf die gewünschte Stelle.

Mauszeiger "Fadenkreuz" (Mouse pointer crosshairs)

Diese Funktion ist in der Standardeinstellung inaktiv. Wenn Sie das Feature unter "Mauszeiger", "Fadenkreuz aktivieren" einschalten, blenden Sie mit dem darunter angezeigten Tastenkürzel ein großes Fadenkreuz um den Mauszeiger ein beziehungsweise aus. Die Funktion richtet sich vor allem an sehbehinderte User.

In den PowerToys-Einstellungen unter Eingabe und Ausgabe und Mausdienstprogramme stellen Sie alle Werkzeuge genauer ein. Damit "Meine Maus suchen" etwa nicht bei Computerspielen stört, ist die Funktion bei aktiviertem Spielemodus ausgeschaltet und lässt sich dort erzwingen. Hier ändern Sie auch die Tastenkürzel des Mausmarkers und des Fadenkreuzes.

Mouse Without Borders: Multi-PC-Modus

Mit Version 0.70 fügten die Entwickler das Microsoft-Garage-Projekt

Mouse Without Borders

(Maus ohne Grenzen) als eigenständiges Werkzeug hinzu – es muss also nicht mehr separat installiert werden. Das Tool erlaubt die gemeinsame Nutzung von Maus und Tastatur an bis zu vier Computern im gleichen Heimnetzwerk und stellt eine gemeinsame Zwischenablage her. Das ist praktisch, wenn man gleichzeitig an mehreren Geräten arbeitet und nicht ständig die Eingabegeräte wechseln möchte. Zudem lassen sich Dateien nahtlos teilen. Um die Funktion einzuschalten, stellen Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Eingabe und Ausgabe und Mouse Without Borders den entsprechenden Schalter auf "Ein" und bestätigen gegebenenfalls per Klick auf Zulassen. So funktioniert es:

  1. Öffnen Sie am ersten PC die Funktion Mouse Without Borders, und klicken Sie unter "Sicherheitsschlüssel" auf Neuer Schlüssel.
  2. Am zweiten PC öffnen Sie die Funktion ebenfalls, und tippen neben "Neuer Schlüssel" auf den Pfeil.
  3. Ins Feld Sicherheitsschlüssel tippen Sie den am ersten Computer angezeigten Schlüssel und daneben den dort ebenfalls angezeigten PC-Namen ("Hostname dieses Geräts"). Bestätigen Sie mit einem Klick auf Verbinden.
  4. Wiederholen Sie das gegebenenfalls mit weiteren Computern.

Nun sind die Geräte verbunden, und Sie können die Maus gemäß dem angezeigten "Geräte-Layout" über die Bildschirmgrenzen hinaus verschieben. Sind die PCs auf dem Tisch anders als dort gezeigt angeordnet, schieben Sie die Symbole mit der Maus an die entsprechende Position. Um die Verbindung zu trennen, schalten Sie "Mouse without Borders aktivieren" aus. Weitere Tipps und Problemlösungen finden Sie im

Microsoft-Lernbereich

.

PowerToys Power Display

Dank Power Display regeln Sie externe Bildschirme direkt aus der Windows-Taskleiste.

Foto: COMPUTER BILD

Power Display: Bildschirme steuern

Seit Version 0.99 steckt eine praktische Steuerung für externe Bildschirme in den PowerToys. Nach der Aktivierung erscheint ein Kontextmenü im Infobereich der Taskleiste und erlaubt das Anpassen von Helligkeit, Kontrast oder Lautstärke – ganz ohne Fummelei am Monitor direkt mit Windows. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bildschirm dies unterstützt. So funktioniert es:

  1. Klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf Eingabe und Ausgabe.
  2. Klicken Sie auf Power Display.
  3. Stellen Sie den Schalter "Power Display aktivieren" auf "Ein" und klicken Sie auf Aktivieren.

Im

System Tray

der Taskleiste erscheint daraufhin wie im Bild oben ein Bildschirm-Symbol. Ist es nicht zu sehen, klicken Sie dort zuvor auf den kleinen Pfeil "Ausgeblendete Symbole einblenden". Per Klick auf das Symbol öffnen Sie das Menü und können die Einstellungen des externen und gegebenenfalls des internen Bildschirms anpassen – etwa wenn Sie einen zweiten Monitor am Notebook nutzen. Über die kleine Farbpalette ändern Sie bei Bedarf die Farbtemperatur und im Drei-Punkte-Menü wählen Sie eine andere Eingangsquelle oder schalten den externen Monitor aus.

Ein Klick auf das Zahnrad öffnet die Einstellungen von Power Display. Dort können Sie nach einem Klick auf Profil hinzufügen bestimmte Voreinstellungen festlegen und per Klick auf Anwenden starten. Zudem lassen sich die Profile mit dem PowerToys-Lichtschalter (siehe oben) koppeln, damit sich die Bildschirmeinstellungen automatisch nach dem aktiven Windows-Design richten.

PowerToys New+

Mit New+ erstellen Sie Dateien und Ordner über Kontextmenü-Vorlagen des Explorers in beliebigen Verzeichnissen.

Foto: COMPUTER BILD

New+: Datei- und Ordnervorlagen im Kontextmenü

Version 0.85 brachte die Funktion New+, mit der Sie bei Bedarf schnell bestimmte Dateien und Ordner erzeugen, die Sie häufig erstellen müssen. Das Feature fügt dem Kontextmenü des Windows-Explorers einen Eintrag hinzu, über den Sie entsprechende Vorlagen im jeweiligen Ordner erstellen. Das kann etwa ein leeres Dokument mit vorgegebenem Dateinamen sein, ein häufig benötigtes Unterverzeichnis oder eine Datei mit bestimmten Inhalten. So klappt es:

  1. Klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Dateiverwaltung auf New+. Aktivieren Sie das Feature, indem Sie den entsprechenden Schalter auf "Ein" stellen.
  2. Starten Sie den Windows-Explorer, und öffnen Sie zum Beispiel den Ordner Desktop. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen leeren Bereich des Fensters und im Kontextmenü auf New+. Erscheint der Eintrag noch nicht, klicken Sie zuvor auf Weitere Optionen anzeigen.
  3. Nun erscheinen wie im Bild oben ein Beispielordner sowie eine Beispieldatei in englischer Sprache. Per Klick darauf erzeugen Sie die entsprechenden Objekte auf dem Desktop.
  4. Um die Templates zu ändern oder zu ergänzen, klicken Sie im Kontextmenü auf Vorlagen öffnen. Im erscheinenden Ordner erstellen Sie Dateien und Verzeichnisse, die Sie oft benötigen.
Vorschau (Peek)

Mit diesem ab Version 0.70 hinzugefügten PowerToy lassen sich Dateien einfach per Tastatur anzeigen – standardmäßig mit der Leertaste. Klicken Sie zum Beispiel im Windows-Explorer auf eine Bilddatei und drücken die Taste, erscheint es in einem Vorschaufenster, ohne dass dazu die Windows-Fotoanzeige geöffnet werden muss. Klappt das nicht, prüfen Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Dateiverwaltung und Vorschau die "Aktivierungsmethode".

PowerToys PowerRename

PowerRename benennt beliebig viele Dateien in einem Zug um.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

PowerRename: Mehrfach umbenennen

Mehrere Dateien gleichzeitig umzubenennen, ist keine Stärke von Windows. PowerRename ändert das. Möchten Sie etwa bei allen iPhone-Fotos den lästigen Zusatz "_iOS" loswerden, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Bilderordner oder die markierten Dateien.
  2. Im Kontextmenü wählen Sie Umbenennen mit PowerRename, gegebenenfalls nach einem Klick auf Weitere Optionen anzeigen.
  3. Erscheint der Eintrag nicht, wiederholen Sie den Klick bei gedrückter Shift-Taste.
  4. Geben Sie im Feld Suchen nach _iOS ein und lassen Sie das Feld "Ersetzen durch" leer.
  5. Nach einem Klick auf Anwenden benennt die Funktion alle passenden Dateien in einem Rutsch um.

Mit den weiteren Optionen grenzen Sie die Auswahl der Namensanteile nach Belieben ein. Empfinden Sie die Funktion im Kontextmenü als störend, blenden Sie sie in den PowerToys-Einstellungen unter Dateiverwaltung und PowerRename aus. Dazu wählen Sie unter "Shell-Integration" die Option Nur erweitertes Kontextmenü. Künftig erscheint PowerRename nur dann, wenn Sie beim Rechtsklick auch die Umschalt-Taste (Shift) gedrückt halten. Mit der Option Standardmenü und erweitertes Kontextmenü kehren Sie zur ursprünglichen Einstellung zurück.

PowerToys Run

Das Startprogramm erlaubt nicht nur den Schnellstart von Programmen, sondern bietet auch viele Zusatzfunktionen.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

PowerToys Run (Startprogramm)

Das PowerToys-Startprogramm ist ein schneller Programm-Launcher – vergleichbar mit der Spotlight-Suche in

macOS

. Und so funktioniert es:

  1. Um das Startprogramm zu aktivieren, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf System, PowerToys Run und stellen den gleichnamigen Schalter auf "Ein".
  2. Blenden Sie das Suchfeld mit der Tastenkombination Alt + Leertaste ein.
  3. Nun tippen Sie das Gesuchte ein. Die Funktion ergänzt Ihre Eingaben automatisch.
  4. Öffnen Sie das gewünschte Programm per Klick darauf. Alternativ markieren Sie es per Pfeiltaste und drücken dann die Eingabetaste. Sie können auch per Tabulatortaste durch die Suchergebnisse und Kontextschaltflächen navigieren.
  5. Mit den vier Symbolen neben dem markierten Fund führen Sie diesen als Administrator oder anderer User aus, öffnen den übergeordneten Ordner oder den Pfad in der Konsole (von links).
  6. Dank des integrierten Taschenrechners lassen sich Rechenaufgaben erledigen und Einheiten konvertieren – das Ergebnis laden Sie per Eingabetaste in die Zwischenablage.

Neben Systemkommandos wie Herunterfahren, Neu starten und Sperre führt das Startprogramm Shell-Befehle aus, öffnet URLs und Netzwerkfreigaben, wechselt zwischen geöffneten Fenstern, navigiert in der Windows-Registry, startet andere PowerToys und findet Windows-Einstellungen – alle verfügbaren Erweiterungen (Plug-ins) sehen Sie in den PowerToys-Einstellungen unter System und PowerToys Run. Dort ändern Sie auch die Tastenkombination zum Einblenden des Suchfelds, die Anzahl der angezeigten Funde und das verwendete Farbdesign.

Befehlspalette (Command Palette)

Die neue Befehlspalette ist der Nachfolger des Startprogramms Run.

Foto: COMPUTER BILD, Microsoft

Befehlspalette: Das neue Startprogramm

Mit der Version 0.90 erhielten die PowerToys die neue Befehlspalette (Command Palette), die Microsoft als Nachfolger des Startprogramms (siehe oben) von Grund auf neu entwickelt hat. Die neue Suchleiste ist standardmäßig aktiv und lässt sich abweichend mit dem Tastenkürzel Windowstaste + Alt + Leertaste öffnen. Sie fungiert wie schon PowerToys Run als Schnellstartprogramm für installierte Apps und bietet Erweiterungen an, die sich – anders als beim Vorgänger – auch separat starten lassen. Dazu klicken Sie auf die gewünschte Erweiterung und drücken die Eingabetaste:

  • Apps durchsuchen
  • Befehle ausführen
  • Rechner
  • Dateien suchen
  • Lesezeichen hinzufügen
  • Zwischen offenen Fenstern wechseln
  • Im Web suchen
  • Zwischenablageverlauf
  • Apps mit Winget suchen
  • Öffnet Windows-Terminal-Profile,
  • Windows-Einstellungen
  • Windows-Registrierung durchsuchen
  • Windows-Dienste verwalten
  • Einstellungen der Befehlspalette öffnen
  • Befehlspaletten-Erweiterungen finden und installieren
  • Erweiterung erstellen
  • Uhrzeit und Datum
  • Windows-Systembefehle
  • Remotedesktop
  • Leistungsüberwachung
  • PowerToys

Jede Erweiterung lässt sich nach der Auswahl per Klick auf Einstellungen unten rechts im Fenster genauer einstellen; die globalen Einstellungen für die Befehlspalette finden Sie im Fenster unten links. Bis auf Weiteres sind das neue und das alte Startprogramm parallel in den PowerToys verfügbar und lassen sich beliebig ausprobieren. Falls Sie sich für eine der beiden Funktionen entschieden haben, können Sie die andere deaktivieren. Dazu stellen Sie auf der Startseite der PowerToys-Einstellungen den Schieberegler "PowerToys Run" oder "Befehlspalette" auf "Aus".

Befehlspaletten-Dock

Das neue Befehlpaletten-Dock richtet unter Windows eine zweite Taskleiste ein, die sich beliebig erweitern lässt – im Bild ganz oben.

Foto: COMPUTER BILD

Befehlspaletten-Dock (Command Palette Dock)

Mit Version 0.98 erhielten die PowerToys das neue Befehlspaletten-Dock als Vorschau-Version. Das ist eine optionale Leiste, mit der Sie Ihre bevorzugten Befehle und Erweiterungen immer griffbereit haben. Sobald Sie das Dock in den Befehlspaletten-Einstellungen aktivieren, bleibt es auf Ihrem Bildschirm sichtbar und bietet schnellen Zugriff auf die am häufigsten verwendeten Werkzeuge. So geht es:

  1. Klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf System, Befehlspalette und Einstellungen.
  2. Klicken Sie im neuen Fenster links auf Andocken (Vorschau).
  3. Stellen Sie den Schalter "Dock aktivieren" auf "Ein".

Nun erscheint das neue Dock praktisch als zweite Taskleiste oben am Bildschirm. Sie können es in den geöffneten Einstellungen aber auch unten, links oder rechts auf dem Desktop positionieren. Standardmäßig sind neben einigen Systeminformationen bereits einige Erweiterungen angeheftet, siehe Bild oben. Um weitere hinzuzufügen, öffnen Sie die Befehlspalette wie im vorigen Abschnitt beschrieben, klicken mit der rechten Maustaste auf einen Befehl und wählen im Kontextmenü die Option An Dock anheften.

Schnelle Akzentuierung

Mit diesem PowerToy setzen Sie Akzente wie beim Smartphone und sparen sich die lästige Suche der korrekten Taste.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Schnelle Akzentuierung (Quick Accent)

Das Hilfsprogramm "Schnelle Akzentuierung" erlaubt Windows-Usern die schnelle Eingabe von Akzentzeichen – ähnlich wie beim Smartphone. So funktioniert es:

  1. Um das Tool zu aktivieren, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Eingabe und Ausgabe auf Schnelle Akzentuierung und stellen den Schalter "Schnelle Akzentuierung aktivieren" auf "Ein".
  2. Merken Sie sich die darunter angezeigte Aktivierungstaste, und schließen Sie das Fenster.
  3. Drücken Sie in einem beliebigen Textfeld den gewünschten Buchstaben und gleichzeitig die Aktivierungstaste, im Beispiel die Leertaste.
  4. Daraufhin erscheint eine kleine Leiste mit Akzenten (siehe Bild oben) – lassen Sie die Aktivierungstaste dann los.
  5. Nun lässt sich die Liste durch kurzes Drücken der Aktivierungstaste "durchschalten". Ist der gewünschte Akzent hinterlegt, lassen Sie die Buchstabentaste los.

Registry Preview

Die Registrierungsvorschau zeigt Inhalte von Registry-Dateien strukturiert an, bevor man sie in die Windows-Datenbank übernimmt.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Registrierungsvorschau (Registry Preview)

Registry Preview ist eine Vorschaufunktion für die Registrierungsdatenbank von Windows. Sie erlaubt das Betrachten und Bearbeiten von Konfigurationsdateien mit der Endung *.reg, bevor diese per Doppelklick in die Windows-Einstellungen übernommen werden. Das war zwar bisher auch schon mit dem bordeigenen Editor ("Notepad") möglich, bringt aber einige Vorteile. Neben dem bekannten Editor-Text listet das Tool nämlich den entsprechenden Schlüsselpfad sowie alle darin enthaltenen Werte auf. Zudem nistet es sich ins Kontextmenü des Explorers ein und steht somit nach einem Rechtsklick auf eine *.reg-Datei mit dem Eintrag "Vorschau" bereit – bei Windows 11 zu finden nach einem Klick auf Weitere Optionen anzeigen.

Damit das klappt, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen unter Erweitert auf Registrierungsvorschau und stellen den gleichnamigen Schalter auf "Ein". Möchten Sie die Registrierungsvorschau blank öffnen, klicken Sie in den geöffneten Einstellungen auf Registrierungsvorschau öffnen. Über das Menü lässt sich die angezeigte Datei dann unter anderem speichern, an den Editor übergeben oder in die Registrierung schreiben.

Bildschirmlineal

Objekte auf dem Bildschirm erkennt das Bildschirmlineal automatisch – dies hilft beim Messen von Abständen ungemein.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Bildschirmlineal (Screen Ruler)

Das Bildschirmlineal lässt sich in den PowerToys-Einstellungen unter System und Bildschirmlineal aktivieren und danach via Shortcut Windows-Taste + Strg + Umschalttaste (Shift) + M starten. Es erscheint als kleines Pop-up-Fenster auf dem Bildschirm (siehe Bild oben) und bietet vier Mess-Modi (von links):

  • Begrenzungen: Legen Sie nach einem Klick darauf einen Bereich auf dem Bildschirm fest, erfahren Sie dessen Ausmaße in Pixeln.
  • Abstand: Damit messen Sie gleichzeitig vertikale und horizontale Abstände.
  • Horizontaler Abstand: Mit diesem Tool messen Sie den horizontalen Abstand zwischen zwei Objekten.
  • Vertikaler Abstand: Damit messen Sie den vertikalen Abstand zwischen zwei Objekten.

Besonders praktisch dabei ist, dass das Bildschirmlineal Objekte automatisch erkennt, etwa Ränder, Schaltflächen und sogar Strukturen des Desktop-Hintergrundbildes. So erhalten Sie präzise Messungen, ohne von Hand Linien zwischen Elementen zu ziehen. Die Werte werden nach einem Klick automatisch in der Zwischenablage gespeichert und lassen sich beliebig mit Strg + V in Texte einfügen. Mit X schließen Sie das Lineal. Um dessen Tastenkürzel zu sehen oder zu ändern, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen unter System auf Bildschirmlineal.

PowerToys Shortcut Guide

Dank der Tastenkombinationsübersicht finden Sie jedes Windows-Tastenkürzel.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Tastenkombinationsübersicht (Shortcut Guide)

Mit Version 0.100 hat Microsoft die Tastenkombinationsübersicht von Grund auf neu erstellt. Ist der Schalter unter System und Tastenkombinationsübersicht aktiviert, öffnen Sie die Übersicht mit der Tastenkombination Windows-Taste + Umschalttaste (Shift) + Einfache Anführung. Sie erscheint allerdings nicht mehr als statische Liste, sondern als Seitenleiste und zeigt automatisch die Tastenkombinationen für das geöffnete Programm an. Ist wie im Beispiel oben kein Programm im Vordergrund, erscheinen die Tastenkürzel für den Datei-Explorer. Sie haben zudem diese Optionen:

  • Windows: Mit einem Klick auf Windows blenden Sie bei Bedarf die allgemeinen Shortcuts für das Betriebssystem ein. Zudem erscheinen in dieser Ansicht Ziffern über der Taskleiste, mit denen Sie das entsprechende Programm starten.
  • PowerToys: Per Klick auf PowerToys zeigen Sie die in der Windows-Erweiterung verfügbaren Kürzel an.
  • Einstellungen: Damit öffnen Sie die PowerToys-Einstellungen.

Mit der Escape-Taste oder einem Klick auf X blenden Sie die Liste wieder aus.

Textextraktor

Mit der OCR-Funktion extrahieren Sie Text aus Bildern.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Textextraktor (PowerOCR)

Hinter dem Textextraktor steckt eine OCR-Funktion, die Text in einem beliebigen Bildausschnitt erkennt und in die Windows-Zwischenablage kopiert. Ist die Funktion nicht aktiviert, stellen Sie ihren Schalter in den PowerToys-Einstellungen unter System und Textextraktor auf "Ein". Und so geht es:

  1. Drücken Sie das Textextraktor-Tastenkürzel, in der Werkseinstellung ist das Windows-Taste + Umschalttaste (Shift) + T. Der Bildschirm verdunkelt sich.
  2. Ziehen Sie mit der Maus einen Rahmen um den zu kopierenden Text, und lassen Sie die Taste dann los.
  3. Öffnen Sie einen Texteditor, im Beispiel oben das Notepad.
  4. Drücken Sie Strg+V, um den kopierten Text einzufügen.

Arbeitsbereiche Workspaces

Mit der Funktion "Arbeitsbereiche" definieren Sie beliebige Programm-Layouts und starten sie mit einem Klick.

Foto: Microsoft, COMPUTER BILD

Arbeitsbereiche (Workspaces)

Die mit Version 0.84 eingeführten "Workspaces" erlauben die Auswahl bestimmter Programme, die in einer festgelegten Anordnung und Konfiguration ("Layout") gestartet werden. So funktioniert es:

  1. Öffnen Sie alle benötigten Programme für Ihren Arbeitsplatz und ordnen Sie sie wie gewünscht auf dem Desktop an. Hinweis: Auch minimierte Fenster werden im Layout gesichert.
  2. Klicken Sie im Menü der PowerToys-Einstellungen unter Fenster & Layouts auf Arbeitsbereiche. Stellen Sie sicher, dass der Schalter "Arbeitsbereiche" auf "Ein" steht.
  3. Klicken Sie auf Editor öffnen und im nächsten Fenster auf Arbeitsbereich erstellen.
  4. Nach einem Klick auf Capture listet der Arbeitsbereichs-Editor die gewünschten Programme wie im Bild oben als "Arbeitsbereich 1" auf. Ändern Sie den Namen bei Bedarf, zum Beispiel in "Start in die Arbeit".
  5. Möchten Sie ein geöffnetes Programm (etwa die PowerToys-Einstellungen) nicht auch ins Layout übernehmen, klicken Sie dort in der Liste auf Entfernen.
  6. Um eine Programm-Konfiguration zu bearbeiten, klicken Sie dort neben "Entfernen" auf den kleinen Pfeil. Mit den erscheinenden Auswahlkästchen sorgen Sie dafür, dass das Programm zum Beispiel maximiert, minimiert oder als Administrator startet (klappt nur bei zulässigen Anwendungen). Über die Felder "Links", "Oben", "Breite" und "Größe" legen Sie die Abmessungen und Desktop-Position des Programmfensters Pixel-genau fest. Und in der Zeile "CLI-Argumente" tragen Sie auf Wunsch sogar Befehlszeilenargumente für die jeweilige Software ein.
  7. Um das Layout als Verknüpfung auf dem Arbeitsplatz zu speichern, klicken Sie auf Desktopverknüpfung erstellen.
  8. Klicken Sie zum Abschluss auf Speichern.

Fertig! Sie können Ihr Layout nun per Doppelklick auf die in Schritt 7 erstellte Desktopverknüpfung oder im Arbeitsbereichs-Editor per Klick auf Start laden. Dort legen Sie auch beliebige weitere Layouts an oder ändern Ihre Arbeitsbereiche nach einem Klick auf die drei Punkte.

Präsentieren mit ZoomIt

Das Präsentationswerkzeug

ZoomIt

ist seit Version 0.88 Bestandteil der PowerToys, gehört viel länger aber schon zu einer anderen legendären Microsoft-Werkzeugsammlung: der

Sysinternals Suite

von Mark Russinovich und Bryce Cogswell. Sie können mit dem Tool den Bildschirm aufzeichnen, Präsentationen durchführen, dabei zoomen, etwas zeichnen und auch Screenshots anfertigen. ZoomIt läuft in der Taskleiste und lässt sich auch mittels Tastenkürzeln steuern. Falls Sie ZoomIt bereits aus den Sysinternals verwenden, müssen Sie es vor der Aktivierung in den PowerToys beenden.

  1. Um ZoomIt zu aktivieren, klicken Sie in den PowerToys-Einstellungen auf System und dann auf ZoomIt.
  2. Stellen Sie den Schalter "ZoomIt" auf "Ein". Weiter unten finden Sie die Tastenkürzel, auf die ZoomIt aktuell reagiert, und können sie bei Bedarf ändern.
  3. Schließen Sie das PowerToys-Fenster, und bestätigen Sie die Nutzungsbedingungen mit Agree.
  4. Nun können Sie das Programm jederzeit per Klick auf das Lupensymbol im Infobereich der Taskleiste starten. Ist es nicht zu sehen, klicken Sie zuvor auf den Pfeil Ausgeblendete Symbole einblenden.
  5. Im erscheinenden Menü wählen Sie aus den vier Funktionen Break Timer, Draw, Zoom und Record. Eine Liste aller Shortcuts finden Sie im Microsoft-Lernportal.

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